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Archive for the ‘Umwelt’ Category

Die etwas andere Idee

Klingt teilweise sehr schräg, ist aber ein interessantes Konzept. Entdeckt durch die Solar Today.

MAMMOTH from Grant Slater on Vimeo.

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Endlich habe ich es geschafft, Deepwater Horizon zu sehen. Nach dem ausführlichen Artikel im Chemical Engineer 905/2016 (Nov.) war ich einerseits interessiert, andererseits aber skeptisch. Über die Umweltfolgen sei genug berichtet worden; man wolle sich den menschlichen Tragödien widmen. Hmpf, dachte Schnabeline, der ehrlich gesagt die Natur erheblich wichtiger ist als die blöde Menschheit.

Überrascht war ich nun davon, wie gut mir der Film tatsächlich gefiel. Zwar verdreht er die Tatsachen auf gewagte, aber originelle Weise, indem Mutter Natur als der Feind der Menschheit dargestellt wird: Das Öl als „Monster“, als „wütende Dinosaurier“, der Vogelschlag… vs. die Ölbohrplattform, die verglichen wird mit einem Werk Gottes; das Vaterunser mit Betonung des „deliver us from evil“. Etwas zweideutiger die vielen Szenen, die die Abhängigkeit unserer Gesellschaft vom Erdöl zeigen; ich tendiere dazu, sie in den selbigen Kontext gestellt zu sehen („Was unsere Gesellschaft alles Tolles mit Öl machen kann, und wie viele Jobs dadurch existieren!“) statt Abhängigkeit jedweder Art als etwas Negatives zu zeigen.

Dennoch ist Deepwater Horizon kein stumpfer Actionfilm mit Feuerbällen. Visuell ist er umwerfend; den Soundtrack muß ich mir unbedingt zulegen; die vielen Omen und Spiegelszenen erfreuten, und zum ersten Mal war ich von Kurt Russell beeindruckt, den ich bis dato nie riechen konnte. Als knorriger Kapitän des untergehenden Schiffes ist er phantastisch. Nebenbei wird einem so einiges über den Aufbau und das Prozedere einer Ölplattform beigebracht, und entgegen anderslautender Kritiken fand ich John Malkovich (mit Louisiana-Dialekt, zu schön!) gar nicht mal so klischeeschurkig. Eher sehr realschurkig – diese Art Manager und Entscheidungsträger, die lieber an wesentlichen Dingen sparen statt weniger Rendite herauszuholen, kennt man nur zu gut.

Es bleibt natürlich trotzdem zu sagen: Auch wenn’s der Film anders zu vermitteln versucht, Mutter Natur führt auf Deepwater Horizon keinen Krieg gegen die Menschen. Sie wehrt sich nicht einmal. Diese Katastrophe war haus- und menschengemacht.

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„[…] Aber hast du einmal darüber nachgedacht, wie schwer es ist, das Leben zu bejahen? Die meisten Menschen, die das als gesunde Weltanschauung predigen, bejahen gar nicht das Leben, sondern sie bejahen nur sich selbst. […] Das Leben bejahen, heißt alles Leben bejahen, sich selbst in Andacht eingliedern in alles brüderliche Dasein anderer Geschöpfe. […]“

Manfred Kyber: Die drei Lichter der kleinen Veronika

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Es blieb heiß!

Und meine Dauerfrage blieb auch hier, ob meine Mitreisenden meinten, mit einem dahergesagten Gebet und einer Predigt sei dem Glauben Genüge getan?

Durch das Jordantal, ein ödes Niemandsland, ging es zur Taufstelle. Über Jordaniens wichtige Rolle als Vermittler hatten wir schon einiges erfahren; im Westen ist das so gut wie unbekannt.
Der Jordan ist nach europäischen Maßstäben ein besserer Bach. Viele Christen erneuern hier im Jordanwasser ihre Taufe; es gibt dafür extra Taufgewänder und Duschen für hinterher. Vorherrschend sind vor allem die Fliegen, die man nicht los wird, aber auch nie erwischt, wenn sie erschlagen möchte. Die Gruppe hielt Andacht, ich saß wie immer ein Stück entfernt und hielt sie auf meine Art.

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Weiter zu den Ruinen von Jericho, die bisher so gar keine Bestätigung der biblischen Ereignisse herausrücken. Mit der Seilbahn schwebten wir dann hinauf zur Station unterhalb des orthodoxen Versuchungsklosters, wo ich mich wieder einmal fremdschämen mußte über die sangesfreudige Gruppe.
Dummerweise hatte unser Guide nicht das Schild gesehen, daß eine einstündige Mittagspause der Bahn von halb eins bis halb zwei verkündete – Freitagsgebet der Muslime. Wir waren also unter Zeitdruck auf dem Berg gestrandet. Nun konnte er immerhin die Betreiber dazu bewegen, unsere Gruppe als erstes nach unten zu befördern… aber wie üblich dauerte es ewig, bis sich die Masse überhaupt dazu aufschwang, mal das Lokal zu verlassen. Schnabeline schämte sich in Grund und Boden.

Qumran versprach spannend zu werden; leider kam zuerst das Mittagessen im angeschlossenen Selbstbedienungsrestaurant, das a) völlig überlaufen und b) dreckig war. Uns schauderte. In brütender Hitze schritten wir dann über das Ruinenfeld und schafften es, recht gut zwischen den Touristenströmen zu navigieren.

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Der beste Programmpunkt war dann das Tote Meer! Obwohl die Umweltschützerin in mir natürlich entsetzt ist über das Verschwinden dieses Binnenmeeres, dessen Ausmaße noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts unser Guide uns zeigte – es liegen kilometerweite Flächen dazwischen! Im Wasser hätte ich stundenlang bleiben können. Nur waren die meisten anderen offenbar keine solche Wasserratten wie ich, und ich wollte ihnen nicht zumuten, drei Stunden später nach mir suchen zu müssen, während ich selig auf den Wogen dahintrieb… also zwang ich mir Zurückhaltung auf. Was einem übrigens keiner erzählt: Man merkt trotz Nichtuntergehens sehr schnell, daß man die Bauchmuskeln mehr trainieren sollte!

Nun ging es hinauf nach Jerusalem, das wir am Anfang der Reise schon durchfahren hatten; denn Betlehem und Jerusalem sind inzwischen fast zusammengewachsen.
Unser Hotel war ein streng jüdisches, das sogar das Zertifikat für koscheres Essen bekommen hat und einen eigenen Shabbat-Aufzug besitzt (da ganz strenggläubige Juden am Shabbat keinen Knopf drücken dürfen). Jetzt, am Freitagabend, war es voll mit feiernden Juden. Beim Essen hatte ich einen Blick auf eine feiernde Familie, und unser Guide erläuterte mir, was dort geschah. Die drei Söhne oder Schwiegersöhne waren keine praktizierenden Juden, denn sie hatten keine Kippah dabei; zwei legten sich schnell noch eine Serviette auf den Kopf, während der Patriarch der Familie den Wein segnete. Der dritte im Bunde jedoch verweigerte sich komplett. Man beobachtete also einen klassischen Generationenkonflikt; die Familie spielte mehr oder weniger mit, weil es Papa ja nun mal wichtig war…

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Im Grunde genommen natürlich ein sinnvoller Aufruf (Monsanto schlägt mal wieder zu): https://secure.avaaz.org/de/monsanto_dont_silence_science_loc_eu/?bnoyabb&v=57284

Nur mal ehrlich: Wer bitte stellt sich denn jetzt entsetzt? Oder vielmehr, wer nimmt ernstlich an, daß „Pflanzenschutz“-/Insektenvernichtungsmittel keine Auswirkungen auf den Menschen haben?
Trotzdem: Unterschreiben!

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Ich lerne ja gern dazu und gebe das Gelernte gern weiter.
Hier etwas, das ich aus dem Newsletter der kanadischen Gralswelt erfuhr: „The Ugly Christmas Sweater Day“! http://www.grail.ca/pix/news/news1412.htm

Und etwas Gelerntes aus Kommentaren zu einer MST3K-Episode auf YouTube. Jedes Land hat wohl seine Kultwerbungen. Diese, so erfuhr ich, hat in den USA legendären Status: „The Crying Indian“. Eine erfolgreiche Umweltschutznachricht.

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Inzwischen nehme ich’s ja mit Humor. Gerade mal wieder eine Rückmeldung aus Rußland erhalten, die mir nicht weiterhilft. Ich sollte das alles mal sammeln – ergäbe einen sehr skurrilen Eintrag. (Wobei ich davon ausdrücklich Gospodin U. aus Moskau ausnehmen möchte, dessen Hilfsbereitschaft seinesgleichen sucht!)


Es handelt sich um einen der längsten Romane der Literaturgeschichte. Sie können sich glücklich schätzen hier nicht mehr als einen Band dieses Briefromanes zu erwerben.
Aus dem ZVaB. Offensichtlich mochte der Anbieter den mehrbändigen Roman nicht.


Das hier ist was Ernstes, wer’s noch nicht kennt. Ich kann nur dringend zum Unterschreiben auffordern. http://stop-ttip.org/

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Am Wochenende zu einer kurzen Stipvisite (hauptsächlich zur Feier) in der Heimat gewesen. Vor einigen Jahren war ich immer noch froh, hinzufahren; inzwischen sehe ich hauptsächlich, was dort von dem, was ich liebte, kaputtgemacht wird. Neueste Entwicklung seit den unsäglichen Biogasanlagen: Monokultur. Was da flächenweise an Mais angebaut wird, ist unfaßbar. Ich weiß immer nicht, ob die betreffenden Landwirte grundsätzlich kein Gewissen oder keine Liebe zu ihrem Beruf haben oder ob sie so knapp bei Kasse sind, daß sie nicht anders können.

Wir waren in der Freizeit, die uns blieb (Muttern war für den Blumenschmuck zuständig und daher etwas im Streß), im Garten von Bekannten – natürlich mit deren Erlaubnis – und ernteten Bohnen, Mangold, Rote Beete, Kartoffeln und Äpfel, versuchten uns an den Pflaumenbäumen in der Feldmark, deren Früchte allerdings schon überreif oder wurmstichig waren und damit an die begeistert heraneilenden Ziegen auf der benachbarten Weide verfüttert wurden, und besuchten auf dem Rückweg Vatterns Grab.

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Vermischtes.

Diese Rede (anläßlich der ersten Oxford German Olympiad) entdeckte ich dank Die deutsche Schrift und finde sie klasse. Nicht zuletzt die Anmerkungen in Sachen Übersetzung (Seite 3). Abendgymnasium. Ich kann völlig sachlich und ohne Angabe behaupten, daß ich eine der Besten des Englischkurses war. Aber dann bat mich unsere Lehrerin einmal, eine Passage ins Deutsche zu übersetzen, und ich kam aus dem Stottern nicht heraus. Wie Mr. Cornwell (John le Carré) in seiner Rede sagte: Ich übersetze nicht, wenn ich englische Literatur lese oder englische Filme sehe, ich schalte ganz einfach in diese „zweite Persönlichkeit“ um. Und deshalb bin ich eine miserable Übersetzerin.

Etwas, auf das ich seit Jahren hereingefallen bin, bis der neueste Sicherheitsbeauftragter mich eines besseren belehrte: Wildbeeren sind völlig sicher zu essen, bisher ist kein einziger Fall von Fuchsbandwurm durch wildwachsende Brom- oder Himbeeren nachgewiesen worden. Dann brauche ich mich ja zukünftig nicht mehr zurückhalten. In die Beeren gehen – hurra!

Ich glaube, kein Mensch, der im Bibliotheks- oder Archivwesen arbeitet, macht sich Illusionen über den Mythos der Langzeitarchivierung, auch wenn aktuell alle möglichen Modelle dazu entwickelt werden. Elektronische Daten sind nicht darauf ausgelegt, für die Ewigkeit (oder das, was in unseren Kreisen dafür gilt) aufbewahrt zu werden. Wissen und wissenschaftliche Forschung sind Kreaturen des Augenblicks geworden. Die großen wissenschaftlichen Verlage, aber auch viele Institutionen und Firmen stellen zunehmend auf e-only um, das sind rein monetäre Beweggründe. Wenn die Inhalte eines Tage futsch sind – was kümmert das die Leute hier und jetzt? Die Forschenden und Studenten sind froh, daß sie die Inhalte für ihre aktuellen Arbeiten haben, aber ob ihre Quellen in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren überhaupt noch einzusehen sind, ist ihnen im Moment egal. Ob ihre eigenen Arbeiten in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren noch einzusehen sind, darüber denken sie nicht nach. Die Kultur der Gedankenlosigkeit und Gleichgültigkeit. So war es sehr rührend, kürzlich mit einer Fachreferentin Altbestand-Geschenke durchzugehen, ob sie in unseren Bestand übernommen werden sollten oder nicht. Bis auf zwei Titel entschied sie sich, alles zu nehmen. „Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, es zu makulieren“, sagte sie wiederholt. „Wenn wir es nicht nehmen, ist es weg. Und wenn es die elektronische Form eines Tages nicht mehr geben sollte, sind das Schätze.“

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