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Daß das Zentrum von Kleinstädten stirbt, hört man ja oft. Ich kenne es aus meiner Heimatstadt. Wesentlicher krasser jedoch fiel es mir in meinem neuen Wohnort Elze auf. Die so passend benannte Hauptstraße (ich liebe logische Straßennamen) zieht sich tatsächlich wie eine Hauptschlagader mitten durch den Ort und war, wie man deutlich erkennt, einmal gesäumt von Geschäften aller Art. Elze muß einmal im Zentrum geboomt haben.
Und dann kamen die Supermärkte, die großes Gelände verlangten und somit an den Ortsrand gingen. Die Käufer zogen nach, denn wer läuft schon von Laden zu Laden, wenn er die Einkäufe in einem einzigen Geschäft abwickeln kann? Zuletzt kam in den letzten Jahren der Onlinehandel dazu, und damit war das ehemals pulsierende Zentrum tot. Derzeit halten sich noch einige letzte Geschäfte wacker: Bäcker, Fleischer, einige Cafés und Restaurants. Aber es ist kein Vergleich zu dem, was es einmal gewesen sein muß.

Vorläufig geschlossen…

Immerhin eine Art von Nachnutzung.

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Herr Huemer hat einen hochinteressanten Artikel auf Thanatos.tv veröffentlicht. Was mir beim Lesen des obigen Zitates allerdings in den Sinn kam, war der Evolutionsunterricht im Abendgymnasium. Ich war absolut fasziniert von den Vorgängen, von der Größe der Schöpfung und damit des Schöpfers, und gleiches ist der Fall bei der Astronomie! Wie da jemand desillusioniert sein kann, erschließt sich mir nicht. Vielleicht sind das Menschen sowohl der „strenggläubigen“ als auch der atheistischen Ausrichtung, ich weiß es nicht. Die einen klammern sich an ihr winziges Gottesbild, die anderen sehen hier sofort einen Beweis für die Nichtexistenz Gottes. Wenn man darüber nachdenkt, sind beide eigentlich gleich. Beiden schwebt eine so kleine, beschränkte Vorstellung von Gott vor. Wer sich davon losringen kann, der wird still und bescheiden, aber auch unendlich glücklich angesichts des großen Webens um uns herum.

Die Leitungsstelle einer Bibliothek, in der ich mich vor einiger Zeit beworben hatte und in der ich wirklich, wirklich gern gearbeitet hätte, ist ausgeschrieben. Die bisherige Leitung, die mich im Vorstellungsgespräch verhörte, ist vermutlich in Ruhestand gegangen. Ich nehme es den Entscheidungsträgern (und damit auch ihr) etwas übel, daß sie mich nicht nur nicht genommen haben, sondern nicht einmal eine Absage schickten. (Mangelnde Kommunikation ist aber generell ein Problem dort. Von Berufs wegen mußte ich dort jahrelang Berichten hinterherreklamieren.) Sie hätten eine Menge schwierige Dinge verhindern können. Nun ja. Irgendwie passend, ausgerechnet jetzt diese Ausschreibung vorzufinden.

Ganz was anderes: Die Tage die The Hunger Games-Trilogie gelesen und schwer beeindruckt. Für ein Jugendbuch sowieso ungemein bemerkenswert, aber der erwachsene Leser findet noch ganz andere Dinge jenseits der Handlung darin.

I don’t like change—does anyone? Yet I know from experience that my faith grows the most during times of change.
(Lynn Austin, Pilgrimage)

Ich bin nicht gut mit Dingen, auf die ich keinen Einfluß nehmen kann. Habe ich konkrete Aufgaben, bin ich in meinem Element. Aber warten auf den Gang der Instanzen, während Zeitdruck besteht? Probleme, die sich unter den gegebenen Voraussetzungen beim besten Willen nicht lösen lassen, und das dauerhaft, zeitlich unbegrenzt? Geht gar nicht. So etwas überfordert mich sofort, macht Sorge, Angst und letztlich Unwirschheit bis Aggression.
Vertrauen haben ist das Stichwort. Aber genau das bringe ich selten mit. Ich denke immer: Entweder a) habe ich einen Fehler gemacht und muß ihn nun gerechterweise ausbaden oder b) vielleicht ist es Karma oder irgendein anderer Sinn, womit ich ebenfalls selbst zurechtkommen muß. An anderer Stelle meinte ich bereits, daß das Wissen um die Zusammenhänge, das die Gralsbotschaft verleiht, vielleicht zu einem Verlust des einfachen Glaubens der Christen führt: Gott wird’s schon richten. Andere Kreuzträger mögen da viel vertrauender sein.

Dennoch lerne ich – oder halte die derzeitige schwierige Situation für eine Lerneinheit – Vertrauen zu haben, nein, eigentlich etwas ganz anderes: im Herrn zu ruhen, um diesen Ausdruck zu gebrauchen. Das heißt nicht, mich zurückzulehnen. Es heißt, daß sich der gesamte Fokus verschiebt. Das Irdische ist immer noch sehr da, es wird auch nicht weggehen, aber es verliert seine bedrückende Macht, wenn man seinen Blick „nach oben“ ausrichtet. Die Vögel und die Lilien auf dem Felde – das ist, glaube ich, was Christus mit seinen Worten meinte. Es ist so leicht, in den Alltagssorgen, die uns so schwerwiegend erscheinen, aber im großen Zusammenhang gesehen nur eine vorübergehende Sache sind, den Blick auf das Ewige zu verlieren.

Maybe that’s why we call the dry, parched time in our lives, when our soul withers and God seems very far away, “a wilderness experience.”
Such experiences often come at times of change and upheaval. When God wants to shake us free from our old habits and lead us into a new walk with Him, He sometimes begins with a desert journey. […]
God knows that we all need to be brought out to the desert from time to time to free us from our comfortable self-sufficiency. If He strips us of all our own resources, we just might learn to lean on Him. And to start praying again. […]
Maybe that’s what this desert time in my own life is supposed to accomplish. Maybe God wants me to stop grumbling and looking back at the past and learn to trust Him for my future.
The truth is, I really don’t want to walk by faith. Do any of us? I prefer comfort and safety, a well-stocked pantry and an abundant water supply, a map that shows exactly where I’m going and how long it will take to get there – and I would like to choose the destination myself, thank you. But who needs God if I have all those things? Israel’s downfall didn’t come when they were homeless wanderers in the desert, but when they lived in cities where they were self-sufficient and well fed. God had warned them that, “When you eat and are satisfied, when you build fine houses and settle down … then your heart will become proud and you will forget the Lord your God, who … led you through the vast and dreadful desert, that thirsty and waterless land” (Deuteronomy 8:12, 14-15).

Man lernt, ganz andere Dinge zu schätzen. Kleine Dinge. Kostbare Momente. Man lernt, sein Leben mit solchen Momenten zu füllen. Mir ist so viel gegeben worden, und ich habe es nicht genutzt, habe es verschwendet. Das, so mein Vorsatz beim neuen Lebensabschnitt (obwohl ich sonst nie Vorsätze fasse), soll mir nicht noch einmal passieren. Und ich habe Fehler abzulegen, wozu mir die momentane Lage helfen soll; das erkenne ich ganz deutlich. Ich dachte bislang immer, das Ablösen und Ablegen geschähe, ohne daß die betreffende Person es bewußt mitbekäme, aber das stimmt gar nicht, glaube ich inzwischen. Mich ändern, Lehren ziehen, es beibehalten, das sind alles Dinge, die ich selbst tun muß, aber das bedeutet nicht, daß es in Ignoranz geschehen muß.
Auf vieles habe ich keinen Einfluß. Aber das, mit dem ich arbeiten kann, soll einen Wert besitzen.

Bitter

Gerade bei einer Recherche zu einem ganz anderen Thema in den Innsbrucker Nachrichten vom 25.3.1936 entdeckt:

Aus Ankara wird gemeldet: Das türkische Justizministerium hat dreißig Frauen zu Richtern an verschiedenen türkischen Gerichten ernannt. Sämtliche sind Absolventen der juristischen Fakultät von Istanbul.

Heute kehrt man zu traditionellen Werten zurück, nun ja.

Ein Film, der mich persönlich sehr berührte, ist The Case for Christ (dt. Der Fall Jesus) nach einer wahren Geschichte. Die Ausgangslage: Nach einigen Jahren glücklicher Ehe konvertiert Leslie Strobel zum Christentum. Ihr Ehemann Lee, Atheist, kommt mit diesem Wandel nicht zurecht; das Ehe- und Familienleben wird zum Schlachtfeld.
Lee und Leslies Geschichte hat ein Happy End, und der sehr gelungene Film ist schon allein wegen Lees Recherche in die Wahrheit hinter dem Christentum ausgesprochen sehenswert. Aber wie gesagt, für mich spielt auch die persönliche Ebene mit hinein. Meine Eltern waren, was die Strobels in einem ihrer Bücher „spiritually mismatched“ nennen, ein auf spiritueller Ebene unpassendes Paar. Die Ausgangslage war ähnlich: Meine Mutter Suchende, zunächst zur Kirche tendierend, womit mein Vater keine Probleme hatte – er war sein Leben lang „Nennchrist“, also getauft und auch nicht bereit, aus der Kirche auszutreten, obwohl er sonst damit nichts zu tun hatte. Es war das Normale, das, was man kannte. Seine Eltern und Großeltern waren getauft. Die Nachbarn waren es. Mein Vater mochte Prinzipien. („Flexibel wie eine Eichenschrankwand“, sagt mein Kollege immer.)
Dann fand meine Mutter zur Gralsbotschaft, und von da an geriet das Familienleben aus den Fugen. Vermutlich war auch vorher nicht die vollkommene Harmonie vorhanden, aber mein Vater gab „dem Gral“ die Schuld am Scheitern der Ehe (wenn man’s so nennen möchte – meine Eltern blieben verheiratet, bis wortwörtlich der Tod sie schied). Kindererziehung wurde ein Problem. Der schlimmste Krach, an den ich mich erinnern kann – und sie hatten so einige spektakuläre –, resultierte, als auch ich „mit dieser Spinnerei anfing“.

Sicher keine Einzelsituation. Ich weiß nicht, wie die Statistik aussieht, aber wohl die wenigsten Kreuzträger lernen ihren zukünftigen Ehe- oder Lebenspartner kennen, nachdem beide bereits Kreuzträger sind. Und es ist nicht einmal eine Situation, die nur auf Leser und Bekenner der Gralsbotschaft zutrifft. Lee und Leslie Strobel haben ein Buch zum Thema geschrieben, in diesem Fall das Christentum betreffend: Spiritual Mismatch (in einer früheren Ausgabe Surviving a Spiritual Mismatch in Marriage, diese ins Deutsche übersetzt unter dem Titel Wenn der Glaube zwischen uns steht). Ja, ich habe meine Eltern darin wiedergefunden. Und vielleicht wäre es gut gewesen, hätte meine Mutter dieses Buch damals gehabt… wobei ich bezweifle, daß sie es angewendet hätte, aber das ist eine andere Sache. Wem als Leserin oder Leser der Gralsbotschaft diese Situation bekannt vorkommt, dem sei das Buch auf jeden Fall ans Herz gelegt. Auch wenn es auf Christen zugeschnitten ist, sind viele universell anwendbare Ratschläge darin zu finden.

Nachdem ich insbesondere durch Ellen Moody immer davon gehört hatte, aber davor zurückgeschreckt war, tat ich mir nun endlich die erste Staffel von The Handmaid’s Tale an – und bin froh darüber. Obwohl die Geschichte natürlich nicht einfach ist, ist die Umsetzung großartig und berechtigterweise mehrfach preisgekrönt. Für mich liegt der Fokus gar nicht mal so sehr auf dem Plot. Es sind die Charaktere und ihre verflochtenen Beziehungen zueinander, die bestechen; all das, was nicht ausgesprochen wird, aber durch die Bilder, durch Komposition, Schnitt und Gegenschnitt um so deutlicher hervortritt. Selbst die nominellen Antagonisten sind keine Gewinner der Situation, sondern ebenso in der Maschinerie ihres eigenen Schaffens gefangen wie die vermeintlichen Opfer. Ich kann nicht behaupten, daß ich auch nur einen von ihnen herzlos fand, auch wenn sie furchtbare Dinge taten, und das ist die Stärke der Geschichte. Man versteht die Charaktere, selbst wenn man mit ihren Handlungen nicht übereinstimmt.

Zwillingsszenen ohne Worte: Serena beobachtet verstohlen Offred/June und Nick…

… die einfache, grundlegende Verbindung beider, die sie selbst mit ihrem Mann nicht mehr haben darf, nach ihren eigenen, sich verselbständigt habenden Gesetzen.

Kurios ist, daß ich, die bei Sexszenen immer „Hm“ sagt, ausgesprochen angetan bin von dem großen – hust – Klimax am Ende von „Faithful“. Überhaupt ist diese Folge für mich die entscheidendste und am besten gestaltete der ganzen Staffel. Das zunehmende Interesse des Commanders an Offred, aber noch mehr ihr eigenes, nicht mehr zu leugnendes Begehren für Nick lassen sie mit ihrem Gewissen kämpfen – ist sie Luke untreu, selbst wenn er (wie sie zu diesem Zeitpunkt glaubt) tot ist? Die Antwort kommt durch Emilys Handlungsstrang, und nun machen für den Zuschauer auch die zahlreichen Rückblenden Sinn: In allererster Linie muß June sich selbst treu sein. Großartig umgesetzt.
(Nicht unwitziger, dabei aber sehr akkurater Artikel dazu: https://www.tor.com/2017/05/11/the-handmaids-tale-faith-television-review/)

Da die Listen über die zweite Staffel eher durchwachsener Meinung sind, werde ich wohl darauf verzichten. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. (So auch Outlander, die, wie ich gelesen habe, bereits bis Staffel 6 abgesegnet wurde.)

Aus dem Autorenblog, paßt hier eindeutig besser.

Für den Menschen braucht es in der Schöpfung kein Mysterium zu geben, darf es nicht; denn Gott will, daß seine Gesetze, die in der Schöpfung wirken, dem Menschen gut bekannt sind, damit er sich darnach richten kann und durch sie leichter seinen Weltenlauf vollendet und erfüllt, ohne in Unwissenheit abzuirren.

Der ehemalige Herrenhäuser Pastor Jan Olaf Rüttgardt stellte am 23.1. im Kirchsaal der Herrenhäuser Kirche sein Buch Die Botschaft der Evangelisten vor. „Der Evangelisten“, wie er betonte, „nicht der Evangelien.“ Denn nach derzeitigem Stand der Forschung lassen sich die Berichte über Jesu Wirken erst auf Quellen aus zweiter bis dritter Hand zurückführen. Aufgrund der Kürze der Zeit konnte Herr Rüttgardt das spannende Thema seines Buches nur anreißen, ein Thema, das ihn spürbar fasziniert – ich mag es sehr, wenn ein Forscher vom Thema seiner Forschung begeistert ist und dies auch vermitteln kann! Gleichzeitig ist er bei aller Theologie, aller Wissenschaft also, ein gläubiger Mensch, und auch dies ist eine Mischung, die ich sehr wertschätze. Zurückdenkend an meine Israelreise beispielsweise konnte ich diese Mischung bei unserer mitreisenden Pastorin a.D. nicht feststellen; sie war Theologin allein mit Hirn, nicht mit Herz und sah alle Niederschriften als Symbol für etwas. Ich wartete nur darauf, daß sie eines Tages sagen würde, auch Gott sei nur ein Symbol. „Theologie zerstört jede Art von Glauben“, wie sie bekannte.

Das ist nun eine interessante Aussage. Herr Rüttgardt hätte sicherlich einiges darauf zu erwidern. Aber auch seine Sicht der Dinge ist aus dem Blickwinkel der Lehre der Gralsbotschaft befremdlich. Ja, die vier Evangelien widersprächen sich teilweise, erklärte er, und manches in ihnen stehe in direktem Widerspruch zu dem, was man heute als Christ erwarten würde. Vieles, so Rüttgardt, könne man aus heutiger Sicht, aus unserem kulturellen Umfeld heraus gar nicht verstehen. Denn man dürfe nicht vergessen, daß das Christentum in seinen Anfängen aus einer sehr fremden Kultur stamme. Und manches sei ganz einfach unverständlich. Das spiele aber gar nicht so eine wichtige Rolle, erläuterte er. Nicht für ihn und in seinen Augen auch nicht für das Christentum, für das Verständnis des Glaubens. Kurzgefaßt: Man muß nicht alles verstehen, um zu glauben.

Das sind nun zwei entgegengesetzte Standpunkte: Glauben, ohne sich von Widersprüchen, Unklarheiten oder auch wissenschaftlich belegten Fehlern in der Bibel beirren zu lassen versus dem Voranstellen wissenschaftlicher Erkenntnisse und dem damit verbundenen Verlust des – ich nenne es mal kindlichen – Glaubens. Ein dritter Standpunkt, auf den ich im Buch The Sisters of Sinai stieß: Echter Glaube überlebt wissenschaftliche Erkenntnisse. Nicht in dem Sinne, daß diese Erkenntnisse ausgeblendet werden, sondern daß der Glaube stark genug ist, Neuerungen zu überleben. Ich kann nicht sagen, welcher Standpunkt der wertvollere ist.

Die Gralsbotschaft ist sehr deutlich in dieser Hinsicht mit ihrer Warnung vor blindem Glauben. Und dennoch halte ich es für wichtig, sich auch als Kreuzträger Gedanken über diese Dinge zu machen. Im Vortrag „Im Lande der Dämmerung“ beispielsweise warnt Abd-ru-shin sehr deutlich auch die Kreuzträger. Es ist so bequem, diesen Vortrag nur auf das Christentum zu beziehen, weil dies das Beispiel ist, das aus der zur Zeit und im Umfeld des Herrn vorherrschenden Kultur heraus gewählt wurde. Vielleicht läßt man sich auch herab, andere Religionen, vielleicht noch den Spiritismus oder Okkultismus darin zu erkennen. Doch „… von dem ich heute nur einen ganz kleinen Teil erklärte“, warnt Abd-ru-shin im Abschluß des Vortrages. Von diesem An-Äußerlichkeiten-Festkrallen sehen wir unter den Kreuzträgern mehr als genug. Sei es das Schisma zwischen „Berg-Kreuzträgern“ und „Bewegungs-Kreuzträgern“ und allen den Splittergrüppchen, die nebenher existieren, sei es der Streit um die „richtige“ Ausgabe der Botschaft, sei es der Verjüngungs- und Modernisierungstick, der aktuell in der Bewegung grassiert (kein Feuerzeug verwenden beim Anzünden der Altarkerzen und die bizarre Begründung dafür – mir fehlen die Worte)… was ist das alles? Kein lebendiger Glaube, keine lebendige Überzeugung, so viel steht fest. Das ist Dogma. Das ist Sektierertum. Und das sind Äußerlichkeiten, über denen viele Kreuzträger vergessen, was wichtig ist.

Aber gehen wir noch weiter. Auch in der Botschaft finden wir Voraussagen, die sich sehr aktuell auf das Datum der Niederschrift bezogen lesen und bis heute nicht eingetroffen sind. Es gibt verschiedenste Reaktionen darauf, die alle dem Muster der drei oben genannten Standpunkte entsprechen. Die Wegbereiter sind unübersehbar persönlich eingefärbt und widersprechen sich in den gleichen Schilderungen, und dennoch gelten sie für die einen Kreuzträger als beinahe gleichbedeutend mit den Schriften Abd-ru-shins, während die anderen sie als Kitsch ablehnen. Die „Sekundärschriften“, Memoiren etc., widersprechen sich, je nach dem persönlichen Standpunkt des Erinnernden, und dennoch werden einzelne Aussagen von heutigen Kreuzträgern als Offenbarungen gehandhabt und andere abgelehnt. Muster unbekannt.

Wie gehen wir als Kreuzträger mit all dem um? Wie beziehen wir Widersprüche, Unklarheiten, Zweifel in unseren Glauben oder unsere Überzeugung mit ein? Sind wir, so beliebt es ist, sich als besser oder fortgeschrittener vorzustellen als beispielsweise die Christen, wirklich so anders?
Ich würde mir gern vorstellen, daß wir zumindest geistiger wären, nicht so ausschließlich dem Irdischen verhaftet, wie mir das Christentum in vielem zu sein scheint. Ob ich damit recht habe, wer weiß?

Es soll ja nicht gesagt sein, daß ich nur über die Schurken der Geschichte schreibe. Nach dem miesen Verhalten der Umzugsfirma war die Monteurfirma wirklich klasse, also: Wer im Raum Hildesheim sehr nette, hilfsbereite und natürlich auch fähige Leute für Monteurarbeiten sucht, sei an die Firma Fütterer verwiesen. Nur zu empfehlen!

Der Erlöser

wunderkreuz

Der Heiland am Kreuze! Zu Tausenden sind diese Kreuze aufgestellt, als Wahrzeichen dafür, daß Christus um der Menschheit willen litt und starb. Sie rufen den Gläubigen von allen Seiten zu: „Denket daran!“
Auf einsamer Flur, in den belebten Großstadtstraßen, in stiller Kammer, in den Kirchen, an Gräbern und zu Hochzeitsfeiern, überall dient es zum Trost, zur Stärkung und zur Mahnung. Denket daran! Um Euerer Sünden willen ist es geschehen, daß der Gottessohn, der Euch das Heil zur Erde brachte, an dem Kreuze litt und starb.
Mit innigem Erschauern tritt der Gläubige herzu, in tiefer Ehrfurcht und voll Dankbarkeit. Mit Frohgefühl verläßt er dann die Stätte in dem Bewußtsein, durch den Opfertod auch seiner Sünden ledig geworden zu sein.
Du ernsthaft Suchender jedoch, geh hin, tritt vor das Wahrzeichen heiligen Ernstes und bemühe Dich, Deinen Erlöser zu verstehen! Wirf ab den weichen Mantel der Bequemlichkeit, der Dich so angenehm erwärmt und Wohlgefühl behaglichen Geborgenseins erzeugt, das Dich hindämmern läßt bis zu der letzten Erdenstunde, wo Du dann jäh aus Deinem Halbschlummer gerissen wirst, Dich loslöst von der irdischen Befangenheit und plötzlich ungetrübter Wahrheit gegenüberstehst. Dann ist Dein Traum schnell ausgeträumt, an den Du Dich geklammert hast, mit dem Du Dich in Tatenlosigkeit versenktest.
Deshalb erwache, Deine Erdenzeit ist kostbar! Um Eurer Sünden willen kam der Heiland, das ist unantastbar und buchstäblich richtig. Auch daß er um der Schuld der Menschheit willen starb.
Doch dadurch werden Deine Sünden nicht von Dir genommen! Das Erlösungswerk des Heilands war, den Kampf mit dem Dunkel aufzunehmen, um der Menschheit Licht zu bringen, ihr den Weg zu öffnen zur Vergebung aller Sünden.
Wandern muß ein jeder diesen Weg allein, nach des Schöpfers unumstößlichen Gesetzen. Auch Christus kam nicht, die Gesetze umzustoßen, sondern zu erfüllen. Verkenne doch nicht den, der Dir Dein bester Freund sein soll! Nimm für die wahren Worte nicht irrtümlichen Sinn!
Wenn es ganz richtig heißt: Um der Menschheit Sünden willen geschah dies alles, so ist damit gesagt, daß Jesu Kommen nur deshalb notwendig wurde, weil sich die Menschheit nicht mehr allein aus dem selbstgeschaffenen Dunkel herauszufinden und von dessen Klammern zu befreien vermochte.
Christus mußte diesen Weg der Menschheit zeigen. Hätte sich diese nicht so tief in ihre Sünden verstrickt, das heißt, wäre die Menschheit nicht den falschen Weg gegangen, so würde das Kommen Jesu nicht notwendig geworden sein, ihm wäre der Kampf- und Leidensweg erspart geblieben.
Deshalb ist es ganz richtig, daß er nur um der Sünden der Menschheit willen kommen mußte, wenn diese nicht auf dem falschen Wege ganz in den Abgrund, in das Dunkel gleiten sollte.
Das sagt aber nicht, daß damit jedem Einzelmenschen im Handumdrehen auch seine persönliche Schuld quittiert werden soll, sobald er nur wirklich an die Worte Jesu glaubt und darnach lebt. Lebt er aber nach den Worten Jesu, so werden ihm seine Sünden vergeben werden. Allerdings erst nach und nach zu einer Zeit, sobald die Auslösung durch die Gegenarbeit des guten Wollens in der Wechselwirkung erfolgt. Nicht anders. Zum Unterschiede dafür ist bei denen, die nicht nach den Worten Jesu leben, eine Vergebung überhaupt nicht möglich.
Das besagt nun aber nicht, daß nur Angehörige der christlichen Kirche Vergebung der Sünden erlangen können.
Jesus verkündete die Wahrheit. Seine Worte müssen deshalb auch alle Wahrheiten anderer Religionen mitenthalten. Er wollte nicht eine Kirche gründen, sondern der Menschheit den wahren Weg zeigen, der ebensogut auch durch die Wahrheiten anderer Religionen führen kann. Deshalb finden sich in seinen Worten auch so viele Anklänge an damals schon bestehende Religionen.
Jesus hat diese nicht daraus entnommen, sondern, da er die Wahrheit brachte, mußte sich darin auch alles das wiederfinden, was in anderen Religionen schon von Wahrheit vorhanden war.
Auch wer die Worte Jesu selbst nicht kennt und ernsthaft nach der Wahrheit und Veredelung strebt, lebt oft schon ganz im Sinne dieser Worte und geht deshalb mit Sicherheit auch einem reinen Glauben und der Vergebung seiner Sünden zu. Hüte Dich deshalb vor einseitiger Anschauung. Es ist Entwertung des Erlöserwerkes.
Wer ernsthaft nach der Wahrheit, nach der Reinheit strebt, dem fehlt auch nicht die Liebe. Er wird, wenn auch manchmal durch harte Zweifel und Kämpfe, geistig von Stufe zu Stufe emporgeführt und, gleichviel, welcher Religion er angehört, schon hier oder auch erst in der feinstofflichen Welt dem Christusgeiste begegnen, der ihn dann letzten Endes weiterführt bis zur Erkenntnis Gottvaters, worin sich das Wort erfüllt: „Niemand kommt zum Vater denn durch mich.“
Das „letzte Ende“ beginnt aber nicht mit den letzten irdischen Stunden, sondern auf einer gewissen Stufe in der Entwicklung des geistigen Menschen, für den das Hinübergehen aus der grobstofflichen in die feinstoffliche Welt nur eine Wandlung bedeutet.

Nun zu dem Geschehen des großen Erlöserwerkes selbst: Die Menschheit irrte in geistiger Dunkelheit. Sie hatte sich diese selbst geschaffen, indem sie sich mehr und mehr nur dem Verstande unterwarf, den sie erst mühsam großgezogen hatte. Damit zogen die Menschen auch die Grenzen des Begriffsvermögens immer enger, bis sie gleich dem Gehirn bedingungslos an Raum und Zeit gebunden waren und den Weg zu Unendlichem und Ewigem nicht mehr erfassen konnten.
So wurden sie ganz erdgebunden, beschränkt auch Raum und Zeit. Jede Verbindung mit dem Licht, dem Reinen, Geistigen war damit abgeschnitten. Das Wollen der Menschen vermochte sich nur noch auf Irdisches zu richten bis auf wenige, die als Propheten nicht die Macht besaßen, durchzudringen, freie Bahn zu schaffen zu dem Licht.
Durch diesen Zustand waren dem Übel alle Tore geöffnet. Dunkel quoll herauf und strömte unheilbringend über die Erde. Das konnte nur ein Ende bringen: geistigen Tod. Das Furchtbarste, das den Menschen treffen kann.
Die Schuld an allem diesem Elend aber trugen die Menschen selbst! Sie hatten es herbeigeführt, da sie freiwillig diese Richtung wählten. Sie hatten es gewollt und großgezogen, waren sogar noch stolz auf die Errungenschaft in ihrer maßlosen Verblendung, ohne in der sich mühevoll selbst aufgezwungenen Beschränktheit des Begreifens die Furchtbarkeit der Folgen zu erkennen. Von dieser Menschheit aus war kein Weg zu dem Licht zu schaffen. Die freiwillige Einengung war schon zu groß.
Wenn Rettung überhaupt noch möglich werden sollte, mußte von dem Lichte aus Hilfe kommen. Sonst war der Untergang der Menschheit in das Dunkel nicht mehr aufzuhalten.
Das Dunkel selbst hat durch die Unreinheit eine größere Dichtheit, die Schwere mit sich bringt. Wegen dieser Schwere vermag es von sich aus nur bis zu einer bestimmten Gewichtsgrenze emporzudringen, wenn ihm nicht von anderer Seite her eine Anziehungskraft zu Hilfe kommt. Das Licht aber besitzt eine seiner Reinheit entsprechende Leichtheit, die es ihm unmöglich macht, sich bis zu diesem Dunkel hinabzusenken.
Es ist dadurch zwischen beiden Teilen eine unüberbrückbare Kluft, in der der Mensch mit seiner Erde steht!
In der Menschen Hand nun liegt es, je nach Art ihres Wollens und Wünschens dem Lichte oder dem Dunkel entgegenzukommen, die Tore zu öffnen und die Wege zu ebnen, damit entweder das Licht oder das Dunkel die Erde überflutet. Sie selbst bilden dabei das Postament, durch dessen Wollenskraft Licht oder Dunkel festen Halt bekommt und von da aus mehr oder weniger kraftvoll wirken kann.
Je mehr das Licht oder das Dunkel dadurch auf Erden Macht gewinnt, desto mehr überschüttet es die Menschheit mit dem, was es zu geben hat, mit Gutem oder Bösem, Heil oder Unheil, Glück oder Unglück, Paradiesesfrieden oder Höllenqual.
Der Menschen reines Wollen war zu schwach geworden, um in dem schon überwiegenden schweren, alles erstickenden Dunkel auf Erden dem Lichte einen Punkt zu bieten, an den es sich halten konnte, mit dem es sich zu verbinden vermochte, derart, daß es in ungetrübter Reinheit und dadurch ungeschmälerter Kraft das Dunkel spaltete und die Menschheit erlöste, die sich dann an der dadurch angeschlagenen Quelle Kraft holen und den Weg aufwärts finden konnte zu den lichten Höhen.
Dem Lichte selbst aber war es nicht möglich, sich so weit herabzusenken in den Schmutz, ohne daß ein starker Halt dazu geboten wurde. Deshalb mußte ein Mittler kommen. Nur ein Gesandter aus lichten Höhen konnte durch Fleischwerdung die durch der Menschen Wollen gebildete dunkle Mauer sprengen und unter allem Bösen das grobstoffliche Postament für das göttliche Licht bilden, das fest mitten in dem schweren Dunkel steht. Von dieser Verankerung aus vermochten dann die reinen Strahlen des Lichtes die dunklen Massen zu spalten und zu zerstreuen, damit die Menschheit nicht vollständig im Dunkel versank und erstickte.
So kam Jesus um der Menschheit und deren Sünde willen!
Die so geschaffene neue Verbindung mit dem Licht konnte bei der Reinheit und Stärke des Lichtgesandten nicht vom Dunkel abgeschnitten werden. Damit war für die Menschen ein neuer Weg zu den geistigen Höhen gebahnt.

Von Jesus, diesem entstandenen irdischen Postament des Lichtes, gingen nun dessen Strahlen in das Dunkel durch das lebendige Wort, das die Wahrheit brachte. Er konnte diese Wahrheit unverfälscht übermitteln, da er Wort und Wahrheit selbst war.
Die Menschen wurden nun aus ihrem Dämmerzustand aufgerüttelt durch die gleichzeitig geschehenden Wunder. Diesen nachgehend, stießen sie auf das Wort. Mit dem Hören der von Jesus gebrachten Wahrheit aber und dem Nachdenken darüber erwachte nach und nach in Hunderttausenden der Wunsch, dieser Wahrheit nachzugehen, mehr davon zu wissen. Und damit strebten sie dem Lichte langsam entgegen.
Durch den Wunsch wurde das sie umgebende Dunkel gelockert, ein Lichtstrahl nach dem anderen drang sieghaft ein, indem die Menschen über die Worte nachdachten und sie für richtig fanden. Es wurde heller und heller um sie, das Dunkel fand keinen festen Halt mehr an solchen und fiel zuletzt von ihnen abgleitend zurück, womit es mehr und mehr an Boden verlor. So wirkte das Wort der Wahrheit in dem Dunkel wie ein keimendes Senfkorn und wie Sauerteig im Brote.
Und das war das Erlöserwerk des Gottessohnes Jesus, des Licht- und Wahrheitsbringers.
Das Dunkel, das die Herrschaft über die gesamte Menschheit schon zu haben wähnte, bäumte sich dagegen auf in wildem Kampfe, um das Erlöserwerk unmöglich zu machen. An Jesus selbst konnte es nicht heran, es glitt an seiner reinen Empfindung ab. Da war es selbstverständlich, daß es sich seiner willigen Werkzeuge bediente, die es zum Kampfe zur Verfügung hatte.
Dies waren die Menschen, die sich ganz richtig „Verstandesmenschen“ nannten, also sich dem Verstande fügten und somit wie dieser fest an Raum und Zeit gebunden waren, wodurch sie höhere, geistige Begriffe, weit über Raum und Zeit stehend, nicht mehr erfassen konnten. Es wurde ihnen deshalb auch unmöglich, der Lehre der Wahrheit zu folgen.
Sie alle standen ihrer eigenen Überzeugung nach auf zu „realem“ Boden, wie auch heute noch so viele. Realer Boden aber heißt in Wirklichkeit ein arg beschränkter Boden. Und alle diese Menschen waren gerade die Mehrzahl derer, die die Macht vertraten, also obrigkeitliche und religiöse Gewalt in den Händen hatten.
So peitschte das Dunkel in tobender Gegenwehr diese Menschen auf bis zu den groben Übergriffen, die sie gegen Jesus mit der in ihren Händen liegenden irdischen Gewalt ausübten.
Das Dunkel hoffte, dadurch das Erlöserwerk zerstören zu können. Daß es diese Macht auf Erden überhaupt ausüben konnte, war lediglich Schuld der Menschheit, die durch ihre selbstgewählte falsche Einstellung ihr Begriffsvermögen verengt und somit dem Dunkel Oberhand gegeben hatte.
Und um dieser Sünde der Menschheit willen mußte Jesus leiden! Das Dunkel peitschte weiter bis zum äußersten: Jesus erlitt den Kreuzestod, wenn er bei seinen Behauptungen blieb, der Wahrheit- und Lichtbringer zu sein. Es galt die letzte Entscheidung. Eine Flucht, ein Sichzurückziehen von allem konnte ihn von dem Kreuzestod retten. Das aber würde Sieg des Dunkels im letzten Augenblicke bedeutet haben, weil dann das ganze Wirken Jesu langsam im Sande verlaufen wäre und das Dunkel sich siegreich über allem schließen konnte. Jesus hätte seine Sendung nicht erfüllt, das begonnene Erlösungswerk wäre unvollendet geblieben.
Der innere Kampf in Gethsemane war hart, aber kurz. Jesus scheute den irdischen Tod nicht, sondern ging für die von ihm gebrachte Wahrheit ruhig in den irdischen Tod. Mit seinem Blute am Kreuze drückte er das Siegel auf alles das, was er gesagt und gelebt hatte.
Durch diese Tat überwand er das Dunkel völlig, das den letzten Trumpf damit ausgespielt hatte. Jesus siegte. Aus Liebe zur Menschheit, der dadurch der Weg zur Freiheit in das Licht blieb, weil sie durch diesen Tod an der Wahrheit seiner Worte bestärkt wurde.
Ein Entziehen durch die Flucht und das damit verbundene Aufgeben seiner Arbeit hätte ihnen Zweifel bringen müssen.
Jesus starb also um der Menschheit Sünde willen! Wäre die Sünde der Menschheit nicht gewesen, die Abwendung von Gott in Einengung durch den Verstand, so konnte sich Jesus sein Kommen ersparen, ebenso seinen Leidensweg und seinen Kreuzestod. Deshalb ist es ganz richtig, wenn es lautet: Um unserer Sünde willen kam Jesus, litt und starb den Kreuzestod!

Darin liegt aber nicht, daß Du Deine eigenen Sünden nicht selbst zu lösen hättest!
Du kannst es nur jetzt leicht, weil Jesus Dir den Weg durch Überbringung der Wahrheit in seinen Worten gezeigt hat.
So vermag auch der Kreuzestod Jesu nicht einfach Deine eigenen Sünden wegzuwaschen. Sollte derartiges geschehen, so müßten vorher die ganzen Gesetze des Weltalls gestürzt werden. Das geschieht aber nicht. Jesus selbst beruft sich oft genug auf alles das, „was geschrieben steht“, also auf das Alte. Das neue Evangelium der Liebe hat auch nicht die Absicht, das alte der Gerechtigkeit zu stürzen oder abzustoßen, sondern zu ergänzen. Es will damit verbunden sein.
Vergiß deshalb nicht die Gerechtigkeit des großen Schöpfers aller Dinge, die sich nicht um ein Haar verrücken läßt, die ehern steht von Anbeginn der Welt und bis zu deren Ende! Sie würde gar nicht zulassen können, daß jemand die Schuld eines anderen auf sich nimmt, um sie zu sühnen.
Jesus konnte um anderer Schuld willen, also wegen der Schuld anderer, kommen, leiden, sterben, als Kämpfer aufzutreten für die Wahrheit, aber er selbst blieb unberührt und rein von dieser Schuld, deshalb vermochte er sie auch nicht persönlich auf sich zu nehmen.
Das Erlöserwerk ist deshalb nicht geringer, sondern ein Opfer, wie es größer nicht sein kann. Jesus kam aus der lichten Höhe für Dich in den Schmutz, er kämpfte um Dich, litt und starb für Dich, um Dir Licht zu bringen zu dem rechten Weg aufwärts, damit Du nicht im Dunkel Dich verlierst und untergehst!
So steht Dein Erlöser vor Dir. Das war sein gewaltiges Liebeswerk.
Gottes Gerechtigkeit blieb in den Weltgesetzen ernst und streng bestehen; denn was der Mensch säet, das wird er ernten, sagt auch Jesus selbst in seiner Botschaft. Kein Heller kann ihm nachgelassen werden auf Grund der göttlichen Gerechtigkeit!
Daran denke, wenn Du vor dem Wahrzeichen heiligen Ernstes stehst. Danke innig dafür, daß Dir der Erlöser mit seinem Wort den Weg neu eröffnete zur Vergebung Deiner Sünden, und verlasse die Stätte mit dem ernsten Vorsatze, diesen Dir gezeigten Weg zu gehen, damit Dir Vergebung werden kann.
Den Weg gehen aber heißt nicht etwa nur, das Wort zu lernen und daran zu glauben, sondern dieses Wort zu leben! Daran zu glauben, es für richtig zu halten und nicht in allem auch darnach zu handeln, würde Dir gar nichts nützen. Im Gegenteil, Du bist schlimmer daran als solche, die gar nichts von dem Worte wissen.
Deshalb wache auf, die Erdenzeit ist für Dich kostbar!

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft)