Feeds:
Beiträge
Kommentare

Mal so gesagt

I sorta, kinda liked The Golden Compass (née Northern Lights), even though Pullman’s simplistic, evangelical atheism is plainly apparent by the novel’s end. But after the first novel, the trilogy is a dismal affair, the sort of atheism that makes me ashamed of being an atheist. By the third book, the story has taken a backseat to Pullman’s unceasing proselytizing. I hear people talking about how a book made them want to throw it across the room, and mostly I take that sort of talk as hyperbole. But, truly, The Amber Spyglass made me want to, literally, throw it across the room. To quote Dorothy Parker, „This is not a novel to be tossed aside lightly. It should be thrown with great force.“

(Caitlín R. Kiernan)

Advertisements

Mal so gesagt

I am sure [Alexa] is spying on us, but otherwise it is an interesting addition to the household. She is just another version of a long tradition of servants placed in households as spies … 🙂

(Diane Reynolds)

Mal so gesagt

I miss the Good Ol‘ Days, when it was only the evangelicals on the Far Right telling me what I could read and what I could say and write. I never thought I’d be getting the same censorious fascist shit from „progressives“ on the Left. But here we are, with „progressives“ arguing that free speech is an impediment to a perfect and just society.

(Caitlín R. Kiernan)

Bilanz 2018

Die Jahresrückschau. Was gibt es zu erwähnen?

Meistgelesener Beitrag in diesem Blog: Die Symbolik in der Filmadaption von Die Marquise von O (Ich habe die Vermutung, er ist irgendwo verlinkt. Ähnlich wie der – ebenfalls sehr erfolgreiche – Rübezahl-Artikel, von dem ich ja irgendwann erfuhr, daß er auf Wikipedia zitiert ist…)

Bestes gelesenes Buch in 2018: Behind the Lawrence Legend von Philip Walker

Bester neuentdeckter Autor: E. M. Forster

Sonstiges:

Haus gekauft und im Laufe des Jahres jede Menge Handwerker kennengelernt (und finanziell unterstützt)
Vorher/Nachher in Aktion:

Bauarchäologie in Aktion:

Beinahe neues Recherchethema gehabt, aber leider von allen Seiten blockiert. (Ist vielleicht auch besser für mein armes Konto.)

Depression schlimmer denn je. Noch so ein Jahr möchte ich nicht erleben.

Dank Bella Kotak (ja, ich weiß – ihre Arbeiten wiederholen sich schnell, aber für den Moment finde ich sie einfach schön) stöberte ich ein bißchen herum, was in den letzten Jahren Neues zu Labyrinth erschienen ist, und fand das etwas grandios betitelte Jim Henson’s Labyrinth – The Ultimate Visual History. Ich bin grundsätzlich skeptisch, wenn sich etwas als „ultimate“ tituliert, denn früher oder später wird immer etwas mit mehr und neuen Infos publiziert werden, aber das Buch ist wirklich sehr gut gemacht. Erschienen natürlich 2016, zusammen (wie das Buch zeigt) mit der BluRay-Ausgabe des Films sowie vielen anderen Veranstaltungen zum Thema. Nein, ich äußere mich jetzt nicht zu Geschäftssinn und dem Einfluß von populären Toden auf das Käuferverhalten.

Labyrinth ist ein sehr weiser, kreativer, nie ganz ernstzunehmender Film mit einem guten Herzen und viel schrägem Humor – nicht umsonst war Monty Pythons Terry Jones einer der Drehbuchschreiber. Heutzutage, im CGI-Zeitalter, ist kaum vorstellbar, welcher Aufwand dafür betrieben wurde. (Ich glaube, nur Guillermo del Toro schwört heute noch auf Animatronics, und auch er arbeitet natürlich zusätzlich mit Computergraphiken.) Obwohl 1986 nicht sonderlich erfolgreich, hat Labyrinth sich über die Jahre zu einem „Kultfilm“ entwickelt und besitzt ein großes Fandom, wobei ich da Abstriche machen würde – gerade viele weibliche Fans haben offensichtlich seine Aussage kein bißchen verstanden.

The Ultimate Visual History nun feiert die Kreativität und auch das Durchhaltevermögen all der vielen beteiligten Personen. Als Tribut an den Film und die Leute dahinter ist es definitiv (ultimativ?) ein würdiges Werk.

A Passage to India

Im Zuge meiner Begeisterung für E. M. Forster (danke, Mr. Lawrence!) sah ich nun A Passage to India. Es ist ein merkwürdiger Film. Nicht im geringsten schlecht, aber für eine Produktion von 1984 wirkt er seltsam anachronistisch – und das nicht, weil er ein Historienstück ist. Auch in den 80ern wurden period films gedreht, und man sieht die Ära ihrer Entstehung immer! A Passage to India hingegen sieht eher aus wie ein Werk aus den frühen 60ern oder vielleicht späten 50ern. (Ich bin sicher, jemand mit Ahnung von technischen Aspekten könnte mir den Look erklären.) Ist nun nicht ganz überraschend, war das doch die große Zeit von Regisseur und Drehbuchschreiber David Lean. Aber eben… seltsam. Es irritierte mich die gesamte Zeit, vielleicht mehr als es jeder 80er-Horror gekonnt hätte.
Der Film sahnte zwei Oscars ab, für Leans erprobten Score-Schreiber Maurice Jarré, den ich hier eher zurückhaltend fand, und für Peggy Ashcroft als Mrs. Moore, was definitiv verdient ist – eine wundervolle Darstellung!

Nun ja, der Trailer ist sehr 80er.

Mehr Bella Kotak :)

Bibber.
Ein langer Hintergrund- und „Verwandte Themen“-Bericht in Bellas Blog hier.

Noch ein Video zu Bella Kotaks Arbeit – die Schirmszene ist eindeutig das Highlight. 🙂

Wie vermutet, sagte mir Michael Yardleys Backing into the Limelight sehr zu. Und ich nehme an, er steht bei den Lawrence-Fanatikern auf der Schwarzen Liste „detractors“.
Dabei ist seine Kritik an T. E. Lawrence, wo vorhanden, milde – aber begründet. Viel schwerwiegender ist, daß er, soweit mir bekannt, der einzige Autor war, der endlich mal Klartext redete, was die Auflagen und Aktionen der Copyright-Inhaber, namentlich A. W. Lawrence, betraf. Und das ist schon eine ganz üble Nummer. Wir sprechen hier von Zensur, von Mundtotmache, vom Versuch, Bücher zu verbieten, deren Wortlaut nicht gefiel. Und man fragt sich, wozu. Die Literatur, die bis zu Aldington (vom vergessenen Robinson abgesehen) über Lawrence erschien, war eine einzige lahme Lobhudelei. Ich kann sie wirklich nur in Maßen genießen, bevor mir vor lauter Zuckerguß schlecht wird oder ich vor lauter Langeweile einschlafe. Viele Jahre später, nachdem die Katze längst aus dem Sack war und sich kritische Auseinandersetzung mit Lawrence als durchaus wertvoll für die Forschung erwiesen hatte, holte Bruder Arnold dann Jeremy Wilson ins Boot, der ja bis kürzlich die Fahne hochhielt. (AWL irrte sich in der Dokumentation Lawrence and Arabia: Er wäre der Petrus oder Jacobus der Lawrence-Religion gewesen – die Paulus-Rolle füllte Wilson aus.)
Ich vermute, viele der früheren Aktionen hatten damit zu tun, daß die Mutter noch lebte und man sie von Negativpresse verschonen wollte. (Warum? Sie war auch keine Heilige.) Den Toten kann es nicht mehr schaden. Es verletzt höchstens die Gefühle der Angehörigen und Freunde, aber deshalb zu versuchen, einen der Grundpfeiler der Demokratie auszuhebeln? Das ist Selbstsucht hoch drei.

Above all else, the suppression of any book (even only a temporary suppression) is a dangerous precedent, especially when the grounds for such an action are basically that the book presents new and unpopular (or even inaccurate) aspects of a national figure.

(Charles Curran, zitiert von Yardley nach Knightley)

Yardley nun publizierte ganz offen und, wie es scheint, mit einer gewissen diebischen Schadenfreude die Tatsache, daß auch er nur unter Auflagen aus Seven Pillars zitieren durfte. Er enthüllt mit einem sichtbaren breiten Grinsen das Vorhandensein eines Vertragsentwurfes zwischen The Sunday Times (für Knightleys und Simpsons wegweisendes Buch) und A. W. Lawrence im IWM (ihre Werke folgen ihnen nach, Prof. Lawrence – Sie waren doch so bibelfest), in dem festgelegt wurde, welche Phrasen sie zu verwenden hätten. Er lobt Knightley und Simpson für ihr Geschick, ihre Arbeit davon nicht kompromittieren zu lassen, und es stimmt: Die Zitate sind alle vertragsgemäß vorhanden, aber clever in die Betrachtung eingebunden: „Professor Lawrence ist der Meinung… sieht die Sache so… glaubt das und das… während die Autoren der Ansicht sind… Die Fakten hingegen sprechen für…“ Das ist nebenbei auch richtig gute wissenschaftliche Arbeit: Zwei Positionen vorzustellen.

Guter Job, Mr Yardley. Danke dafür.

Mal so gesagt

She watched the passersby and despaired that she saw in none of them „any beauty of soul. … But perhaps one may be too careless,“ she feared. The horror was outside, but also within. „I have become desperately unloving – so easily disgusted.“

(Ottoline Morrell, in Bill Goldstein, The World Broke in Two)