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Ist es bereits jemand anderem aufgefallen, daß Amazon Marketplace derzeit von Horden von neuen Verkäufern aus Frankreich heimgesucht wird? Zumindest im Bereich DVDs. Diese Anbieter, die mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ein einziger sind, unterbieten die übrigen Verkäufer recht ordentlich – aber das ist halt, was Importhändler tun. (Wenn sie nicht bei schwer beschaffbaren Artikeln Phantasiepreise verlangen.) Ich stelle allerdings noch keine Erfolgsquote fest. Billiger als andere mag schön sein, aber ohne Bewertungen und als neuer Verkäufer gekennzeichnet… hm. Zumindest ein Kunde entschied sich für mein Angebot, das preislich höher lag, statt für das Experiment.
Ich möchte hier auch keinerlei betrügerische Absichten unterstellen. Aber die verschiedenen Namen machen mich stutzig. Wäre es ein reeller Anbieter, müßte er doch sicherlich nicht auf diverse Konten ausweichen?

Hach…

Der neue Trailer zu Outlanders dritter Staffel. Ich bin glücklich. Die Serienmacher haben sich schon in den letzten beiden Staffeln einiges einfallen lassen, um die Charaktere ausgewogener zu gestalten als sie es in den Bücher sind. Ich kenne, wie gesagt, nur die Lord-John-Abenteuer, aber über Outlander Kitchen kommt man ja doch zwangsläufig mit einigen Infos in Berührung. Und nach dem, was ich bisher gelesen habe, finde ich beispielsweise Buch-Jamie total öde. In der Serie hat er Witz, Charme und gefällt einfach. TV-Claire darf Fehler haben; sie ist kurzsichtig und teilweise schlichtweg egozentrisch. Im Buch muß sie, wie Jamie, perfekt sein; sämtliche Probleme in ihrem und Jamies Leben beruhen daher immer auf den anderen, imperfekten Leuten um sie herum. Und so bibberte ich schon ein bißchen davor, was nun wohl in Staffel 3 mit Frank werden würde, der bei den Fans in dem Buch-Zeitraum überhaupt nicht gut wegkommt (was natürlich auch damit zusammenhängen könnte, daß sie Fans sind). Aber der Trailer gibt mir Hoffnung – ich hätte wissen sollen, daß ich den Machern vertrauen kann. (Es hilft sicherlich, daß Ron Moore, wie’s scheint, Sympathien für Frank hat und sein Hauptschreiber ist.) Das Drama in Claires und Franks Ehe ist eben, daß ihre Liebe ungleich verteilt ist. Die Serie ist darin wesentlich realistischer, aber auch tragischer als es die einseitige Schuldzuweisung der Bücher hinbekommt.

Ich bin immer noch beeindruckt von der großen und positiven Rezeption von Eine Frau in Berlin in arabischer Übersetzung. (Ich vermeldete deren Veröffentlichung bereits im Autorenblog.) Diese Übersetzung soll wohl auch sehr gut gelungen sein; viele Rezensenten loben die Arbeit. Aber auch inhaltlich scheint das Buch Männer wie Frauen gleichermaßen anzusprechen.

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„Not everyone lives to be old, but if you do, I think you owe it to those who didn’t. To tell the stories of those who shared your journey… for as long as they could.“

Nicht unpraktisch bei meinen sexlustigen Nachbarn auf der anderen Seite der Wohnzimmerwand war die Anschaffung der Fifty Shades Darker-DVD. Home cinema rules!
Der Film ist so lala – es fehlen die Farbstimmungen des ersten Teils (nicht unähnlich dem ersten und zweiten Twilight-Film); sehr amüsant hingegen das Nachholen einiger der klassischen Szenen des ersten Buches, die in dessen Filmadaption nicht gezeigt wurden. Ich sage nur: Liebeskugeln! Und ich bezweifle, daß ich jemals wieder dieses Wort hören kann, ohne an die vollkommen bizarre Unterhaltung zu denken, die ich mit meiner Mutter über das Thema hatte. Das trägt nun nicht gerade zum Erzählfluß bei, aber selbiger fehlte mir auch in der Romanvorlage, von daher… Dennoch werden selbst die wenigen dramatischen Szenen, die das Buch zu bieten hat, gnadenlos heruntergespielt. Es plätschert alles so vor sich hin. Schade, denn der Film hat auch einige eigentlich sehr amüsante Szenen – mehr davon wäre die Lösung!
Was ist auf der Plusseite zu verzeichnen? Dakota Johnson ist schön wie nie und rechtfertigt allein das Ansehen. (Jamie Dornan hingegen hat sich in den Jahren seit Teil 1 nicht ganz so gut gehalten.) Danny Elfman setzt seine gelungene Arbeit fort; überhaupt ist der Soundtrack wieder ausgezeichnet.

Teil 3 folgt wie immer am Valentinstag (2018), und a propos hier noch der Link zum entrüsteten Artikel im PureFlix-Blog: https://insider.pureflix.com/news/old-fashioned-a-christian-alternative-to-50-shades-darker

Nachdem ich das Wochenende hindurch wieder einmal… zweimal, dreimal… zuhören mußte, wie meine neuesten Nachbarn Sex hatten (das Mädel hätte echt Chancen in der Pornobranche), ein etwas… anderer Beitrag heute.

Lord John Grey ist ja nur meine neueste Entdeckung in Sachen homosexueller Romane… nein, falsch, Romane mit homosexuellen Hauptfiguren. Romane können nicht schwul sein. Jedenfalls, die neueste und eine der besten und in historischer Literatur bisher auch die einzige. Aber eines Tages nach zu viel Mills & Boon mit viel Waten durch Frösche, um dann und wann einen Prinzen zu finden, mußte einfach mal eine Abwechslung ran. So landete ich beim eBook-Ableger Carina der gleichen Verlagsgruppe, die größere Bandbreite an Möglichkeiten (nicht nur sexueller Natur) zuläßt. Inzwischen herrscht leider auch dort die Inflation der (schwulen) Frösche. Aber zwei meiner damaligen Entdeckungen sind auch jetzt noch zwei meiner wiederholt gelesenen Bücher: The Stolen Luck von Shawna Reppert und Bad Judgment von Sidney Bell. Abgesehen vom „male/male“-Genre, wie Carina das tituliert, haben beide nichts miteinander gemein. The Stolen Luck ist Fantasy, wobei das world building zugunsten der Handlung zurücksteht… gute Entscheidung. In ganz groben Zügen basieren Land und Historie auf den USA, mit über das Meer gekommenen menschlichen Siedlern, die die einheimischen Elfen bekämpften und verdrängten, sowie dem sklavenhaltenden Süden und dem „freien“ Norden. Aber das ist im Grunde auch alles, was man über das Setting erfährt. The Stolen Luck ist sehr wenig explizit und setzt mehr auf Gefühle, dabei auch auf die grundlegende Frage, was Sklavenhaltung einem Menschen antut, nicht nur dem Sklaven, sondern auch dessen Besitzer. Schönes Erstlingswerk, manchmal etwas vorhersehbare Wendungen.
Bad Judgment ist sehr viel expliziter und besticht vor allem durch das Zusammenspiel seiner großartigen Charaktere. Modernes Setting, Wirtschaftskrimi und Rachestory, aber auch mit viel Witz.
Die Bücher des bekannten Schwulen-Autors Sean Michael hingegen erfüllen den Spruch „Kennste einen, kennste alle“. Sie sind alle gleich, mit den ewig gleich aussehenden Charakteren und wirklich 0% Plot. Die Charaktere essen was und haben Sex. Dann haben sie Sex und essen was. Wiederholung beliebig oft. (Vielleicht basierend auf meinen Nachbarn, hmm…)
„Female/female“-Geschichten sind extrem selten. Ich habe eine einzige gefunden, Cathy Pergaus Deep Deception, die vor allem von ihrem Setting (Science-Fiction-Krimi) lebt. Charaktere und Handlung schwächeln ein bißchen, aber das Lesen lohnt sich allein wegen der atmosphärisch dichten Schilderung.

Nebenbei: Der neueste Gabaldon, die Anthologie Seven Stones to Stand or Fall, ist hauptsächlich eine Neuauflage von A Trail of Fire, aber dazu mit zwei(!) neuen Lord-John-Geschichten! Für die doppelt kaufen müssenden Fans natürlich klare Abzocke; für mich, die die enthaltenen Geschichten sowieso noch „in echt“ (=nicht Kindle) kaufen wollte, extrem praktisch. Es fällt auf, daß der gute Lord John ab Jamaica im Zölibat zu leben scheint. (Ist vielleicht auch schlau. Mich schaudert bei der Vorstellung, was er sich alles einfangen kann.) Dafür bekommen wir endlich die berüchtigte Geschichte von Hal und Minnie und dem Kaminvorleger serviert…

In Joseph Sheridan le Fanus Gruselgeschichte A Strange Event in the Life of Schalken the Painter, die 1839 erschien und von Schalcken und seinen Gemälden inspiriert wurde, heißt es: „Bilder gibt es, die, ich weiß nicht auf welche Weise, in uns die Überzeugung befestigen, wir hätten es nicht nur mit irgendwelchen Idealgestalten und erdachten Kombinationen zu tun, wie sie dem Künstler durch den Sinn gegangen sein mögen, sondern mit Szenen, Gesichtern und Situationen, welche in Wahrheit existiert haben.“ Der Erzähler bezieht sich insbesondere auf ein erfundenes Gemälde, das die Schlüsselmotive des schaurigen Märchens im Stile von Herzog Blaubarts Burg darstellte. Obwohl die Handlung komplett erfunden ist, enthält sie jene Elemente, die auch die Betrachter von Schalckens Bildern in ihren Bann ziehen: die mysteriöse, evokative Welt der Nacht, die ein bevorzugtes Terrain von Künstlern und Liebenden ist. Und wie im Zitat erwähnt, verknüpft die erfolgreiche Inszenierung einer idealisierten Künstlerpersönlichkeit Schalckens Leben schlussendlich noch enger mit seiner Arbeit. Auf diese Weise scheint seine Bildwelt bereits die Imagination der Gothic Novel anzukündigen, und seine Umarmung der enigmatischen und poetischen Aspekte des künstlerischen Prozesses lässt den Aufschwung der erotisierten Künstlerateliers im 18. und 19. Jahrhundert erahnen. […] In den Darstellungen des Eros veranschaulicht Schalcken die Kunst und das Begehren als etwas, was auf ewig miteinander verschmolzen ist und sich in den einsamen und inspirierten Nachtstunden offenbart.

In der BBC-Doku-Serie Omnibus, die, wenn man mal auf YouTube nachsieht, sich mit Kunst in all ihren Bandbreiten befaßt, war Schalcken the Painter insofern die Ausnahme, daß es sich um eine rein fiktive Geschichte handelt. (Sie lief, so die Info, anstelle der üblichen Weihnachtsgeistergeschichte. Weihnachten? Geistergeschichte? Diese spleenigen Briten…) Dennoch erzählt der Film über Kunst, weniger über Schalckens Werke per se – obwohl natürlich einige gezeigt werden und gerade die dafür in Szene gesetzten Modelle großartig anzusehen sind –, sondern über die niederländische Schule seiner Zeit, die Leidener Feinmalerei, als deren Begründer sein Lehrmeister Gerrit Dou gilt.

Das Clevere an Schalcken the Painter ist, daß er über diese Kunst erzählt, indem er sie zeigt, nicht darüber doziert. Vordergründig stellt die Handlung le Fanus Geschichte dar, eine hoffnungs- und herzlose Geschichte über Gier in all ihren Gewändern. Le Fanus Geschichten sind nie offenkundiger Horror, nicht, was wir heute unter diesem Begriff verstehen, und auch der Film setzt höchst selten auf Effekte. Aber die Bilder zu dieser Handlung sind im Stile der Leidener Künstler gehalten. Wir sehen viele Totalen oder Halbtotalen, langsame, ruhige Schnitte. Der Dialog ist auf das nötigste beschränkt; die größte Textmenge dürfte der Erzähler haben, und selbst diese ist überschaubar.

Auch andere Künstler schauen mal vorbei…

Allerdings versäumt der Film, viel von Schalckens Werk abseits seiner Lehrstube zu schildern, also gerade das, was seinen eigenen Stil ausmachte. Nur das allgegenwärtige Kerzenlicht darf natürlich nicht fehlen. Sicher: Im Sinne le Fanus muß etwas Ominöses an dieser Wandlung sein, und der Witz, der Schalckens Bilder auszeichnet, geht komplett unter. (Dabei hatte auch le Fanu eine humorvolle Ader, wenn man beispielsweise an The Room in the Dragon Volant denkt.) Aber der Sprung von Statik im Sinne der Leidener zu der Bewegung in Schalckens späteren Bildern fehlt, wenn logischerweise der Film hier folgen sollte. Wir sehen sie bestenfalls im Showdown.

Dennoch ein sehenswerter kleiner Film.

Donnerstag abend lief, wie so oft, unser Keller voll. Ist zwar eine Sauarbeit, aber verglichen mit den Großeinsätzen, die die Feuerwehr an dem Tag fuhr, natürlich Peanuts. Wir konnten die Fluten immerhin in die tiefergelegene Waschküche schippen und dort lagern. Denn: 112 war über Stunden besetzt. Das Problem ist wahrhaftig nicht die überlastete Feuerwehr, sondern die Frage: Wie kann es sein, daß man den Notruf nicht erreicht? Zumindest über so einen langen Zeitraum? Was wäre gewesen, wenn unser Haus gebrannt oder sonstwie Lebensgefahr bestanden hätte? Pech?
Diese Krisen-Rush-Hour war übrigens nicht das einzige Mal, daß das passiert wäre, wie eine Kollegin berichtete, die mehrmals an „ganz normalen“ Tagen versuchte, Hilfe für betagte Nachbarinnen zu rufen und niemanden erreichte.

Die Idee, das frühere 110 (Notruf) und Feuerwehr (112) zusammenzulegen, war an sich schon extrem dumm. Und zumindest hier in Hannover zeigt sich, daß da sogar etwas gefährlich dumm läuft.

Ich habe es lange schleifen lassen, aber nun ist es endlich soweit: Das aktualisierte Werkverzeichnis von Theodor Kleehaas ist hochgeladen und wie immer rechts im Menü zu finden. Es gibt allerlei Neues.

Gemalte Verführung

English translation in the comments section.

Als ich Lord John and the Private Matter fürs Kindle kaufte, erhielt ich das phantastische Cover des britischen Paperbacks. (Interessanterweise ist es in der Datei selbst nicht enthalten.) Später, als ich beschloß, mir auch die realen Bücher zuzulegen, mußte ich etwas suchen, bis ich die richtige Ausgabe fand – denn es *mußte* dieses Cover sein!

Kunstbanausin, die ich mitunter bin, war ich überrascht zu sehen, daß das Bild nicht extra angefertigt wurde, sondern ein Ausschnitt aus „Self Portrait by Candlelight“ von Godfried Schalcken (so die Angabe) ist. Wer immer für diese Wahl verantwortlich zeichnet, ist ein Genie. Das Gemälde fängt die Stimmung des Romans perfekt ein. Das Blutrot des Vorhangs, das dem Rot eines Offiziersrocks entspricht; die rätselhafte Halbdunkel-Atmosphäre; der leicht feminine Touch des jungen Mannes, teils leger, teils sinnlich mit offenem Kragen und komplett mit einem grünen Gewand, das eine so große Rolle in der Handlung spielt.

Natürlich mußte ich mich dann erst mal schlaumachen über Herrn Schalcken, den ich in meiner Ahnungslosigkeit für einen Deutschen hielt. Die englische Wikipedia belehrte mich schnell eines besseren, denn der gute Mann war Niederländer. Ansonsten waren die Infos eher spärlich. Ohne große Hoffnung wechselte ich in die deutsche Wikipedia (dort ist er unter der latinisierten Form seines Vornamens eingetragen), die üblicherweise weniger ergiebig ist – und fand Unmengen an Informationen. Denn: Das Wallraf-Richartz-Museum Köln zeigte 2015/16 die weltweit erste Schalcken-Ausstellung. Der Katalog wurde sofort gekauft.

Schalckens überaus faszinierende Genrebilder schildern intime, dramatisch in Licht und Schatten gehüllte Momente der Liebe und Leidenschaft. Seine Kompositionen sind mit Hinweisen auf die Eros-Bildtradition der frühen Neuzeit gespickt, untergraben diese aber zugleich und bieten dem Betrachter so mehrere Deutungsmöglichkeiten. […] Zum einen stellte er Szenen mit romantischen und erotischen Handlungen dar, die den Nachdruck auf das voyeuristische Vergnügen des Betrachters legten. Zum anderen entwickelte er das Nocturne zu einem privaten Ort erotischer Beziehungen und starker Empfindungen. Und schließlich verknüpfte er in seinen Bildern den eigenen künstlerischen Schaffensakt mit amouröser Erfahrung und schuf so die Person des verführenden Malers der Nacht. […] Seine dunklen malerischen Welten schwelgen in erotischen Konnotationen und emotionaler Intimität. Die Nacht erzeugt und verbindet in seinen Werken romantische und künstlerische Kreation.

Ich schwelgte in dem Katalog, wie ich es im dürftigen Ramsay-Wälzer leider nicht konnte. Schalcken, so lernte ich, war zu seiner Zeit ein Starkünstler, der Höchstpreise für seine Arbeiten verlangen konnte. Neben seinen meisterhaften Lichteffekten ist es besonders die lebensechte Wiedergabe von Texturen, die in seinen Werken begeistert. Erst im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts geriet er nach und nach in Vergessenheit.

(Scan aus dem Katalog. Ich bedauere die etwas schwache Qualität.)

Untötbare Mythen gibt’s auch (Marta und die Ehre der deutschen Frau lassen grüßen): Der Katalog zitiert zwei Quellen, darunter Walpole, der auch in den Lord-John-Abenteuern auftaucht, die das schlechte Benehmen Schalckens kritisieren, William III. mit Kerze ohne Leuchter darzustellen (so daß ihm das Wachs auf die Finger tropfen muß, wie plebejisch!).

Die Schalcken-Biografen des 18. Jahrhunderts bezogen sich offenkundig mehrheitlich auf diese verunglimpfende Anekdote, um seinen vermeintlich ungehobelten Charakter herauszustellen. […] Offensichtlich sind diese literarischen Quellen sehr ungenau, da die Kerze auf dem hier behandelten Gemälde deutlich erkennbar in einem Leuchter steckt.*

* Hecht […] entwickelte die Theorie, dass Weyerman das Porträt von Willem III. mit Schalckens Selbstporträt verwechselt hatte, in welchem der Dargestellte tatsächlich eine Kerze ohne Leuchter in der Hand hält.

Soviel dazu. Dennoch findet sich diese Behauptung immer noch in der englischen Wikipedia. War da was mit Marta und der Ehre der deutschen Frau?

Extrem anzügliches Bild: „Das Pfänderspiel“ („Vrouwtje kom ten Hoof“). Strip-Poker gab’s also auch damals schon. Der junge Mann im Bildzentrum, in dem man deutlich den Maler erkennt, hat schon Hose, Unterhose, Schuhe und Strümpfe sowie Rock verloren – und wie’s ausschaut, ist nun sein Hemd dran…

So manche von Diana Gabaldons Szenen in den Lord-John-Abenteuer kann man sich wunderbar als Schalcken-Gemälde vorstellen. Lavender House, zum Beispiel, oder die Kaminszene in Percys Zimmer; während so manche Begebenheit aus „Lord John and the Succubus“ an Schalckens Witz appellieren würde. Als Illustrator der Lord-John-Geschichten wäre er ein Traumkandidat gewesen.

Ebenfalls erfahren habe ich von einer Verfilmung einer Le-Fanu-Geschichte über Schalcken – aber das ist Thema eines anderen Beitrags.