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Archive for the ‘Film & Fernsehen’ Category

Natürlich ist Blade Runner 2049 schwer zu toppen, aber enttäuscht war ich von Wonder Woman. Der Film will zu vieles sein, als daß er am Ende irgendetwas ist. Ein zusammengestückeltes Sammelsurium von Ideen, die keinerlei Zusammenhang besitzen und nie wirklich ausgespielt werden können. Das Setting im Ersten Weltkrieg ist zumindest mal was anderes und hätte Potential gehabt, wäre es nicht so billig schwarz-weiß gezeichnet worden. Was ist die Aussage hier? Alle Menschen tragen ihren Teil zum Bösen bei. Ausgezeichnet, ebenfalls Potential, aber warum wird das nicht gezeigt? Heldengruppe, schön. Nur daß ihre Bedeutung und Funktion schlichtweg nicht vorhanden ist. Ganz zu schweigen von dem übelsten aller üblen Klischees: Wir haben eine weibliche Heldin, also muß sie sich verlieben! Plumper Pubertärhumor fehlt ebenfalls nicht.
Ich zog Vergleiche mit Jessica Jones und trauerte ganz einfach vor mich hin. Ich dachte an War Horse und Joyeux Noel und trauerte.

Zum Glück gibt’s dann wenigstens Actionszenen, die eine Augenweide sind. Auch die auf Fresken getrimmte Hintergrundgeschichte gehört zu den visuellen Highlights.

Ich würde ja denken, daß eine Superheldin ganz gut dafür geschaffen wäre, sich in der modernen Zeit mit Fragen weiblicher Unterdrückung zu befassen. Aber das ist natürlich ein heißes Eisen, also weicht man doch lieber auf die sichere Vergangenheit aus. Und, um mit Ellen Moody zu sprechen, es geht hier ja nicht um Frauen, sondern um ein von Männern gemachtes Frauenbild. Wie gesagt: Jessica Jones konnte das besser. Ich lese lieber noch mal Jodi Picoults Wonder Woman-Comic. Sie hatte einige ganz gute Gedanken dazu.

Hoffen wir, daß die gute Diana in Justice League eine fairere Behandlung erfährt.

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Die Unterhaltungen, die man so führt:
„Echt, Harrison Ford ist ein Replikant?“

Das weiß ich nun nicht, aber zumindest weiß ich, daß sich der Berlin-Ausflug inklusive Kinobesuch gelohnt hat – denn dort läuft aktuell noch die OV von Blade Runner 2049, nachdem die meisten anderen Städte bereits aufgegeben haben.
Ein Mitkinogänger faßte es im Abschluß zusammen: „Kein Wunder, daß nicht viele reingehen [obwohl unser Saal fast voll war], das ist doch sehr anspruchsvoll.“ Was man nach dem Original hätte vermuten können, aber wer sieht das schon.

Yesterday, of course, we went to see Blade Runner 2049, a film that I’d waited thirty-five years to see. I am not a film reviewer, and I no longer try to be, so my comments are, by design, simple. On Facebook, I said „I can now say, with great relief, that Blade Runner 2049 is exactly what I’d hoped it would be, smart and beautiful and a perfect continuation. This is twice now that Denis Villeneuve has blown me away.“ There’s not a lot to be added to that, not by me. I will say that I suspect the film hasn’t fared better at the box office for the very same reason that the original bombed at the box office. It’s intelligent SF, not just a shoot’em up action flick wearing an SF disguise. It’s P.K. Dick seen through the lens of Andrei Tarkovsky. And, too, it’s a sequel to a thirty-five year old film, a film a lot of the movie-going public has never seen and does not care enough to seek out. It’s their loss. It’s our gain that Ridley Scott entrusted his brilliant creation to Denis Villeneuve.
(https://greygirlbeast.livejournal.com/1326302.html)

After work, we still were able to make the late matinée of Blade Runner 2049. A second viewing only increased my awe of this beautiful film. I think this time I was more taken with the performances of a uniformly wonderful cast. Sylvia Hoeks is truly, truly marvelous, and her scene with Robin Wright is one of the best moments in a film comprised of best moments. This time, I was also more aware of Hans Zimmer and Benjamin Wallfisch’s score, a thing of beauty and sorrow unto itself, but also a perfect homage to Vangelis‘ score for the original film. There are layers upon layers upon layers to this film, and I can’t wait for the DVD to be out.
(https://greygirlbeast.livejournal.com/1327849.html)

Jede Zeit schafft Geschichten, die ihr entsprechen. Blade Runner (das Original) gehört im Grunde genommen noch zu einer früheren Mode, nämlich dem Konflikt der bewußtseienden Maschine. Sehr beliebt in den 70ern, teilweise auch in den 60ern. Was wiederum noch viel ältere Ahnen hat, mindestens bis zurück in die griechische Antike. Pinocchio beispielsweise gehört auch dazu. Das Werk, das Mensch werden möchte, das nach Leben verlangt, was häufig in Vernichtung seines Schöpfers ausufert. Also auch ein starker philosophischer/religiöser Subtext.
Blade Runner 2049 würde ich dieser Thematik nicht zuordnen, obwohl er natürlich Elemente enthält. Er gehört von seinem Grundmuster her zu den Erlöserfilmen. Und ich hoffe sehr, daß der dritte Teil nicht sogleich folgt, wie manches befürchten läßt, denn bekanntlich sollte man Perfektion nicht verschlimmbessern. Dreißig Jahre sind dafür nicht zu viel.

Wie Caitlín R. Kiernan fehlen mir eigentlich die richtigen Worte, um den Film zu beschreiben. Klügere Köpfe als ich haben das bereits getan. Was in den Bann schlägt, sind die Bilder – hier wurden die Möglichkeiten des CGI zur Fülle und mehr ausgeschöpft – und der unglaubliche Soundtrack, den ich mir sofort zulegen möchte, von dem ich aber überzeugt bin, daß er so eng zu dem Film gehört, daß er ausgekoppelt nicht funktioniert. Er besteht ja nicht aus einem klassischen Score, sondern ist einfach Instrumentalisierung, die die unweltlichen Bilder unterstreicht. (Ein bißchen wie True Detective 1.)

Ich kann verstehen, daß mancher Kinobesucher Längen in dem Film sah. Mir ging es absolut nicht so, aber wer auf konkrete Handlung wartet, wird sicher oft enttäuscht. Gleiches gilt für die Zuschauer, die schlicht und ergreifend einen Actionfilm erwarteten. (Noch einmal: Wer das Original gesehen hätte…) Blade Runner 2049 findet auf einer ganz anderen Ebene statt.
Einziger kleiner Minuspunkt ist, daß von Harrison Ford nicht wirklich Gebrauch gemacht wurde. Er ist ehrenhalber dabei, mehr nicht. Ich erwarte ja nun keine Stunts, immerhin ist er in seinen 70ern, aber ein bißchen mehr aktive Teilnahme hätte man ihm gönnen können. Seine Szene mit Jared Leto (Wallace) geht in die richtige Richtung.

Ich kann mich nicht entscheiden, welchen Trailer ich besser finde.

Sehr schön für die Freunde des Hintergrundwissens: Road to 2049. Eine Zeitlinie des Blade Runner-Universums, inklusive dreier Kurzfilme über den Weg von 2019 nach 2049.

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Ein Buch, das ich nur wärmstens ans Herz legen kann, ist Peter Wohllebens Das geheime Leben der Bäume. Der Förster und Umweltschützer beschreibt ungemein spannende neue Erkenntnisse über das Ökosystem Wald und seine inneren Zusammenhänge. Daß Bäume miteinander kommunizieren können oder insbesondere Wohllebens geliebte Buchen im Sippenverband wachsen, wobei sie schwächere Mitglieder mit Nährstoffen versorgen und am Leben erhalten, sind nur zwei der sehr unterhaltsam und so gar nicht esoterisch angehaucht geschilderten Beobachtungen.
Nebenbei erfreulich zu lesen, daß die Volksweisheit, am Moosbewuchs könne man die Himmelsrichtung erkennen, schlichtweg falsch ist. Ich stand schon so manches Mal im Wald und rätselte, wie das bei rundum bewachsenen Bäumen gehen soll oder bei solchen, die ganz unterschiedliche Bewuchse zeigen…

Ich frage mich, ob Wohlleben Tolkien gelesen hat. Ich lächelte so manches Mal über seine liebevollen Schilderungen des bäumischen Charakters („Warte doch erst mal 200 Jahre.“), in denen man haarscharf Tolkiens Ents wiedererkennt. Auch Tolkien liebte ja Bäume aus tiefster Seele, sprach sogar mit ihnen, und ich bin sicher, Wohllebens Buch hätte ihm sehr gefallen.


Hochgelobt nicht nur unter Christen ist ja The Shack. Die Verfilmung ist tatsächlich sehr gelungen. Manches Mal etwas zu sehr konventionell christlich, aber in keiner Weise vergleichbar mit beispielsweise den PureFlix-Produktionen, die sich niemals in die Tiefe zu gehen trauen. Ein bißchen wie Melody Carlson gegenüber Lynn Austin. Und sehr schön, daß endlich einmal der Fokus weniger auf Jesus als auf Gottvater liegt, etwas, das, wie ich finde, viele Christen gern vergessen. (Sicher auch die coolste Darstellung Jesu, die ich je gesehen habe.)
John Fusco, in erster Linie bekannt durch seine indianische Filmarbeit, war eindeutig ein Glücksgriff als Drehbuchschreiber. Ob von ihm der Einbau der indianischen Legende um die Prinzessin und den Wasserfall stammt? Dargestellt wurde diese bereits im wundervollen Dreamkeeper, dessen Drehbuch ebenfalls von Fusco stammt.

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King of Kings

Am Abend eines Passah-Festes:
Unsere Familie ist um den großen Eichentisch versammelt. Nach uraltem Brauch schenkt uns der Vater ein Glas Wein und ein überstelliges Glas stellt er extra hin.
„Und für wen ist das?“ fragten die Kinder.
„Das ist für den Kommenden, für den verhießenen Messias!“ Weitere Fragen folgen.
Wir hören mit Spannung den Vater erzählen, von der Geschichte unseres Volkes, von seiner einstigen Größe, der Versündigung gegen den Gotteswillen, von Strafen, die es dadurch erlitten, immer neuerlichem Verfall und Versöhnung unterworfen, von Israels hoher Mission, das Gotteswort weiter zu geben an kommende Geschlechter und von der großen Verantwortung Israels. Von dem gelobten Lande, Israels Heimat und der Ausstoßung unseres Volkes von demselben, infolge seines Ungehorsams gegen Gott. Und wir hören von Ihm, in der ewigen, der gütigen Verheißung vom Erlöser Israels.
„Ja, Vater, und die anderen Menschen?“
Auch die werden erlöst werden. Alle Menschen wird ER erlösen, die auf Sein Wort hören und Gutes tun.
So war es mir besser begreiflich; alle guten Menschen sollten erlöst werden. Was auch Unrechtes geschieht, ER wird kommen, der Messias! GOTT hat Ihn verheißen! Für Ihn stand also das Weinglas bereit.
Das jüngste Kind hatte das Amt, IHM alle Türen zu öffnen, zum Zeichen, daß ER mit Sehnsucht erwartet werde, und daß wir Ihn bitten, daß ER nicht an diesem Hause vorbeigehen möge, ohne eingetreten zu sein.
(Schwester Rosa Markus)

Einer der Filme, die während meiner Kindheit und Jugend quasi jährlich gesehen wurden, war King of Kings (König der Könige) von 1961 – einer der klassischen Osterfilme. Aus heutiger Sicht ist er natürlich ein deutliches Produkt seiner Zeit: Die berühmt-berüchtigten Monumentalfilme Hollywoods, die herzlich wenig mit historischer Korrektheit zu tun haben, eine Menge Action und leicht anrüchig angehauchte Sexappeal-Szenen hinzudichten, und deren phantasievolle Kostüme niemanden über die Tatsache hingwegtäuschen, daß in ihnen waschechte Amerikaner stecken.
Dennoch habe ich aus Nostalgie eine Vorliebe für King of Kings behalten. Bei näherer Betrachtung überrascht er auch mit erstaunlichen Details! Wer über das Getöse hinwegsehen kann, findet beachtliche Perlen. Ich bin beispielsweise ein großer Fan der Nahaufnahmen geworden.
Zentrum des Films mag zwar Jesus sein, aber seine Hauptfiguren sind andere: Lucius und Claudia, Pilatus‘ Frau, die sich beide vom Unglauben zum Glauben entwickeln (und mangels Liebesgeschichte zumindest andeutungsweise eine Paarbildung darstellen, platonisch selbstverständlich); Barabbas als der Anti-Messias; Judas, die wohl komplexeste Figur der Geschichte.

Ohne sie wären Monumentalfilme undenkbar: Massenszenen! Dennoch, Eisenstein hat es vorgemacht, und man kopiert nur von den Besten – die Auswahl interessanter Gesichter für Nahaufnahmen.

Eine der überraschend cleveren Szenen des Films: Pompey durchschneidet den Vorhang zum Allerheiligsten. Eine Vorwegnahme der nicht gezeigten Szene des zerreißenden Vorhangs nach der Kreuzigung.

Pompey nimmt hier gewissermaßen Lucius‘ Entwicklung vorweg.

„Ich bin der gute Hirte…“ Symbol des hirtenlosen Judäas.

Die Weihnachtsgeschichte. Komponist Miklós Rózsa deutete in seinem „Nativity“-Stück das Lied When Blossoms Flowered ´Mid The Snows (Gesù bambino) an.

Lucius‘ erste Begegnung mit dem jungen Jesus.

Barabbas und Judas als Rebellen.

Eine der interessantesten Figuren der Handlung: Claudia, Pilatus‘ kluge Frau.

Johannes der Täufer tauft im Jordan. Seit ich den echten „Fluß“ gesehen habe, muß ich bei dieser eigentlich sehr beeindruckenden Szene immer lachen…

Salome, deutlich erkennbar nach Oscar Wilde geschrieben.

Mächtig was los hier: In der judäischen Wüste (Spanien) ist nicht nur Jesus gewandelt, sondern auch so einige nach ihm. Prominenteste Besucherin unserer Tage ist Daenerys Targaryen.

Der zynische Offizier Lucius wird mehr und mehr in die Geschehnisse verwickelt.

Schattenspiele, auch sehr beliebt in Laurence Oliviers Richard III.

Spiegelszene mit Barabbas‘ Schatten.

Judas und Barabbas begegnen Jesus.

Lucius begegnet Jesus. (Man beachte den Schatten.)

Jesus sucht Johannes auf.

Lucius verliest Berichte über Jesu Wundertaten.

Lucius sucht Johannes auf.

Mehr Statisten als Judäa damals Einwohner hatte: Die Bergpredigt.

Claudia kommt, um Jesus zu hören.

Ein Gemälde!

Wundervolle Nahaufnahmen.

Barabbas unter den Zuhörern.

Auch Caiphas hat sich unter das Volk gemischt. Der Hohepriester ist ähnlich wie Judas eine interessante Figur des Films. Ungeachtet ihres schlechten Rufes wird versucht, ihre Beweggründe verständlich zu machen.

Eine Gänsehautszene, die man einfach sehen muß, um sie zu schätzen: „Teach us to pray.“ Das Vaterunser.

Beeindruckte Zuhörer: Pilatus‘ Frau und Lucius.

Judas zwischen zwei Fronten.

Gläubige und, so zu vermuten, künftige Urchristen: Lucius und Claudia.

Barabbas findet den toten Judas.

Petrus.

Das stilisierte Kreuz, ein letztes Schattenspiel.

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Außerdem liegt gar keine zwingende Notwendigkeit vor, böswillige Gegner unbedingt überzeugen zu wollen! Es ist doch bekannt, daß diese nicht zu glauben bereit sein würden, auch wenn ein Engel direkt vom Himmel käme, um ihnen die Wahrheit zu verkünden. Nach dessen Weggange würden sie eben behaupten, daß es eine Massenhalluzination gewesen sei, nicht aber ein Engel, oder sonst eine Ausrede gebrauchen. Und wenn irgend etwas oder jemand gebracht wird, das oder der irdisch bleibt, also nicht wieder verschwindet oder unsichtbar wird, so gibt es wieder andere Ausflüchte, gerade weil es den an ein Jenseits nicht Glaubenwollenden wiederum zu irdisch sein würde. […]
Sei es nun zu irdisch oder unirdisch oder auch beides zusammen, etwas werden sie immer auszusetzen und zu bezweifeln haben.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Moderne Geisteswissenschaft“)

The Case for Christ (dt. Der Fall Jesus) kam früher als zunächst angekündigt – so mag man’s. Auch den Film selbst mag man; von allen christlichen Produktionen, die ich bislang gesehen habe (und es waren so einige), gefiel er tatsächlich am besten. Ausgezeichnet geschrieben, inszeniert und geschauspielert – es gibt nichts zu meckern. Sicher, einige Argumente werden nie oder zumindest nicht vertieft angebracht, aber die Stärke des Films ist eben, daß es gar nicht in erster Linie um schlagende Argumente geht. Die Suche nach ihnen macht Lees Storyline aus, aber das eigentliche Zentrum des Films ist die Beziehung zwischen Lee und Leslie, die Spannungen, die durch ihre plötzlich weit auseinanderklaffenden spirituellen Ansichten entstehen, aber auch ihre Liebe zueinander, die verzweifelt versucht, die Kluft zu überbrücken. Wunderbare schauspielerische Leistung von Mike Vogel und Erika Christensen!

Die vielleicht beste (und für einen christlichen Film beachtliche) Aussage darf am Ende Lees atheistischer Mentor Ray machen: Egal, ob man sich nun für Theismus oder Atheismus entschiede, beides erfordere einen „leap of faith“, da so oder so immer Fragen offenblieben, nie alles erklärt werden könne.
Das sehe ich als Bekennerin der Gralsbotschaft zwar etwas anders, aber es ist viel Wahres dran. Und eigentlich auch ein versöhnlicher Gedanke zwischen beiden Lagern.
Beste Figur des Films ist natürlich Lees Kollege Kenny, der als der Statler und Waldorf der Handlung Lees Werdegang kommentiert…

Ganz persönlich berührte The Case for Christ auch – meine Eltern führten so eine „spiritual mismatch“-Ehe, und es war mörderisch. Und das, obwohl ich die schlimmste Zeit, als meine Mutter zur Botschaft fand, gar nicht miterlebt habe.
Mein Vater war Zeit seines Lebens theoretischer, aber nicht praktizierender Christ: Er war getauft, und als ich klein war, betete er abends mit mir, aber ich kann mich nicht erinnern, daß er jemals in die Kirche gegangen wäre oder die Bibel gelesen hätte. Wie seine spirituelle Überzeugung aussah, weiß ich nicht; über solche inneren Dinge sprach er nie. Ähnlich wie Lee Strobel (er beschreibt das in seinem Buch Spiritual Mismatch sehr anschaulich) sah wohl auch mein Vater seine Ehe, seine Beziehung zu meiner Mutter durch ihren neuen, ihm so völlig fremden Glauben bedroht; plötzlich war alles anders. Und wie Lee Strobel reagierte auch er mit kompletter Feindseligkeit. Als er Jahre später herausfand, daß ich angefangen hatte, nach der Botschaft zu leben, führte das zu dem übelsten Krach, den ich je zwischen meinen Eltern erlebt habe – und ich habe oft die Fetzen fliegen erlebt. Wann er sich mit den Tatsachen abfand oder resignierte… keine Ahnung. Es herrschte ein stillschweigendes Übereinkommen, nicht darüber zu sprechen.

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Durch Amazons Kaufempfehlungen entdeckt – ich hatte bis dato von dieser anscheinend sehr erfolgreichen Romanreihe noch nie gehört. Gehypt als Nachfolger für Twilight-Fans, erschien mir Fallen (die Verfilmung) eher als Nachfolger für Fans der Vampire Diaries. (Auch wenn die deutschen Übersetzungstitel der Romane sich eindeutig an die Twilight-Reihe anbiedern.) Das Setting gefiel sofort, aber man merkt dem Film deutlich an, daß er die Handlung sehr komprimiert wiedergibt.


Im Reformationsjahr muß man sich ja auf jeden Fall ein bißchen mit Luther auseinandersetzen, sagte ich mir – immerhin war die Reformation eine wichtige Sache, und nebenbei erhalten wir in diesem Jahr einen Feiertag. (Müßten die Ultrakatholiken wie jener, der im letzten Akademischen Monatsblatt diesen bizarren Leserbrief veröffentlichte, nicht aus Prinzip dieses Privileg verweigern?) Da wieder einmal Amazon mir regelmäßig eine Luther-DVD empfahl, nur eben dann nicht, als ich drauf wartete, klickte ich ein bißchen rum; nicht sicher, daß ich wirklich die richtige Verfilmung erwischt habe. 1983 entstanden zu Luthers Geburtstag zwei deutsche Verfilmungen, nämlich Ost und West. Die östliche konnte logischerweise mit Originalschauplätzen aufwarten und war länger, ein Fünfteiler. Trotz lobender Stimmen verzichtete ich auf dieses Sehvergnügen, denn ich habe mir irgendwann den Magen an DDR-Produktionen mit ihren ständigen Parteischlagworten und ihrer Schwarz-weiß-Darstellung der Dinge verdorben. Sicher: Wenn ein Film durch die Zensur kommen wollte, mußte er halt den Sozialismus propagieren. Oder vielleicht *dachten* die Macher auch nur alle, dem wäre so, und die Zensur hätte es gar nicht gestört, wenn… Aber da fängt das Gehirn an zu rotieren.
Also: Die Entscheidung fiel für die West-Produktion, einen Zweiteiler. Die Kulissen sind minimalistisch, was der Sache keinen Abbruch tut. Auffallend an dieser Verfilmung ist, daß sie sich sehr auf die katholische Sicht der Dinge konzentriert und somit einen interessanten Kontrapunkt bildet: Gab es nicht sehr lebensnahe Gründe für das Verhalten der katholischen Kirche? Entgingen Luther vor lauter Eifer nicht einige logische Folgen seiner Lehre? Inwieweit schrieb man von katholischer Seite das Fehlverhalten der protestantischen Fürsten Luther zu? Ganz gleich, wie man also zu der Entwicklung steht, einige spannende Denkanstöße.


Inherit the Wind, ein Film, den ich schon seit Ewigkeiten mal sehen wollte. Er basiert auf einem Bühnenstück, was man merkt, und das Bemerkenswerteste an ihm ist sicherlich Gene Kelly als zynischer Reporter – meilenweit von seinem Strahlemann-Image entfernt. Statt, wie man vermuten könnte, ein Paradestück über die Dummheit der hinterwäldlerischen Kreationsgläubigen zu sein, geht es Inherit the Wind um ganz andere Dinge. Natürlich: Es wird einem schon angst und bange angesichts der bewußten Verweigerung jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnis mit allen Auswüchsen, die daraus entstehen; nicht zuletzt, da man diese Anschauung ja teilweise auch heute noch antrifft. Aber die Aussagen, die der Film trifft, die Entwicklungen, die sich aus der Handlung ergeben, gehen in andere Richtungen. So steht nicht nur die Intoleranz der religiösen Hardcore-Fraktion am Pranger, sondern auch die Intoleranz der Gegenseite, die genausowenig die Argumentation der anderen verstehen will oder kann. Und auch der Nihilismus will nicht als Antwort überzeugen… Ein bißchen sehr konstruiertes Ende; Spencer Tracey spielt routiniert Spencer Tracey; aber als Denkanstoß durchaus sehenswert.


Diana Gabaldon schöpfte für „The Hellfire Club“, The Private Matter, das in meinen Augen immer noch ungeschlagene The Brotherhood of the Blade und „The Haunted Soldier“ kräftig aus Rictor Nortons Mother Clap’s Molly House – The Gay Subculture in England 1700-1830, das ich mir nun endlich mal über Fernleihe beschaffte. Eigentlich erwartete ich eine unterhaltsame Lektüre (ja, auch wissenschaftliche Arbeiten können unterhaltsam sein), aber mich beschlich im Laufe des Lesens zunehmend ein übler Verdacht. Daß ein Buch dieses Themas nicht unvoreingenommen ist, war vorauszusehen und als solches kein Problem. Es scheitert auch nicht an der Recherche – Nortons Forschung ist solide. Aber im Eifer des Autors, Homosexualität gegen Angriffe zu verteidigen, weigert er sich hartnäckig, die Möglichkeit von Gewalt in den angeführten Fällen auch nur in Betracht zu ziehen. Es darf in seiner Weltsicht offensichtlich keine homosexuellen Vergewaltiger geben. Selbst wenn die Fälle eine klare Sprache sprechen – die leider bis heute geradezu klassischen Übergriffe von Dienstherren oder Lehrern zum Beispiel -, nie fällt das Wort Vergewaltigung, und Norton amüsiert sich in erster Linie über die cleveren oder dreisten Verteidigungen der Täter gegenüber jeglicher Kritik oder Anklage. Seine Argumentation, Schwule in jener Zeit fühlten berechtigterweise keine Schuld für ihre Homosexualität (wie es in späteren Zeiten der Fall sein würde), weil die Täter in besagten Fällen keine Reue oder Schuldgefühle zeigten, ist so unglaublich, daß mir die Worte fehlen. Klar: Es ist nur eine Vergewaltigung, wenn sich der Täter schuldig fühlt?! Ebenso auffällig ist, daß das Wort „Vergewaltigung“ eben nur in Verbindung mit heterosexuellen Tätern fällt (einzige Ausnahme: Die Vergewaltigung einer Frau durch einen Homo-/Bisexuellen). Denn: Im homosexuellen Milieu kann es das ja nicht geben, das würde ja bedeuten, daß es böse Schwule gäbe – welch Gedanke! (Oder aber hat man als homosexuelles Vergewaltigungsopfer die Klappe zu halten, um kein schlechtes Licht auf die Szene zu werfen?)
Und so landet Norton schließlich folgerichtig beim „Blame the victim“.

It is not easy to identify what motivated some of the parties involved. Mr French was repulsed enough to vomit, but we do not know the ‚inconceivable Particulars‘ of what took place; the length of his stay in Thistlethwayte’s parlour suggests that he was persuaded to participate in some form of homosexual intercourse. The fact that he did not cry out for help, even when Swinton knocked on the door, suggests that he had not been violently attacked. His revulsion came somewhat after the event, probably due to an inner turmoil at having consented to something which people of his middle-class background believed to be quite wrong.

Völlig ignorierend, daß sämtliche zuvor angeführte Quellen eindeutig darauf hindeuten, daß Oxford-Student French genötigt worden war, entweder Dr. Thistlethwaytes Übergriffe zu dulden oder von der Uni zu fliegen. Nachdem Frenchs Freunde ihn (gegen seine begründete Angst vor Repressalien) endlich überzeugt hatten, Schritte zu unternehmen, was ist Nortons Kommentar?

On Saturday morning they brought the matter to the attention of the Vice-Chancellor, who prudently requested a Testimonium concerning Mr French’s character.

[Hervorhebung von mir.]

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(Ellen Moody bezog das in ihrer großartigen Rezension auf Dunkirk, aber es paßt auch prima hier.)

Am Wochenende stand endlich die dritte Staffel The Librarians an, und ich singe weiterhin das Loblied der Serie. Wie bereits berichtet, ist sie weder besonders herausfordernd noch künstlerisch wertvoll, und ihre Special Effects sind mitunter grottig. Sie ist eine Abenteuergeschichte – ein Zitat auf dem Cover der ersten Staffel bezeichnet sie als Kreuzung zwischen Indiana Jones und Doctor Who, und es ist sicher etwas dran. The Librarians macht ganz einfach Spaß, und das, wie ich finde, ist die Stärke der Serie. Nicht ganz so offensichtlich ist hingegen ihre Cleverness. Was sich nämlich als roter Faden durch die drei Staffeln zieht, sind – passend und folgerichtig bei Bibliothekaren als Helden – Geschichten: Nicht nur Literatur, sondern die gesamte menschliche Liebe für Geschichten, in Form von Mythen, Sagen, Märchen, Poesie und damit verbunden auch die verschiedenen Formen des Geschichtenerzählens, wie zum Beispiel im modernen Gewand der Games. Staffel 2 ist besonders stark darin (kein Wunder, bestehen die Gegenspieler unserer Helden doch aus Literaturfiguren), doch auch in Staffel 3 wimmelt es – ich entdeckte unter anderem die Odyssee, Hänsel und Gretel, die Bibel, Asterix und mein Lieblingsmärchen Gevatter Tod. Die vielen Anspielungen auf Buffy schaden ebenfalls nicht.
Ein sehr viel ernsteres Thema der dritten Staffel ist Tod. War Staffel 1 noch themenlos und diente in erster Linie dem Etablieren der Charaktere, konnte man Staffel 2 eindeutig das Grundthema Geschichten zuordnen. In Staffel 3 ist es Tod. Nicht die üblichen lebensbedrohlichen Situationen, in denen sich unsere Helden regelmäßig wiederfinden, sondern sie sehen sich jeder auf seine Weise mit Fragen der Sterblichkeit (oder Unsterblichkeit) konfrontiert.

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Filmwitze über Bibliothekare kennt unser Berufsstand zur Genüge. Schön zu sehen, daß wir dann und wann auch mal Superhelden sein dürfen. Giles aus Buffy ist ein Beispiel; das nette Zombie-Comic der McPherson College Library (pdf derzeit offline) ein anderes; und The Librarians aus der gleichnamigen, auf dem Filmdreiteiler The Librarian beruhenden Serie ein weiteres. Und wie beide mit dem „deutschen“ Übersetzungstitel The Quest belastet wurden, darüber will ich lieber nicht spekulieren. Während unsere Bibliothekare sicher nicht viel über RAK oder RDA wissen, dürfen sie als klassische Heldengruppe immer mal wieder die Welt retten. Ich habe in letzter Zeit anspruchsvollere erste Staffeln gesehen, mit besseren Special Effects, aber The Librarians war die einzige (von The Frankenstein Chronicles abgesehen), bei der ich auch Lust auf die Folgestaffeln hatte.

Inspiriert von The Frankenstein Chronicles schaute ich die Tage wieder einmal Gothic, definitiv einen der interessanteren und sich verhältnismäßig gut gehaltenen Filme der 80er. Er ist nun nicht besonders historisch korrekt, egal, was er vorgibt; aber das ist auch nicht wirklich wichtig. Es ist ohnehin unmöglich zu sagen, wo die „reale“ Handlung in Träume abgleitet und in wessen Träume. Gothic ist eine Phantasie aus Erotik und Horror, und das ist Daseinsberechtigung genug.

Durch Melody Carlsons Newsletter wurde ich auf eine neue Jugendbuchserie aufmerksam gemacht, die allein durch ihre Idee neugierig machte.

What if Jesus was in high school today?
Who would he hang out with?
What would he do?
What would he say?

In Book 1, THE BATTLE BEGINS, the stage is set and introductions are made by none other than Satan himself . . . as he tries to destroy Eli’s mission before it ever begins.
Future episodes will be told from the personal viewpoints of Eli’s fellow students:

MAGGIE, the all-school sleep-around
JUDAS, the super-rich friend, always looking for an angle
MARTHA, the good, uber-religious girl
TOMMY, the pessimistic downer
PETE, the hot-tempered jock with a bad case of foot-in-mouth disease

BEST-SELLING AUTHORS: Bill Myers, Melody Carlson, Jeff Gerke, Krista MGee, and Shawn Hopkins unite their talents to write these thought-provoking novellas of what Jesus would do if he were a teen in today’s world.

For more information go to https://www.amarismedia.com/eli-diaries

Ich mag Melody Carlsons Bücher sehr. Sicher, sie ist eine Vielschreiberin, daher wiederholt sich nach einer Weile alles; aber im Gegensatz zu ihren Kollegen weicht sie „unangenehmen“ Themen nicht aus. Lynn Austin beispielsweise ist ein Paradebeispiel dieses Musters der christlichen Schreibe. Melody Carlson hingegen ignoriert die Probleme der Welt nicht und wiegelt sie auch nicht ab – ja, in ihren Büchern begehen selbst Christen Selbstmord, das date rape wird nicht in letzter Sekunde verhindert, homosexuelle Mitschüler sind weder die Bösen noch bekehren sie sich am Ende, und sie schrieb sogar eine Heldin mit „übernatürlichen“ Fähigkeiten. Eine unbequeme christliche Autorin, und das macht sie so lesenswert, selbst wenn sich ihre Plots vom nichtchristlichen Standpunkt immer noch sehr brav und bekehrend lesen. Keine Frage also, daß diese in einer Parallelwelt angesiedelte Buchreihe auf meiner Vormerkliste landete.

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„I mean, they can’t have been at it all the time, can they, as they’ll have us believe. […] I’ll bet Lord Byron, for example, spent many an evening on his own with a poached steak and the Times crossword puzzle.“

Mit diesem unerwartet angetroffenen Zitat mußte ich definitiv diesen Eintrag beginnen. Es stammt aus Rumpole of the Bailey, eine der Serien, die ich dank Amazons Kaufempfehlungen entdeckte und die neben einigen anderen das heutige Thema bildet. Und ja, „the late Lord Byron“ spielt tatsächlich eine verbindende Rolle. Wer hätt’s gedacht.

Wer diese Punkte im Leben kennt, wo sich so absolut nichts bewegt, kann nachvollziehen, daß ich recht verzweifelt nach Unterhaltung suchte. Während ich Rumpole schon früher gefunden und zunächst auf meine Beobachtungsliste gesetzt hatte, schaute ich nun gezielt nach interessant klingenden Serien in Amazons Sortiment. Treffer 1-10 sind dort natürlich sämtliche Ausgaben von Game of Thrones. Ich oute mich als untrendy und erkläre, daß ich zumindest Staffel 1 nicht das geringste abgewinnen konnte. Nun gut, vielleicht Sean Bean. Und die starken Anleihen beim Nibelungenlied (Kriemhilds Rache!) waren amüsant.

Von Rumpole of the Bailey hatte ich vor Amazon noch nie gehört. Die Serie lief Anfang der 80er auch hierzulande, aber das war vor meiner bewußten Erinnerung. Sie ist ein Produkt der späten 70er und bringt einen entsprechenden Charme mit. Eine Gerichtsserie, die so gar nichts mit Gerichtsverhandlungen zu tun hat, wie ich sie aus Film und Fernsehen kannte. Liegt entweder daran, daß sie so alt ist oder aus Großbritannien statt den USA stammt. Oder beides. Niemand kämpft bis zur Aufopferung für seine Klienten, die Juristen sind spöttische Pragmatiker, und jeder Richter hat so seine ganz eigenen Schrullen. Erhellendes Zeitkolorit. Wer Spannung, Helden und den Sieg des Guten über das Böse erwartet, ist hier falsch. Die Serie ist nett zu schauen, ein bißchen gemein, aus heutiger Sicht komplett politisch inkorrekt. Ganz nebenbei frischt man seine Kenntnisse in britischer Poesie auf.

Das hielten wohl auch die Macher von The Frankenstein Chronicles für eine gute Idee. Jeder glaubt den Plot von Frankenstein zu kennen, scheinen sie sich gesagt zu haben, doch keiner hat das Buch gelesen oder weiß viel über seine Entstehungsgeschichte und die Zeit und die Kreise, in die es eingebettet ist. Presto! Was erklärt all dies besser als eine Serie, die auf einer Ebene eine Kriminalgeschichte um Frankenstein und seine Autorin Mary Shelley aufbaut und auf einer anderen Ebene geschickt die Handlung des Buches innerhalb ihrer eigenen Handlung adaptiert? So fällt denn auch mal der Name Byron, Percy Shelley hat einen Gastauftritt, William Blake darf von der ahnungslosen jungen Generation kennengelernt werden, moderne Medizin und moderne Polizeiorganisation sind gerade erst im Entstehen begriffen. Sean Bean ermittelt als Vorläufer eines Scotland-Yard-Inspektors, die von mir sehr gern gesehene Anna Maxwell Martin besitzt als Mary Shelley einige wichtige Informationen. Spannend und für Kenner des Buches und „Byron’s crowd“ ein echter Genuß. Ich hoffe, die angekündigte zweite Staffel kommt zustande.
(Young Romantics von Daisy Hay bietet eine sehr schöne Darstellung der „crowd“. Byron, die Shelleys und ihr Kreis waren schon sehr moderne Promis, mit Skandalen, katastrophalen Beziehungen, Geliebten und unehelichen Kindern. Und dennoch ist etwas Schönes an der Freundschaft dieser „jungen Wilden“. Ich las das Buch 2014, das überhaupt ein gutes Lesejahr war – ich las sehr viele interessante Bücher. Amazons Bestellhistorie sei Dank.)

Keinen Lord Byron, aber jede Menge andere berühmte Charaktere der Geschichte trifft man in Da Vinci’s Demons an, das mir schon mehrfach von Amazon empfohlen worden war. Die Serie sieht sich wie eine Kreuzung aus Shakespeare in Love und Sherlock mit ein bißchen MacGyver und natürlich Game of Thrones untergemischt. Was sie definitiv nicht sein will, ist ein Biopic oder historisch korrekt. Der gute Leonardo ist ein fescher junger Abenteurer, der Rätsel löst und irre Gerätschaften baut und nebenbei Florenz vor dem päpstlichen Zugriff retten muß. Nach langer Zeit sah ich Alexander Siddig mal wieder, und besonders gefiel die Rolle, die Tarot sowohl in der Handlung als auch als Titelgeber der einzelnen Folgen spielt. Die Abschlußepisode der ersten Staffel mit den Liebenden zu besetzen, war ausgezeichnet. Unterhaltsame Abenteuerserie, macht Spaß. Nur am unnötigen Nacktheitsgehalt haben sie hoffentlich in späteren Staffeln gearbeitet.

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