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Archive for the ‘Ein Wort zum…’ Category

Die Eitelkeit will Wahrheit nie erkennen lassen, gleichviel, wo sie zu finden ist. Was sie sich darin alles leistet, zeigt die Stellungnahme dieser Erdenmenschheit schon dem Erdensein des Gottessohnes gegenüber, welches in seiner wahren, großen Einfachheit dem eitlen Menschensinne nicht genügt. Der Gläubige will „seinen“ Heiland nur nach seinem Sinne haben! Deshalb schmückt er den Erdenweg des Gottessohnes Christus Jesus mit erdachten Vorkommnissen aus.
Nur aus „Demut“ allem Göttlichen gegenüber muß dieser Heiland nach der Menschen Sinn als Gottessohn auch unbedingt „übernatürlich“ sein. Sie überlegen dabei nicht, daß Gott selbst die Vollkommenheit des Natürlichen ist, und die Schöpfung aus dieser seiner vollkommenen Natürlichkeit heraus durch seinen Willen sich entwickelte. Vollkommenheit trägt aber auch die Unabänderlichkeit in sich. Wäre eine Ausnahme in den Schöpfungsgesetzen möglich, die nach dem Willen Gottes sind, so müßte darin eine Lücke sein, es hätte an Vollkommenheit gemangelt.
Menschliche Demut aber hebt sich über all dies hinaus; denn sie erwartet, ja verlangt bei einem Erdensein des Gottessohnes Abänderung bestehender Gesetze in der Schöpfung, also Übertretung. Ausgerechnet nun von dem, der doch gekommen war, alle Gesetze seines Vaters zu erfüllen, wie er selbst es sagte! Sie erwartet von ihm Dinge, die nach den Gesetzen der natürlichen Entwicklung einfach unmöglich sein müssen. Und ausgerechnet damit soll sich seine Gottheit zeigen, das Göttliche, das die Grundlage der Naturgesetze lebendig in sich trägt!
Ja, Menschendemut kann viel fertigbringen. Aber ihr richtiges Gesicht ist Forderung, nicht wahre Demut. Höchste Anmaßung, ärgster, geistiger Hochmut! Die liebe Eitelkeit deckt nur ein Mäntelchen darüber, das der Demut ähnlich scheint.
Traurig ist nur, daß auch so oft wirklich Gutwollende sich in der anfänglich ganz echten Demut unbewußt in ihrer Hingerissenheit bis zu den unmöglichsten Dingen steigern.
Es erstanden Einbildungen, deren Weitergabe großen Schaden brachte.
So mußte schon das Jesuskind die größten Wunderdinge ausgeführt haben. Sogar bei den kindlichsten Spielen, die es trieb wie jedes Kind, wenn es gesund und geistig rege ist. Die kleinen Vögel, die es spielend aus einfachem Lehm formte, wurden lebend, flogen lustig singend in die Luft, und viele solcher Dinge mehr. Es sind die Vorgänge einfach unmöglich, weil sie allen Gottgesetzen in der Schöpfung widersprechen!
Dann hätte ja Gottvater seinen Sohn auch fertig auf die Erde stellen können! Wozu war eine Menschenmutter nötig! Die Unannehmlichkeiten der Geburt! Können die Menschen denn nicht einmal einfach denken? Sie unterlassen es aus eigener Eitelkeit heraus. Der Erdengang des Gottessohnes muß nach ihrer Ansicht anders sein. Sie wollen es, damit „ihr“ Heiland, „ihr“ Erlöser nicht den Gesetzen Gottes in der Schöpfung unterworfen war. In Wirklichkeit wäre das zwar in ihrem Denken nicht zu klein für ihn gewesen, den Gottessohn, aber für alle die, welche in ihm ihren Erlöser anerkennen wollen! Menschliche Eitelkeit und weiter nichts!
Sie überlegen nicht, daß es für Jesus noch viel größer war, daß er sich freiwillig diesen Gesetzen unterwarf durch seine Fleischwerdung, nur um die Wahrheit in dem Wort zu bringen jenen Menschen, welche frevelnd durch Verbiegung ihres Erdenwerkzeuges sich unfähig dafür gemacht hatten, die Wahrheit aus sich selbst heraus noch aufzunehmen, zu erkennen. Sie waren viel zu eitel, um in dem Worte selbst die Sendung Christi als erfüllt zu sehen. Für sie, die eitlen Menschen, mußte Größeres geschehen!
Und als der Gottessohn am Kreuze dann den Erdentod erlitt und starb, wie jeder Mensch am Kreuze sterben muß, weil es den Gottgesetzen in der Schöpfung so entspricht, als der menschliche Körper nicht einfach vom Kreuze steigen konnte, unverletzt, da blieb der Eitelkeit nichts weiter übrig als die Ansicht, daß der Gottessohn so sterben mußte, nicht heruntersteigen wollte, um den armen Menschlein ihre Sünden dadurch abzunehmen, damit sie daraufhin nun froh empfangen werden in dem Himmelreich!
Und so erstand der Grund zu der späteren Auffassung der Notwendigkeit des Kreuzestodes, die die traurige, große Irrung unter die heutigen Christen brachte, nur aus der Menscheneitelkeit heraus. […]
Wenn Christus fleischlich hätte auferstehen können, so war es unbedingt auch folgerichtig, zu erwarten, daß er die Möglichkeit besaß, auch fleischlich fertig schon von dort auf diese Erde hier herabzukommen, wohin er bei der Auferstehung fleischlich gegangen sein soll. Daß dieses aber nicht geschah, daß er im Gegenteil von Anfang an die Wege eines jeden Menschenkörpers von Geburt an auch durchleben mußte, mit allen kleinen und mit allen großen Mühen, spricht mit vielen anderen Notwendigkeiten seines Erdenseins deutlich genug dagegen, ganz abgesehen aber davon, daß es so und anders nicht sein konnte, weil auch der Gottessohn sich den vollkommenen Gesetzen seines Vaters in der Schöpfung fügen mußte.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Das verbogene Werkzeug“)

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Es ist richtig, wenn die Kinder treu behütet und bewacht durch ihre Kinderzeit geleitet werden, wenn der heranwachsenden Jugend durch entsprechende Ausbildung das Rüstzeug für die Wege durch das Erdenleben mitgegeben wird.
Doch dann muß jedem Einzelmenschen auch die Möglichkeit verbleiben, sogar
gegeben werden, sich selbst von dem kleinsten Beginnen an emporzuarbeiten. Es darf ihm nicht von Anfang an alles bequem gemacht werden!
In dem Bequemmachen oder Erleichtern liegt die größte Gefahr als Förderung zu geistiger Trägheit! Und das ist bisher in gutwollendem Familiensinne stets geschehen.
Gift ist es schon für einen Menschengeist, wenn er als Kind im Glauben auferzogen wird, daß er Besitzrecht hat an Erdengütern, die die Eltern sich erwarben.
Ich spreche jetzt von Schäden in rein geistiger Beziehung, was das
Eigentliche bei allen Betätigungen eines Menschen ist. Das muß ihm auch in Zukunft stets bewußt verbleiben, wenn er und seine ihn umgebenden Verhältnisse wirklich gesunden sollen.
Doch auch in
irdischer Beziehung würde eine Änderung darin sofort sehr vieles umgestalten und so manches Übel aus dem Wege räumen. Nehmen wir zum Beispiel an, ein Kind würde gesetzlich auch nur Anspruch darauf haben, bis zu einem ganz gewissen Alter den Schutz und die Fürsorge der Eltern zu genießen mit einer entsprechenden Ausbildung, dann aber bleibt es lediglich freier Wille der Eltern, wie sie über ihr persönliches Eigentum verfügen wollen.
Wie anders würden so viele Kinder dadurch allein schon werden! Wieviel mehr
eigenes Streben würde da erstehen müssen, wieviel mehr Ernst für das Erdenleben, welch erhöhter Fleiß. Und nicht als letztes auch mehr Liebe zu den Eltern, die lange nicht so einseitig verbleiben könnte, wie sie heute oft sich zeigt. […]
Die Änderungen darin würden ohne weiteres schon dazu beitragen, wertvollere Menschen mit größerem Selbstbewußtsein, stärkerem Geiste und erhöhter Tatkraft zu erziehen. […]
Kindern tritt es näher, sich die Liebe ihrer Eltern zu erwerben, anstatt auf die Kindschaft und auch deren Rechte zu pochen, die sowieso einen ganz anderen Sinn hat, als heute angenommen wird, da Kinder dankbar sein müssen, daß ihnen ihre Eltern die Gelegenheit zur Erdinkarnierung gaben, auch wenn die Ablösungen und die Förderungen dabei gegenseitig sind, wie es in allem bei der Auswirkung der Gottgesetze ist.
In Wirklichkeit sind diese Kinder ja doch alle ihren Eltern fremde Geister,
Eigenpersönlichkeiten, welche nur durch ihre Gleichart oder irgendeine frühere Verbindung für die Inkarnierung angezogen werden konnten.
Die Erdeneltern bieten Schutz und Hilfe für die Zeit, welche der Geist braucht, um seinen neuen Erdenkörper vollwertig und selbstverantwortlich zu führen, dann aber muß der Erdenmensch ganz frei auf sich gestellt verbleiben, sonst vermag er nie so zu erstarken, wie es für ihn nützlich ist im großen Schwung der Gottgesetze. Er
soll kämpfen und Widerstände haben, um in deren Überwindung geistig aufwärts, höhenwärts zu kommen.
Eine Änderung in dem bisherigen Anrechtsgedanken eines Kindes an den Besitz der Eltern würde aber noch viel mehr Auswirkungen haben als die schon genannten, vorausgesetzt, daß aufbauende Staatsleitungen sich in ihrem Wirken für das Volk entsprechend einfügen und bahnbrechend den Eltern wie den Kindern dazu helfen. […]
Der heranwachsenden Jugend soll Gelegenheit geboten werden, ihre Geisteskräfte zur Erwerbung ihrer Lebensnotwendigkeiten entfalten zu
müssen, nicht nur können! Das allein würde das Rechte sein; denn dann, auch nur dann kommt sie geistig voran, weil sie sich geistig regen muß.
Statt dessen wird aber so vielen Kindern von den Eltern oder anderen Familienangehörigen gerade dieser für sie zu geistiger Gesundheit notwendige Weg zu sehr erleichtert, er wird den Betreffenden
so bequem wie irgend möglich gemacht. Das nennt man dann Familiensinn und Liebe, oder auch Familienpflicht.
Ich will die Schäden nicht aufzählen, die dadurch entstehen auch bei bestem Wollen; denn auch jeder gute Mensch braucht hier und da zur Stärkung Anstöße von außen her und Zwang.
Freiwillig würde er sich selten nur in eine Lage stellen, wo er gezwungen ist, sich anzustrengen, alle Geisteskräfte aufzuwenden, um der Lage Herr zu werden und sie gut zu lösen. Er würde in den meisten Fällen, wenn er eine Wahl hat, den dafür bequemsten Weg erwählen, um es leicht zu haben, was ihm aber geistig keinen Nutzen bringt.
Die Selbstachtung, sein Selbstvertrauen aber wird erhöht, wenn er mit Mühe und mit Fleiß sich irdisch selbst emporringt und das alles eine Folge
seiner Arbeit ist.
Er schätzt dann den Besitz viel mehr in rechtem Sinne, schätzt die Arbeit und auch jede kleinste Freude, bewertet auch jede Gefälligkeit von anderen entsprechend, und kann sich viel lebendiger erfreuen als ein Mensch, dem vieles ohne Mühe in den Schoß geworfen wird und der die Zeit nur damit auszufüllen braucht, um sich Zerstreuung zu verschaffen.
Zu dem
rechten Strebenkönnen muß man zu verhelfen suchen, wenn man wirklich helfen will. Man darf niemand die Früchte ohne ganz bestimmte Pflichten in den Schoß werfen, welche ein anderer in seinen Mühen sich erwarb.
Natürlich können Eltern ihren Kindern immer noch alles schenken, wenn sie wollen, oder können ihnen aus falscher Liebe heraus den Sinn und die Zeit ihres ganzen Erdenlebens opfern, können sich zu deren Sklaven machen; denn es bleibt ihnen darin der freie Wille, aber da sie kein irdisches Gesetz darin zu etwas zwingen wird, tragen sie in der Wechselwirkung des Gotteswillens die volle Verantwortung dafür
ganz allein für ihre eigene Versäumnis in der Schöpfung und zum Teil auch für den Geistesschaden, der die Kinder dadurch trifft.
Die Menschen sind nicht in der
ersten Linie für Kinder hier auf Erden, sondern für sich selbst, damit sie geistig reifen und erstarken können. Aus falscher Liebe aber wurde dies nicht mehr beachtet. Nur die Tiere leben darin noch in dem Gesetz!

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Das traute Heim“)

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Die Sprache soll den Menschen Macht und Schwert sein, um die Harmonie zu fördern und zu schützen, aber nicht, um Leid und Zwiespalt zu verbreiten.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Dank“)

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In den Schöpfungsgeschichten der verschiedenen Völker ist vielfach erwähnt, daß Mann und Frau gleichzeitig erstanden sind. In manchen jedoch auch, daß der Mann zuerst erstand.
Wenn auch die einfach bildhaft gegebenen Vorstellungen darüber hierbei gar nicht in Betracht gezogen werden können, da sie je nach den Entwickelungsstufen der einzelnen Völker und Zeiten gegeben wurden, wir
hier aber das streng gesetzmäßige, wirkliche Schöpfungswissen behandeln, so findet Ihr trotzdem auch darin keinen Widerspruch; denn durch die Euch bisher geschilderten gesetzmäßigen Vorgänge wißt Ihr, daß natürlich erst das gröbere, rein Männliche, Positive aus dem Wesenhaften ausgeschieden werden oder sich lösen mußte, bevor das rein Weibliche verbleiben konnte!
Dabei wäre also der Mann als zuerst erstanden zu schildern möglich, während aber mit derselben Berechtigung gesagt werden kann, daß damit beide
gleichzeitig erstanden. Beide Arten frührerer bildhafter Schilderungen sind in dem eigentlichen, großen, sachlichen Geschehen als richtig bezeichnet zu betrachten; denn es kann ja das feinere Geistig-Weibliche oder das geistige Weib wiederum erst erstehen, wenn das grobe Geistig-Männliche sich aus dem Wesenhaften abgesondert hat, sonst nicht.
Es ist als nach
jeder Richtung hin betrachtet trotz Verschiedenartigkeit der Bilder dafür in den damaligen Wiedergaben richtig ausgedrückt; denn die Erschaffungsschilderungen betreffen ja nicht das Werden in der gröbsten Stofflichkeit, sondern den Beginn der Schöpfung überhaupt, und dieser setzte in dem Reiche des Urgeistigen ein, an der obersten Spitze der Schöpfung, die sich dann daraus abwärts senkend fortlaufend weiterentwickelte.
Es ist bei diesen Schilderungen wie bei allem, was die Erdenmenschen tun […]: Es werden den sich geistig vertiefenden Menschen Eingebungen geschenkt, die sie nicht klar zu erkennen vermögen, und die sie dann einfach bei der an sich deshalb schon verbogenen Weitergabe in ihre jeweiligen Umgebungen, sowie in die ihnen irdisch bekannten Vorgänge, Sitten und Gebräuche zwängen, wobei besonders noch der Verstand nicht versäumt, seinen nicht zu kleinen Teil ebenfalls beizutragen. Daß solches bei den Dingen, die der Erdverstand überhaupt nicht zu erfassen fähig ist, nicht gerade fördernd und klärend wirken kann, sondern entstellend wirken muß, brauche ich wohl nicht besonders hervorzuheben.
Und so erstanden alle derartigen Schilderungen immer nur in leicht oder schwer verbogenen Wiedergaben, an die Ihr […] Euch aber niemals zu fest klammern dürft.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Der Kreislauf der Strahlungen“)

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Wer heute spottend über die von allen Seiten sich so häufenden Ankündigungen und Vorausschauungen furchtbarer Geschehen seine Straße trottet, nicht sehen will, daß sich so vieles davon schon erfüllt, daß von der einen Woche zu der anderen sich die Naturereignisse anhäufen, der ist beschränkt, oder er will aus bestimmter Furcht heraus noch nichts erkennen!
Es sind Beschränkte oder Feiglinge, welche nicht wagen, Tatsachen in das Gesicht zu sehen! In jedem Fall aber Schädlinge.
Und wer die große wirtschaftliche Not, welche sich unaufhaltsam steigert, in allen Ländern dieser Erde, wer die daraus erwachsende Verwirrung und Hilflosigkeit noch nicht als eine unheilvolle Katastrophe anerkennen will, nur weil er vielleicht selbst noch genug zu essen und zu trinken hat, der Mensch verdient nicht mehr, noch Mensch genannt zu werden; denn er muß innerlich verdorben sein, abgestumpft gegen fremdes Leid.
„Alles ist schon dagewesen!“ lautet deren leichtfertige Rede. Allerdings, schon dagewesen ist
das einzelne! Aber nicht unter den Verhältnissen wie heute, nicht unter diesem Wissen, dessen man sich heute rühmt, nicht bei den Vorkehrungen, die man heute treffen kann! Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht!
Vor allen Dingen aber waren nie die
Anhäufungen der Geschehen. Es lagen früher Jahre zwischen den Naturereignissen, man sprach und schrieb monatelang von derartigen Vorgängen, die alle Völker der Kultur in Aufregung versetzten, während heute schon nach Stunden alles vergessen wird im Tanz oder im Alltagsklatsch. Es ist ein Unterschied, den man nicht sehen will, aus Furcht, die sich im Leichtsinn zeigt! In einem frevelhaften Nichtverstehenwollen.
„Die Menschheit darf sich nicht beunruhigen!“ ist das Gebot für heute. Aber nicht aus Menschheitsliebe, sondern nur aus Furcht, die Menschen könnten Forderungen stellen, denen niemand mehr gewachsen ist!
Oft sind ja die Beruhigungsversuche plump, so daß nur eine
gleichgiltige Menschheit schweigend darauf hören kann in einer Abgestumpftheit, wie sie heute herrscht. Daß dies aber feindliche Gegenarbeit ist gegen den hohen Willen Gottes, das zu erkennen und zu sagen, müht sich niemand.
Gott
will, daß Menschen diese Warnungen erkennen, welche deutlich sprechend in den vorwärtsschreitenden Geschehen liegen! Sie sollen aufwachen aus ihrem leichtfertigen Geistesdämmern, um nachdenkend noch rechtzeitig den Weg zur Umkehr zu beschreiten, bevor es nötig wird, daß all das Leid, was sie jetzt noch bei Nebenmenschen sehen können, auch sie ergreifen muß. Auflehnung gegen Gott ist es von allen, welche dies verhindern wollen durch die Reden der Beruhigung!

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Das verbogene Werkzeug“)

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Der Mensch soll sich nicht immer so in Feigheit hüllen, ableugnen zu wollen, was er wirklich tut, sondern er soll sich dessen stets ganz klar bewußt bleiben! Ein Heuchler ist noch schlimmer als ein Frevler.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Der Freundschaftskuß“)

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Es ist auch gar nicht nötig, daß er sie darin erkennt, sobald er ihr nur folgt und nicht vorauszueilen sucht in seinem Wissenwollen wie flüchtige Leser eines Buches, die es um der Spannung willen lesen, nur um freie Stunden damit auszufüllen und sich abzulenken von dem einseitigen Denken über ihre alltägliche Tätigkeit.
Sie sehen während des Lesens nicht die Menschen in dem Buche vor sich lebend auferstehen, achten nicht der einzelnen Entwickelungen, die die darin handelnden Personen in sich zu durchleben haben, sehen nicht die daraus sich entwickelnden haarscharfen Folgerungen, welche die Verhältnisse und die Umgebung immer wieder zu verändern fähig sind. Das alles wird von ihnen nicht beachtet, sondern es geht sprunghaft vorwärts, nur um dieses oder jenes in der Handlung schnell noch zu erfahren! Sie haben keinen Nutzen von den
besten Büchern, welche ein Stück Erdenleben wiedergeben, woraus der Leser vieles für sich schöpfen könnte, wenn er alles richtig in sich miterlebte!

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Verbogene Seelen“)

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Ein Wort zum…

Gerade der von Euch so hochgehaltene Familiensinn ist eine jener Gruben, die mit großer Sicherheit zahllose Opfer fordert und sie auch bekommt; denn viele Menschen werden rücksichtslos hineingeschleudert durch die ungeschriebenen Gesetze menschlicher Gepflogenheiten und darin von tausend Armen festgehalten, bis sie seelisch jammervoll verkümmernd wehrlos sich einfügen in die träge Masse, die sie mitzerrt in die Tiefen matter Unpersönlichkeit!
Und sonderbar: gerade alle diese Menschen, die mit zäher Energie an solchen falschen Formen festzuhalten suchen, bilden sich noch ein, vor Gott damit zu bestehen als besonders wertvoll seiend. Ich aber sage Euch, sie sind mit zu den Schädlingen zu zählen, welche die Entwickelung und die Erstarkung vieler Menschengeister
hemmen, anstatt sie zu fördern! […]
Ich will versuchen, Euch ein Bild zu geben, das Euch dem Verstehen näherbringen kann. Es hängt eng zusammen mit dem großen und gesetzmäßigen Kreisen in der Schöpfung, das, von dem Gesetze der Bewegung angetrieben, alles gesund erhalten soll, weil nur in richtiger Bewegung Frische und Kraft verbleiben können.
Nehmen wir einmal an, wie es sein
soll auf Erden, nicht, wie es jetzt ist. Da würde alles Geistige auf Erden einer klaren Flüssigkeit gleichen, die in dauernd kreisender Bewegung sich befindet und verbleibt, damit sie nicht verdickt oder wohl gar erstarrt.
Denkt auch an einen munter plätschernden Bach. Wie köstlich ist sein Wasser, wie erfrischend und belebend, Labung bietend allen Dürstenden und damit Freude bringend, Segen spendend auf dem Wege, den er nimmt.
Trennt sich jedoch von diesem Wasser hier und da ein kleiner Teil, indem es selbständig zur Seite springt, so bleibt der Teil, der sich abtrennte, in den meisten Fällen bald still liegen und als Tümpelchen zurück, welches in seiner Absonderung schnell die Frische und Klarheit verliert und üblen Geruch ausströmt, weil es ohne Bewegung nach und nach verdirbt und schlecht und faulig werden muß.
Genau so ist es mit dem geistigen Schwingen der Erdenmenschen. […] In dem harmonischen Schwingen und Kreisen des aufstrebenden Geistes, der erfrischend um die Erde strahlte, sie im Vereine mit dem Wesenhaften segenspendend hell durchdringend und mit sich emporziehend in starker Sehnsucht nach dem Lichte, bildeten sich plötzlich Stockungen durch kleine, nur noch träge mitkreisende Verdichtungen. Wie bei einer abkühlenden Suppe, wo sich das Fett gerinnend absondert.
Euch vielleicht noch verständlicher ist es, wenn ich den Vorgang mit ungesundem Blute vergleiche, das sich hier und da verdickend nur noch träge durch den Körper fließen kann und so das notwendige und erhaltende Durchpulsen hemmt. […]
So entstanden nach und nach die alles Geistschwingen belastenden und lähmenden Familienklumpen, die in ihren sonderbaren Arten gar nicht anders zu bezeichnen sind; denn die dazu Gehörenden
binden sich gegenseitig, hängen aneinander und bilden dadurch eine Schwere, die sie niederhält und immer weiter niederzieht.
Sie machen sich abhängig voneinander und verlieren nach und nach das ausgesprochene
Einzelpersönliche, was sie als geistig seiend kennzeichnet und deshalb auch dazu verpflichtet.
Damit schieben sie das in dem Gotteswillen für sie liegende Gebot achtlos zur Seite und machen sich zu einer Art von Gruppenseelen, die sie in ihrer Beschaffenheit nie wirklich werden können.
Jeder redet in des anderen Weg hinein, will oft sogar bestimmen und knüpft so unzerreißbare, bindende Fäden, die sie alle aneinanderketten und niederdrücken.
Sie erschweren es dem einzelnen, sich im Erwachen seines Geistes davon loszulösen und seinen Weg allein zu schreiten, auf dem er sich entwickeln kann und der ihm auch vom Schicksal vorgeschrieben ist. So wird es ihm unmöglich, von seinem Karma frei zu werden für den gottgewollten Aufstieg seines Geistes.
Sobald er nur den ersten Schritt auf dem Wege zur Freiheit
seines Geistes unternehmen will, der nur für ihn und seine Eigenart der rechte sein wird, nicht aber gleichzeitig für alle die, die sich Mitglieder der Familie nennen, erhebt sich sofort ein Geschrei, Mahnungen, Bitten, Vorwürfe oder auch Drohungen von allen denen, die diesen „Undankbaren“ damit in den Zwang ihrer Familienliebe oder Anschauungen wiederum zurückzureißen suchen!
Was wird darin alles geleistet, was wird angeführt, namentlich wenn es sich um die wertvollsten Dingen handelt, die ein Mensch besitzt, wie um die ihm von Gott gegebene und auch notwendige Entschlußkraft seines freien Wollens in
geistiger Beziehung, wofür er ganz allein und niemand anders für ihn vom Gesetz der Wechselwirkung zur Verantwortung gezogen wird. […]
[Es] brauset um Euch auf, sobald Eure Umgebung sieht, daß es Euch
ernst ist mit der Änderung Eueres Denkens und Empfindens, daß Euer Geist erwachen will und seine eignen Wegen wandeln, die für ihn zu der Entwickelung, wie auch gleichzeitig noch zu der Befreiung und Erlösung als Wechselwirkung früherer Entschlüsse vorgesehen sind.
Ihr werdet überrascht sein, ja bestürzt, zu sehen, daß man gern gewillt ist, Euch jeden gröbsten Fehler zu verzeihen, alles, selbst das Ärgste, aber nur nicht das Bestreben,
geistig frei zu werden und darin eigene Überzeugungen zu haben! Auch wenn Ihr gar nicht davon sprechen wollt, wenn Ihr die anderen damit in Frieden laßt, Ihr werden sehen, daß dies alles nichts zu ändern fähig ist, weil sie Euch nicht in Frieden lassen.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Familiensinn“)

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Ein Wort zum…

Ihr dachtet nie an eine notwendige Gegenleistung, achtetet nicht jenes großen Gottgesetzes, daß im Geben allein Recht zum Nehmen liegt, sondern Ihr habt gedankenlos genommen, mit oder ohne Bitten schrankenlos gefordert, ohne dabei einmal nur der Pflicht der Schöpfung gegenüber zu gedenken, in der Ihr Gäste Euch zu skrupellosen Herren machen wolltet!
Der Schöpfer sollte geben, immer geben. Ihr fragtet nicht einmal in ernstem Sinnen, womit Ihr das eigentlich verdientet, sondern Ihr habt nur geklagt bei selbsterworbenem Leid, gemurrt, wenn Euch einmal nicht in Erfüllung ging, was Ihr erhofftet. Und immer war das Hoffen, Euer Wünschen nur auf
Erdenglück gestellt. Um alles andere, das Wirklichere, habt Ihr Euch noch nie mit wahrer Sehnsucht recht gekümmert. Wo Ihr Euch doch einmal damit befaßtet, dort war es Erdenwissensdrang, sonst nichts.
Ihr wolltet finden, um damit zu glänzen. Und wenn es vorkam, daß Ihr aus der Not heraus zu forschen suchtet, so war es dann nur deshalb, um aus dieser Not herauszukommen, mag es nun
Seelen– oder Erdennot gewesen sein. Zur Ehre Gottes ist es nie geschehen!

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „In der grobstofflichen Werkstatt der Wesenhaften“)

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Ein Wort zum…

Er will sich nicht fügen, der Mensch dieser Erde, weil ihm die Wahl zu dem Wollen verblieb! Und deshalb kettet er seinen lebendigen Geist an die vergehende Form, deren Entstehen er nicht einmal kennt.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „In der grobstofflichen Werkstatt der Wesenhaften“)

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