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Archive for the ‘Erlebnisse’ Category

Es soll ja nicht gesagt sein, daß ich nur über die Schurken der Geschichte schreibe. Nach dem miesen Verhalten der Umzugsfirma war die Monteurfirma wirklich klasse, also: Wer im Raum Hildesheim sehr nette, hilfsbereite und natürlich auch fähige Leute für Monteurarbeiten sucht, sei an die Firma Fütterer verwiesen. Nur zu empfehlen!

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Die Moralfrage

Bei meinem Notar sah ich erstmals die Tasse mit der Aufschrift „Ich gehöre zu Gottes Bodenpersonal“. Zwar mit niedlichen Smileys, aber ich wußte sofort, daß ich mir auch ein Exemplar zulegen müsse – und zwar ganz ernst gemeint. Es ist eine tägliche Erinnerung daran, daß – wie ich Muttern sagte – wir besser sein müssen als alle anderen. Nicht immer einfach. Die Bibel ist voll von Beispielen, wie undankbar der Job hier unten ist.

Natürlich betrifft das auch alle anderen anständig lebenden Menschen: Denn ohne Moral lebt es sich bekanntlich besser. So nun wieder gesehen beim Umzug. Die in Hannover recht bekannte Möbelbewegung zerdepperte schon beim Umzug vor neun Jahren ein paar Sachen; ich ließ es durchgehen, weil es keine großen Werte betraf. Wegen einer Kleinigkeit gewann die Möbelbewegung auch diesmal den Zuschlag. Daß meine Salatschüssel zu Bruch ging… sei’s drum. Sie war alt und nicht besonders hübsch. Weniger witzig ist, daß die zwei Jahre alte Waschmaschine ohne Transportsicherung transportiert und dabei beschädigt wurde. Nachdem der Fall jetzt erst mal drei Wochen hingeschleppt wurde, kam auf meine brastige Mail eine klare Ansage: Sie würden die Hälfte der Anfahrt des Monteurs übernehmen, aber mehr nicht. Die AGBs gäben ihnen recht. Okay, wir haben Ihre Waschmaschine kaputtgemacht, und okay, die Transportsicherung lag direkt auf der Maschine, aber ich hätte die Möbelpacker an die Hand nehmen und ihnen explizit sagen müssen, daß sie einzubauen sei… weil: AGBs. Der Eigentümer sei für die Sicherung verantwortlich, selbst wenn die Maschine unter der Spüle stand und ohne starke Männer gar nicht zu sichern war. Und Möbelpacker erkennen offenbar eine Transportsicherung selbst dann nicht, wenn sie sie in den Allerwertesten beißt.
Das Recht ist sicher auf ihrer Seite. Und das eingesparte Geld kann vielleicht über eine eventuelle Schuldanerkennung hinwegtrösten. Aber nach keinen (außer juristischen) Maßstäben ist das Verhalten in Ordnung. Vielleicht sollten sich Menschen generell mal die Frage nach Anstand und Moral statt nach persönlichem Vorteil stellen. Könnte die Menschheit weiterbringen.

P.S.: Sogar die Dame bei der ausgewählten Monteurfirma äußerte ein „Bitte?!“, als sie von dem „Wir zahlen die Hälfte der Anfahrt“-Angebot hörte.

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Für mich sind zwar keine Stellenangebote dabei, aber das Video ist trotzdem schön.

Ich kenne die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ schon länger, habe aber erst letztes Jahr zum ersten Mal daran teilgenommen. Es hat wirklich Spaß gemacht.

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Am Freitag gastierten in der Herrenhäuser Kirche Esther Lorenz und Peter Kuhz mit ihrem Konzertprogramm Hebräische Lieder, eine Sammlung vom Mittelalter bis heute. Anders als in anderen Konzerten der letzten Zeit wollte hier jedoch der Funke nicht so recht überspringen. Nun bin ich nicht unbedingt ein Fan von Vorstellungen, in denen die Interpreten lange Reden schwingen (ich denke noch mit Schaudern an Rebekka Bakken vor einigen Jahren), aber hier vermißte man es dann doch. Wenn die Vortragenden schon eine musikalische Reise durch das Judentum als Thema wählen, sollten sie vielleicht ein bißchen mehr erläutern als Sepharden und Chassiden und „dieses und jenes Lied bezieht sich auf Feiertag X“. Entertainment ist keine schlechte Sache! Man erhaschte Blicke darauf in dem einen einzigen jüdischen Witz, der erzählt wurde – warum nicht mehr? Das Judentum hat einen großartigen selbstironischen Humor, und allein das zu präsentieren, gehört meiner Ansicht nach unbedingt in eine Vorstellung dieser Art. Mehr über Kultur und Brauchtum! Musik entsteht ja zwangsläufig innerhalb dieses Rahmens, niemals isoliert. Wer waren all diese Gelehrten und Religionsausleger, die angesprochen wurden? Was machte ihre Sicht der Dinge speziell, worin unterschieden sie sich von anderen ihrer Zeit? Also: Etwas mehr Pep, das Publikum ein bißchen mehr engagieren, damit es nicht spätestens beim zweiten Wiegenlied einschläft…

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WordPress zeigt mir ja regelmäßig an, welche gestellten Suchbegriffe zu meinen Blogs passen. Es waren schon sehr… eigene… darunter. Aber heute mußte ich doch zweimal hinschauen:

Top Searches

marta hillers, clarissa schnabel, clarissa schnabel vita, https://clarissaschnabel.wordpress.com/2014/11/12/the-life-and-times-of-marta-dietschy-hillers-part-5/amp/

Meine Vita? Wen, zum Kuckuck, interessiert denn die? Habe ich neue Karrieremöglichkeiten? Prüft jemand meine Glaubwürdigkeit? Oder Kreditwürdigkeit? Hmm…

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Am Samstag war ich in der schönen Herrenhäuser Kirche zum Weihnachtsoratorium von Gottfried Heinrich Stölzel. Wohl der Zeit halber wurde vorweg zusätzlich die 1. Kantate aus Bachs Werk gegeben – zur großen Unterhaltung aller gemeinsam mit dem Kinderchor. Die Wiener Sängerknaben sind die Nachwuchstalente eindeutig nicht. Das Ziel der Knirpse, vor allem mit fortschreitendem Werk, war es, sich gegenseitig und das Orchester zu übertönen (man versuche das mal im „Jauchzet, frohlocket“! Chorleiter? Vielleicht vor dem nächsten Mal ein paar grundlegende Dinge erklären?), und so wurde mehr geschrien als gesungen. Die professionellen „Großen“ nahmen es mit Humor und Leidensfähigkeit.

Stölzel fand dann (zum Glück) ohne Junioren statt. Ich finde es immer schwierig, Besprechungen zur hohen Kunst der Musik zu geben, denn obwohl ich Klassik sehr, sehr liebe, habe ich wenig Ahnung von Formalien. Man sehe mir also meine Laienhaftigkeit nach.
Stölzels Weihnachtsoratorium hat nichts von der Wucht Bachs, ist dafür aber auch kein „klassisches“ (haha) Weihnachtsstück. Ein Hauptthema ist Verfolgung für den Glauben. (Wäre mal interessant, da etwas Hintergrund zu recherchieren.) Stölzel referiert darüber, wie sich „Friede auf Erden“ mit Jesu Wort, er komme nicht, um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert, vertrage. Derlei. Also ganz interessante Überlegungen inmitten schöner Musik. Das Programmheft schreibt dazu:

Nun, dessen ganz ungeachtet, ist Stölzel nach seinem Tode gänzlich in Vergessenheit geraten, wie Johann Sebastian Bach auch, allerdings weitaus länger bis in unsere Tage hinein. Seine Werke, so weit sie nicht verloren gegangen sind, werden erst heute wieder entdeckt und aufgeführt. Mit Erstaunen, tiefer Betroffenheit und Erschütterung nimmt ein interessiertes Publikum endlich wahr, was es bislang – und dies seit Generationen – stets unbeachtet und unbeeindruckt gelassen hatte: Gottfried Heinrich Stölzel war kein freundlicher Kleinmeister neben Bach, Händel und Telemann, sondern eine höchst eigenständige Komponistenpersönlichkeit mit einer Musiksprache voller Wirkung auf „Gemüt und Seele“ – dazu kompositorisch-handwerklich von hohem, ja außerordentlichem Niveau.
Es ist davon auszugehen, dass die Kantaten, um die es hier geht, am 25. und 26. Dezember 1736 erstmalig musiziert worden sind. Sie geben ein „Weihnachtsoratorium“ analog der Kantaten-Bestimmung in J. S. Bachs berühmtem Werk ab – allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass Stölzels Kantaten nicht im engeren Sinne die Weihnachtsgeschichte zum Inhalt haben, sondern darin das weihnachtliche Geschehen in kunstvollen Bibelwortumschreibungen, freier madrigalischer Dichtung (Rezitative und Arien) sowie Chorälen „betrachtet“ und kommentiert wird.

Ein verhältnismäßig starkes Kirchenmusikjahr für mich: Andy Lang und „Musik aus Luthers Zeiten“ in der Zachäuskirche, nun dies, und alles war sehr schön. (Wobei, Herr Lang: Trainieren Sie lieber auf eine Stimmlage [ein Register?] höher. Klänge besser.) Würde mich freuen, wenn sich das in 2018 fortsetzt.

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The Woman is Present im Theaterlabor Bielefeld.

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Selektive Wahrnehmung

Kein Wunder, daß so viel verschütt geht. Ich teile DHL mit, daß unser neuer Zusteller ständig vergißt, eine Benachrichtigungskarte zu hinterlassen, wenn er eine Sendung beim Nachbarn abgegeben hat. Ob man ihn bitte noch mal darauf hinweisen könnte. Antwort?

Wie Sie uns mitteilen, wurde Ihre Sendung entgegen Ihrem Wunsch an einen Ersatzempfänger ausgehändigt – das tut mir leid. Natürlich habe ich mich darum gekümmert und die Kollegen vor Ort informiert. Sie werden dafür sorgen, dass so etwas möglichst nicht mehr passiert.

Ähm – nein. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Mal schauen, ob ich zukünftig das Nachbarschaftsprinzip weiter nutzen kann (ob mit Benachrichtigung oder ohne) oder ob ich nun jedes Mal zur Filiale oder Packstation latschen muß…

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Nach langer Zeit wieder einmal in der DNB Leipzig gewesen. Mußte mir eine neue Karte besorgen, da mein Konto ja in der Zwischenzeit gelöscht worden war, dank neuer Bestimmungen. (Das bekommen sie hin. Die 14-Uhr-Grenze abzuschaffen oder samstags auszuheben, not so much.)
Das schöne an der DNB ist, daß man als Nutzer ohne Schnickschnack freies WiFi hat. Das bekam denn auch mein treues Laptop zu spüren. Daheim abgeschnitten von allen Neuerungen, wurde es nun beim Start von Daten überflutet. Seine hilflose Fehlermeldung („Kann nicht!“) erschien mir doch sehr menschlich. Ich schaute mal nach: Jep, letztes Update 2015. Da würde ich als Mitarbeiter auch protestieren.
Eine ganze Weile schaltete es also auf Verweigerung. Beim ersten Herunterfahren (da für mich das Scannen von über 300 Seiten anstand) gehorchte es prompt und wortlos. Ich glaube, es stand unter Schock.
Beim späteren zweiten Hoch- und wieder Herunterfahren hatte es dann wohl eine resignierende Haltung eingenommen: Was hilft’s… Und updatete erst mal eine Stunde.

Mein bewährtes Hotel am Bayrischen Platz ist inzwischen auch in der Neuzeit angekommen, denn es bietet seinen Gästen endlich WiFi. Hier sog Laptop noch mal über siebzig Updates ein.

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Das Einkaufen für Weihnachten im Schuhkarton lehrt einen ja so manche Dinge. Vorrangig: Jungs haben schlechte Karten. Die jüngeren Jahrgänge (2-4 und 5-9) lassen sich in den Billigläden im Umkreis – Woolworth, KiK, Rossmann – einigermaßen gut abdecken, aber auch schon nicht beliebig. An vernünftige Schals oder Handschuhe für Jungs aller Altersklassen zu kommen, gestaltet sich beispielsweise bei unserem KiK als schwierig. Es gibt Schlauchschals, die man mangels Alternative für die Kleinen nimmt. Als Handschuhe für die ganz Kleinen kann man die grauen mit Schleife und Glitzer durchschmuggeln. Aber das war’s an Auswahl. Richtige Schals in (hmpf) vielen verschiedenen Rosatönen, rosa Handschuhe mehrerer Größen, kein Problem. Gleichermaßen Zubehör, Spielzeug, nette Blöcke, Notizbücher… alles keine Schwierigkeit für die weibliche Front. Im Spielzeugbereich kann man auch die jüngeren Jungs abdecken. Aber außer Schreibwaren gibt’s insbesondere für die älteren Jungs (10-14) nischt.
Und ja, irgendwo gelesen über Babybekleidung und nicht geglaubt bisher: Die Trennung in Rosa und Blau ohne Alternativen existiert tatsächlich. Auch ganz generell bei Kinderkleidung.

Weihnachtswerkstatt.

(Fast) fertig zum Abtransport.

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