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Ein Wort zum…

„Bist Du Gottes Sohn, so steige herab vom Kreuze! Hilf Dir selbst und uns!“ Höhnend schallten diese Sätze zu dem Gottessohn hinauf, als er unter brennenden Sonnenstrahlen am Kreuz litt.
Die Menschen, welche also riefen, hielten sich für ganz besonders klug. Sie höhnten, triumphierten, lachten haßerfüllt, ohne einen eigentlichen Grund dafür zu haben; denn das Leiden Christi war doch sicherlich kein Grund zu Spott und Hohn, noch weniger zum Lachen. Es würde ihnen auch vergangen sein, wenn sie nur einen Augenblick die gleichzeitigen Vorgänge im feinstofflichen und im geistigen Reiche hätten „sehen“ können; denn ihre Seelen wurden dabei schwer gebunden auf Jahrtausende. Und wenn auch grobstofflich die Strafe nicht so schnell sichtbar werden konnte, so kam sie doch in
allen weiteren Erdenleben, zu denen die frevelnden Seelen daraufhin gezwungen waren.
Die Höhnenden dünkten sich damals klug. Sie konnten aber keinen treffenderen Ausdruck als Beweis ihrer Beschränktheit abgeben als diese Worte; denn darin liegt die kindischste Anschauung, die man sich denken kann. Weit entfernt sind also Sprechende von irgendeinem Verständnisse der Schöpfung und des Gotteswillens in der Schöpfung. Wie drückend ist deshalb das traurige Bewußtsein, daß auch heute noch ein großer Teil von denen, welche überhaupt noch an Gott glauben und an die damalige Sendung seines Sohnes, mit Bestimmtheit denken, daß Jesus von Nazareth vom Kreuze hätte steigen können, wenn er es nur wollte.
Nach zweitausend Jahren noch die gleiche, schläfrige Beschränktheit, ohne Änderung zum Fortschritt! Als von Gott gekommen, mußte Christus nach naiven Anschauungen vieler Gottgläubigen unbeschränkt in seinen Handlungen auf dieser Erde sein.
Das ist Erwarten, aus der ungesündesten Naivität entsprungen, Glaube der Denkträgheit.
Mit einer Fleischwerdung wurde der Gottessohn auch „unter das Gesetz getan“, das heißt, er unterwarf sich damit den Schöpfungsgesetzen, dem unabänderlichen Willen Gottes in der Schöpfung. Da gibt es keine Änderungen, was den irdischen und erdgebundenen Körper betrifft. […]
Deshalb war er an alles mit gebunden, an das der Erdenmensch gebunden ist, und konnte auch als Gottessohn nicht von dem Kreuze steigen trotz seiner Gotteskraft und Macht, solange er im grobstofflichen Fleisch und Blute sich befand. […]
Ist ein grobstofflicher Körper an dem Kreuze festgenagelt, so vermag er ohne fremde Hilfe, ohne grobstoffliche Hilfe, auch nicht freizukommen. Das ist Gesetz nach göttlichem Schöpfungswillen, das sich nicht überbrücken läßt.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Steige herab vom Kreuze!“)

Zitiert 2

Die Entdeckungen reißen nicht ab. Nachdem ich die Tage ja erst die Verlinkung zum Berlin-Tempelhof-Eintrag auf Wikipedia entdeckt hatte, erfuhr ich nun (vielen Dank, Frau K.!), daß mein Rübezahl-Artikel ebenfalls seinen Weg auf Wikipedia gefunden hat: https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCbezahl_%E2%80%93_der_Herr_der_Berge

Ich hatte mich schon gewundert, woher die gestiegenen Zugriffszahlen stammten…

Das ist etwas, das mich auch reizen würde – das Recherchieren und Zusammenstellen, meine ich, nicht der Gang: Dundee Women’s Trail und das Vorgängerprojekt.

Ironie

Oder: Was eine Google-Suche so alles enthüllt.

Wikipedias Quellen-Richtlinien leuchten mir nicht ganz ein. Stellte nun fest, daß meine englische Artikelserie zu Marta im Berlin-Tempelhof-Eintrag zitiert wurde (nebenbei komplett falsch*) und das offenbar den Regeln entspricht. Meine Biographie als solche, von der die Blogserie ja nur eine übersetzte Kurzfassung ist, würde den Regeln allerdings nicht entsprechen, weil sie eine On-demand-Veröffentlichung ist. Hm.

Oh, und übrigens ist die Serie auf DVD erhältlich und diente als Grundlage für den Film A Woman in Berlin. Ich sollte dringend meine Tantiemen einfordern.


* Marta war keine „Tochter“ Tempelhofs, sondern lebte nur einige Jahre dort, sie wohnte in verschiedenen Häusern der Richthofen-Straße, und die Nr. 13 war niemals vorher die Nr. 31. Das Haus Richthofen-Straße 31 wurde zerbombt. Daraufhin zog Marta vorübergehend in die Nr. 13.

Weil ich nun über zwei Frauen gelesen hatte, die sich jeweils von ihrem alten Leben verabschiedet hatten, um „sich selbst zu verwirklichen“, wie’s so schön heißt. Ich weiß nicht, ob man daraus ein Muster ableiten kann (müßte man mal überprüfen), aber beide waren bis zu ihrem Ausstieg in gutbezahlten Jobs. Führungsposition, Finanzwesen. Man hört ja mitunter von aussteigenden Managern. Wesentlich weniger vom mittleren Dienst oder Arbeitern. Auszusteigen scheint mir eine vorhandene finanzielle Absicherung zu benötigen.
Vielleicht braucht’s aber auch eine spezielle Sorte Mensch, die man eben hauptsächlich in den Karriereberufen findet. Ich weiß es nicht. Wenn ich darüber nachdenke, was ich als Aussteigerin tun könnte, um meine Grundbedürfnisse zu sichern, fällt mir nichts ein. Ich bin Fachidiotin. Ich habe keine verborgenen Talente, die mir bei den heutigen Lebenshaltungskosten Unterkunft und Nahrung sichern können, und ein ausreichendes finanzielles Polster schon gar nicht. Ich frage mich wirklich, wie Leute das bewerkstelligen.

Eine der penetranteren Kaufempfehlungen, wenn man die Outlander-DVDs und das Making of-Buch erstanden hat, ist Finding Fraser. Ich hatte es lange Zeit ignoriert, weil Jamie nun so überhaupt nicht mein Held ist (ähnlich wie Edward in Twilight nie zündete). Aber irgendwann hatte ich nichts mehr zu lesen. Das Allan-Ramsay-Buch war schön, konzentrierte sich aber in erster Linie auf seine Techniken. (Ramsay ist einer meiner Lieblingsmaler, seit ich ihn durch das Cover meiner Ausgabe von Richardsons Clarissa kennenlernte.) Ein anderes ist noch im Transit aus Übersee. Aus lauter Verzweiflung knickte ich daher doch ein.
Finding Fraser ist eine Screwball-Komödie, keine Frage, was nicht mein Ding ist. Es mauserte sich aber zusehends und erinnerte mich an moderne Verarbeitungen von Austen-Romanen – Bride & Prejudice, Clueless oder The Jane Austen Film Club fallen ein. Natürlich weiß jede Leserin, daß Heldin Emma ihren Jamie gleich sehr früh gefunden hat, als Schotte auf US-Tour Jack Finlay (JF!) sie in der großartigen Stripperszene rettet. Aber Emma ist halt nicht die Hellste, und überhaupt kann ihr Jamie Fraser doch niemals Jack heißen! Und so braucht es denn viele Irrungen und Wirrungen und viele Anspielungen auf die literarische Vorlage (Emmas „Rettung“ von Jack aus seinem unfreiwilligen „Verlies“ ließ mich herzlich lachen) und deren Fans, bis es zum Happy End kommt. Das Beste sind zweifellos die Blogeinträge samt Kommentaren aus aller Welt… wobei ich leider anmerken muß, Emma, daß die deutsche Kommentatorin definitiv ein Fake ist – daß sie „Deutschland“ nicht schreiben kann, ist heutzutage vielleicht nicht mehr so ungewöhnlich, aber ihr Screenname macht nicht den geringsten Sinn.
Leider hält das Buch diesen Level nicht beständig durch. Es gibt sehr, sehr konstruierte Szenen, die nicht einmal Emmas Blödheit überzeugend erklären kann.
Dafür wird Braveheart korrigiert und Mel Gibson durch den Kakao gezogen…

Die Brexit-Befürworter haben ein Klima von Wut und Angst geschaffen. Sie müssen einen Teil der Verantwortung dafür übernehmen, dass ein Verrückter die proeuropäische Labour-Abgeordnete und langjährige Oxfam-Mitarbeiterin Jo Cox ermordete.
(Hans Dembowski: Schlechte Nachricht aus London)

Nach einigem Lesen in Ellen Moodys privatem Blog kam mir plötzlich der Gedanke um Völkerkarma. Heute nicht mehr unbedingt bekannt außer bei Leuten, die sich mit der Zeit beschäftigen (so eben auch yours truly), aber ein heißes Thema nach Ende des Zweiten Weltkriegs war, in erster Linie gepusht von den USA, die Kollektivschuldfrage. Soll heißen: Das deutsche Volk als solches trage die Schuld an den Verbrechen des Nazi-Regimes. Die Begründungen dafür muten naiv an, aus der unerschütterlichen Sicherheit eines rechtsstaatlichen, demokratischen Systems heraus geboren. The Land of the Free statt Old Europe. Und natürlich ist die Schuldfrage, die letztlich mit der Geschichte der Demokratie in Deutschland zusammenhängt, ein weites Feld, über das sich trefflich diskutieren und streiten läßt. Mein Punkt hier ist ein spiritueller. Ellen Moody und Caitlin Kiernan und viele andere beobachten mit Sorge die Entwicklung in ihrem Land. Es wird viel Unheil prophezeit, das eintreten mag oder auch nicht. Die interessante Frage ist: Sollte besagtes Unheil eintreten, vielleicht gar auf internationaler Ebene – oder ganz breit gefächert könnte man auf das bereits angerichtete Unheil eingehen, das die USA seit Jahrzehnten in aller Welt anrichten – würde das US-amerikanische Volk seine eigene Geschichte darin wiedererkennen? Trägt nach der gleichen Logik, die seitens der USA damals auf Deutschland angewandt wurde, nicht auch das amerikanische Volk als solches die Schuld an den Verbrechen seiner Führung?
Früher oder später holen einen diese Dinge immer wieder ein.

Eine mir bis dato noch unbekannte Sendung hörte ich die Tage auf BBC Radio 4: http://www.bbc.co.uk/programmes/p02shd7f
Sie stammt schon von 2013 und thematisiert unter anderem A Woman in Berlin. Ich will den drei Teilnehmern zugute halten, daß zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal meine Biographie erschienen war, geschweige denn deren englische Version. Entsprechend bemühen sie daher die üblichen Gerüchte (die allerdings auch nach Erscheinen besagter Quellen nicht totzukriegen sind). Meine Augenbrauen wanderten allerdings rapide zum Haaransatz, als plötzlich gar behauptet wurde, die deutsche Regierung habe das Buch verboten. Das sind dann schon nicht mehr Kanonen, mit denen man auf Spatzen schießt, sondern… ich weiß nicht… eine Atombombe? Also, oft wiederholt und dennoch einmal mehr: Nein, Eine Frau in Berlin wurde 1959/1960 nicht verboten. Es wurde nicht vom Markt genommen. Den oft zitierten Aufschrei der deutschen Bevölkerung gab es nicht. Es gab kaum einmal eine Rezension, und die überwiegende Anzahl der wenigen, die ich finden konnte, war positiv.

Die Kuckucks auf DVD

Inzwischen auf DVD erschienen ist Die Kuckucks, für den Marta zusammen mit Robert A. Stemmle das Drehbuch schrieb. Unter ihrem Pseudonym Marta Moyland, daher wird nie die Verbindung gezogen zwischen Eine Frau in Berlin und ihrer Karriere jenseits davon, wie ja auch im Fall von Sündige Grenze und Toxi.

Mal so gesagt

Aber, höre ich Sie fassungslos stammeln, nachdem Sie mühsam die Sprache wiedergefunden haben, wie kann denn ein Mensch, ein Unternehmer noch dazu, ohne Handy leben? Heute, hier, in diesem unserem Lande? Ohne Religion, ohne Weltanschauung, ohne Ideale, kein Problem, aber ohne Handy?!!

(Stefan Leszko, „The Unavailable“, in: DEGA GaLaBau, 71.2017,3)

Jep, ganz meine Ansicht. Ich bin übrigens auch „unavailable“ und sehe wie Herr Leszko in erster Linie Vorteile darin.