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Archive for the ‘Umwelt’ Category

Going out with a bang

Staff at a crematorium in Bolton, UK were alarmed by an explosion in January, we hear. It turned out that the relatives of the deceased had put a coconut inside the coffin; the heat of the oven caused it to explode.
Leaving aside the obvious question of why a coconut should be thought an appropriate item to accompany the crematee to the other side, it appears that the problem is not uncommon – and getting more common all the time. Indeed, Bolton Council has had to urge mourners not to slip items into coffins.
„We have seen a rise in things like e-cigarettes, bottles of whisky and vodka, golf balls – sometimes golf clubs – and mobile phones,“ Donna Ball, assistant director of community services, told the BBC. „Mobile phones in particular are a real issue for us.“
It is not only the explosion risk of battery-powered items that is a problem – they also push crematorium emissions up to „unacceptable levels,“ Ms Ball said.

Aus HCB Monthly (=Hazardous Cargo Bulletin), March 2018

Dinge, über die man sich nie Gedanken macht. Aber mal ehrlich… Hier der Link zum BBC-Artikel: http://www.bbc.com/news/uk-england-manchester-42920984

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Ebenfalls rechtzeitig zu Weihnachten erschien die DVD zu An Inconvenient Sequel: Truth to Power. Während sein Vorgänger, An Inconvenient Truth, „nur“ die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels einem breiten Publikum bekannt machte sowie Lösungen vorstellte, packt der zweite Film auch ein heißes Eisen an: Die Politik und Machtstrukturen, die untrennbar damit verbunden sind.
Das ist etwas, das sich viele Menschen nicht klarmachen. Umweltschutz (und Filme wie dieser) sind etwas für die Grünen, für die Ökos, ist so die allgemeine Einstellung. Daß aber viele andere Probleme, die in unserer Gesellschaft wie auch in der Politik für dringlicher gehalten werden, damit zusammenhängen; daß diese Probleme nicht in einem Vakuum entstehen; das wollen die wenigsten wissen.

Nun ist Trump natürlich in aller Munde; ich frage mich, was die Presse ohne ihn getan hätte. Aber picken wir uns im Kontrast mal die deutsche Klimapolitik heraus. Vorreiter in der Energiewende wollten wir sein, hieß es. Inzwischen heißt es volle Kraft zurück. Landläufig wird wieder einmal die grüne Energiewende als zu teuer dargestellt, und aus irgendwelchen Gründen wagt sich keine Presseplattform daran, diese Behauptung zu beleuchten. Tatsache ist zum Beispiel, daß Atomstrom subventioniert wird. Ja, mit Steuergeldern. Tatsache ist ebenfalls, daß, ja, auch die Erneuerbaren subventioniert werden, aber sie werden dafür bezahlt, daß sie einen großen Teil ihres produzierten Stroms nicht einspeisen. Das ist ein so absurdes System, daß es seinesgleichen sucht. Der Grundgedanke dahinter ist nämlich folgender: Insbesondere Atomkraftwerke brauchen eine lange Zeit, um herunter- und wieder heraufgefahren zu werden. Windkraftwerke hingegen brauchen nur einen Bruchteil dieser Zeit. Das heißt, daß in Zeiten von zu viel Stromproduktion natürlich an die schneller reagierenden Produzenten herangetreten wird. Soweit macht es Sinn. Aber nun kommen wir zum Knackpunkt. Trotz erklärter hoher Energiewendeziele werden die fossilen Werke weiterhin nicht stillgelegt und durch erneuerbare Energien ersetzt. Denn das Stichwort ist die von gewissen Interessensvertretern geschürte Angst vor der Stromlücke. Was, wenn die Erneuerbaren einmal nicht genug Strom produzieren? Nein, nein, wir brauchen die guten alten verläßlichen fossilen Erzeuger… Und so sind die Erneuerbaren teuer, nicht, weil sie gebaut werden und Strom produzieren, sondern weil sie dafür entschädigt werden, ihn nicht einzuspeisen und damit den Fossilen Konkurrenz zu machen. Und in Kurzform heißt es dann überall: Die Erneuerbaren sind teuer.

Das ist Politik. Und das sind die Machtstrukturen, die ein großes Thema in An Inconvenient Sequel bilden.

Wir sehen diese Art von Tatsachenumschreibe derzeit überall, nicht nur in der Energiepolitik. In den letzten Jahren sind Diktatoren und Möchtegerndiktatoren emporgeschossen wie die Pilze, und mit ihnen kam eine neue Welle von Geschichtsumschreibung, Tatsachenverdrehung und Fehlinformation. Und leider sind viele Menschen nur zu gern bereit, sie zu glauben. Auch das ist so ein Punkt. Das arme, unterdrückte Volk ist nicht unbedingt immer ein Opfer.
Ich möchte hier nicht den inflationär gebrauchten Begriff „fake news“ verwenden, denn jeder verwendet ihn für das, was er dafür hält. In einer Universitätszeitschrift war es, meine ich, daß jemand einen der Slogans des Wissenschaftsmarsches, „Fakten haben keine Alternativen“, in der Luft zerriß. Wer immer dieses Plakat schwenkte, so seine Aussage, war definitiv kein Wissenschaftler. Denn die unterschiedliche Interpretation von Fakten gehört zum wissenschaftlichen Diskurs. Mit Platitüden und Schlagwörtern kommt man also auch bei aller guten Absicht nicht weit.

Am sehr prominenten Beispiel Al Gores stellt An Inconvenient Sequel den langen, harten und oft frustrierenden Kampf eines Aktivisten dar. Der Film beginnt mit Angriffen, besseren Verhören, den Versuchen, seinen Ruf zu untergraben, seine Qualifikationen zu hinterfragen, kurz, ihn als unglaubwürdig erscheinen zu lassen – ihn unschädlich zu machen. Doch Gore glaubt nicht nur, er ist überzeugt davon, daß die Wahrheit (im Sinne Gandhis) eine Macht in sich selbst ist, vor der sich über kurz oder lang niemand verschließen kann. Er sieht den Kampf um die Rettung unseres Planeten in einer Tradition mit der Bürgerrechtsbewegung, der Feminismusbewegung, der Homosexuellenbewegung, der Anti-Apartheid-Bewegung. Alles lange, zähe und von vielen Rückschlägen gekennzeichnete Kämpfe um Wahrheiten, die es wert sind, gekämpft zu werden.

Ich mag die Ästhetik des Musikvideos.

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Die etwas andere Idee

Klingt teilweise sehr schräg, ist aber ein interessantes Konzept. Entdeckt durch die Solar Today.

MAMMOTH from Grant Slater on Vimeo.

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Endlich habe ich es geschafft, Deepwater Horizon zu sehen. Nach dem ausführlichen Artikel im Chemical Engineer 905/2016 (Nov.) war ich einerseits interessiert, andererseits aber skeptisch. Über die Umweltfolgen sei genug berichtet worden; man wolle sich den menschlichen Tragödien widmen. Hmpf, dachte Schnabeline, der ehrlich gesagt die Natur erheblich wichtiger ist als die blöde Menschheit.

Überrascht war ich nun davon, wie gut mir der Film tatsächlich gefiel. Zwar verdreht er die Tatsachen auf gewagte, aber originelle Weise, indem Mutter Natur als der Feind der Menschheit dargestellt wird: Das Öl als „Monster“, als „wütende Dinosaurier“, der Vogelschlag… vs. die Ölbohrplattform, die verglichen wird mit einem Werk Gottes; das Vaterunser mit Betonung des „deliver us from evil“. Etwas zweideutiger die vielen Szenen, die die Abhängigkeit unserer Gesellschaft vom Erdöl zeigen; ich tendiere dazu, sie in den selbigen Kontext gestellt zu sehen („Was unsere Gesellschaft alles Tolles mit Öl machen kann, und wie viele Jobs dadurch existieren!“) statt Abhängigkeit jedweder Art als etwas Negatives zu zeigen.

Dennoch ist Deepwater Horizon kein stumpfer Actionfilm mit Feuerbällen. Visuell ist er umwerfend; den Soundtrack muß ich mir unbedingt zulegen; die vielen Omen und Spiegelszenen erfreuten, und zum ersten Mal war ich von Kurt Russell beeindruckt, den ich bis dato nie riechen konnte. Als knorriger Kapitän des untergehenden Schiffes ist er phantastisch. Nebenbei wird einem so einiges über den Aufbau und das Prozedere einer Ölplattform beigebracht, und entgegen anderslautender Kritiken fand ich John Malkovich (mit Louisiana-Dialekt, zu schön!) gar nicht mal so klischeeschurkig. Eher sehr realschurkig – diese Art Manager und Entscheidungsträger, die lieber an wesentlichen Dingen sparen statt weniger Rendite herauszuholen, kennt man nur zu gut.

Es bleibt natürlich trotzdem zu sagen: Auch wenn’s der Film anders zu vermitteln versucht, Mutter Natur führt auf Deepwater Horizon keinen Krieg gegen die Menschen. Sie wehrt sich nicht einmal. Diese Katastrophe war haus- und menschengemacht.

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„[…] Aber hast du einmal darüber nachgedacht, wie schwer es ist, das Leben zu bejahen? Die meisten Menschen, die das als gesunde Weltanschauung predigen, bejahen gar nicht das Leben, sondern sie bejahen nur sich selbst. […] Das Leben bejahen, heißt alles Leben bejahen, sich selbst in Andacht eingliedern in alles brüderliche Dasein anderer Geschöpfe. […]“

Manfred Kyber: Die drei Lichter der kleinen Veronika

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Es blieb heiß!

Und meine Dauerfrage blieb auch hier, ob meine Mitreisenden meinten, mit einem dahergesagten Gebet und einer Predigt sei dem Glauben Genüge getan?

Durch das Jordantal, ein ödes Niemandsland, ging es zur Taufstelle. Über Jordaniens wichtige Rolle als Vermittler hatten wir schon einiges erfahren; im Westen ist das so gut wie unbekannt.
Der Jordan ist nach europäischen Maßstäben ein besserer Bach. Viele Christen erneuern hier im Jordanwasser ihre Taufe; es gibt dafür extra Taufgewänder und Duschen für hinterher. Vorherrschend sind vor allem die Fliegen, die man nicht los wird, aber auch nie erwischt, wenn sie erschlagen möchte. Die Gruppe hielt Andacht, ich saß wie immer ein Stück entfernt und hielt sie auf meine Art.

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Weiter zu den Ruinen von Jericho, die bisher so gar keine Bestätigung der biblischen Ereignisse herausrücken. Mit der Seilbahn schwebten wir dann hinauf zur Station unterhalb des orthodoxen Versuchungsklosters, wo ich mich wieder einmal fremdschämen mußte über die sangesfreudige Gruppe.
Dummerweise hatte unser Guide nicht das Schild gesehen, daß eine einstündige Mittagspause der Bahn von halb eins bis halb zwei verkündete – Freitagsgebet der Muslime. Wir waren also unter Zeitdruck auf dem Berg gestrandet. Nun konnte er immerhin die Betreiber dazu bewegen, unsere Gruppe als erstes nach unten zu befördern… aber wie üblich dauerte es ewig, bis sich die Masse überhaupt dazu aufschwang, mal das Lokal zu verlassen. Schnabeline schämte sich in Grund und Boden.

Qumran versprach spannend zu werden; leider kam zuerst das Mittagessen im angeschlossenen Selbstbedienungsrestaurant, das a) völlig überlaufen und b) dreckig war. Uns schauderte. In brütender Hitze schritten wir dann über das Ruinenfeld und schafften es, recht gut zwischen den Touristenströmen zu navigieren.

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Der beste Programmpunkt war dann das Tote Meer! Obwohl die Umweltschützerin in mir natürlich entsetzt ist über das Verschwinden dieses Binnenmeeres, dessen Ausmaße noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts unser Guide uns zeigte – es liegen kilometerweite Flächen dazwischen! Im Wasser hätte ich stundenlang bleiben können. Nur waren die meisten anderen offenbar keine solche Wasserratten wie ich, und ich wollte ihnen nicht zumuten, drei Stunden später nach mir suchen zu müssen, während ich selig auf den Wogen dahintrieb… also zwang ich mir Zurückhaltung auf. Was einem übrigens keiner erzählt: Man merkt trotz Nichtuntergehens sehr schnell, daß man die Bauchmuskeln mehr trainieren sollte!

Nun ging es hinauf nach Jerusalem, das wir am Anfang der Reise schon durchfahren hatten; denn Betlehem und Jerusalem sind inzwischen fast zusammengewachsen.
Unser Hotel war ein streng jüdisches, das sogar das Zertifikat für koscheres Essen bekommen hat und einen eigenen Shabbat-Aufzug besitzt (da ganz strenggläubige Juden am Shabbat keinen Knopf drücken dürfen). Jetzt, am Freitagabend, war es voll mit feiernden Juden. Beim Essen hatte ich einen Blick auf eine feiernde Familie, und unser Guide erläuterte mir, was dort geschah. Die drei Söhne oder Schwiegersöhne waren keine praktizierenden Juden, denn sie hatten keine Kippah dabei; zwei legten sich schnell noch eine Serviette auf den Kopf, während der Patriarch der Familie den Wein segnete. Der dritte im Bunde jedoch verweigerte sich komplett. Man beobachtete also einen klassischen Generationenkonflikt; die Familie spielte mehr oder weniger mit, weil es Papa ja nun mal wichtig war…

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Im Grunde genommen natürlich ein sinnvoller Aufruf (Monsanto schlägt mal wieder zu): https://secure.avaaz.org/de/monsanto_dont_silence_science_loc_eu/?bnoyabb&v=57284

Nur mal ehrlich: Wer bitte stellt sich denn jetzt entsetzt? Oder vielmehr, wer nimmt ernstlich an, daß „Pflanzenschutz“-/Insektenvernichtungsmittel keine Auswirkungen auf den Menschen haben?
Trotzdem: Unterschreiben!

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Ich lerne ja gern dazu und gebe das Gelernte gern weiter.
Hier etwas, das ich aus dem Newsletter der kanadischen Gralswelt erfuhr: „The Ugly Christmas Sweater Day“! http://www.grail.ca/pix/news/news1412.htm

Und etwas Gelerntes aus Kommentaren zu einer MST3K-Episode auf YouTube. Jedes Land hat wohl seine Kultwerbungen. Diese, so erfuhr ich, hat in den USA legendären Status: „The Crying Indian“. Eine erfolgreiche Umweltschutznachricht.

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Inzwischen nehme ich’s ja mit Humor. Gerade mal wieder eine Rückmeldung aus Rußland erhalten, die mir nicht weiterhilft. Ich sollte das alles mal sammeln – ergäbe einen sehr skurrilen Eintrag. (Wobei ich davon ausdrücklich Gospodin U. aus Moskau ausnehmen möchte, dessen Hilfsbereitschaft seinesgleichen sucht!)


Es handelt sich um einen der längsten Romane der Literaturgeschichte. Sie können sich glücklich schätzen hier nicht mehr als einen Band dieses Briefromanes zu erwerben.
Aus dem ZVaB. Offensichtlich mochte der Anbieter den mehrbändigen Roman nicht.


Das hier ist was Ernstes, wer’s noch nicht kennt. Ich kann nur dringend zum Unterschreiben auffordern. http://stop-ttip.org/

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