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Archive for the ‘Erlebnisse’ Category

Für mich sind zwar keine Stellenangebote dabei, aber das Video ist trotzdem schön.

Ich kenne die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ schon länger, habe aber erst letztes Jahr zum ersten Mal daran teilgenommen. Es hat wirklich Spaß gemacht.

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Am Freitag gastierten in der Herrenhäuser Kirche Esther Lorenz und Peter Kuhz mit ihrem Konzertprogramm Hebräische Lieder, eine Sammlung vom Mittelalter bis heute. Anders als in anderen Konzerten der letzten Zeit wollte hier jedoch der Funke nicht so recht überspringen. Nun bin ich nicht unbedingt ein Fan von Vorstellungen, in denen die Interpreten lange Reden schwingen (ich denke noch mit Schaudern an Rebekka Bakken vor einigen Jahren), aber hier vermißte man es dann doch. Wenn die Vortragenden schon eine musikalische Reise durch das Judentum als Thema wählen, sollten sie vielleicht ein bißchen mehr erläutern als Sepharden und Chassiden und „dieses und jenes Lied bezieht sich auf Feiertag X“. Entertainment ist keine schlechte Sache! Man erhaschte Blicke darauf in dem einen einzigen jüdischen Witz, der erzählt wurde – warum nicht mehr? Das Judentum hat einen großartigen selbstironischen Humor, und allein das zu präsentieren, gehört meiner Ansicht nach unbedingt in eine Vorstellung dieser Art. Mehr über Kultur und Brauchtum! Musik entsteht ja zwangsläufig innerhalb dieses Rahmens, niemals isoliert. Wer waren all diese Gelehrten und Religionsausleger, die angesprochen wurden? Was machte ihre Sicht der Dinge speziell, worin unterschieden sie sich von anderen ihrer Zeit? Also: Etwas mehr Pep, das Publikum ein bißchen mehr engagieren, damit es nicht spätestens beim zweiten Wiegenlied einschläft…

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WordPress zeigt mir ja regelmäßig an, welche gestellten Suchbegriffe zu meinen Blogs passen. Es waren schon sehr… eigene… darunter. Aber heute mußte ich doch zweimal hinschauen:

Top Searches

marta hillers, clarissa schnabel, clarissa schnabel vita, https://clarissaschnabel.wordpress.com/2014/11/12/the-life-and-times-of-marta-dietschy-hillers-part-5/amp/

Meine Vita? Wen, zum Kuckuck, interessiert denn die? Habe ich neue Karrieremöglichkeiten? Prüft jemand meine Glaubwürdigkeit? Oder Kreditwürdigkeit? Hmm…

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Am Samstag war ich in der schönen Herrenhäuser Kirche zum Weihnachtsoratorium von Gottfried Heinrich Stölzel. Wohl der Zeit halber wurde vorweg zusätzlich die 1. Kantate aus Bachs Werk gegeben – zur großen Unterhaltung aller gemeinsam mit dem Kinderchor. Die Wiener Sängerknaben sind die Nachwuchstalente eindeutig nicht. Das Ziel der Knirpse, vor allem mit fortschreitendem Werk, war es, sich gegenseitig und das Orchester zu übertönen (man versuche das mal im „Jauchzet, frohlocket“! Chorleiter? Vielleicht vor dem nächsten Mal ein paar grundlegende Dinge erklären?), und so wurde mehr geschrien als gesungen. Die professionellen „Großen“ nahmen es mit Humor und Leidensfähigkeit.

Stölzel fand dann (zum Glück) ohne Junioren statt. Ich finde es immer schwierig, Besprechungen zur hohen Kunst der Musik zu geben, denn obwohl ich Klassik sehr, sehr liebe, habe ich wenig Ahnung von Formalien. Man sehe mir also meine Laienhaftigkeit nach.
Stölzels Weihnachtsoratorium hat nichts von der Wucht Bachs, ist dafür aber auch kein „klassisches“ (haha) Weihnachtsstück. Ein Hauptthema ist Verfolgung für den Glauben. (Wäre mal interessant, da etwas Hintergrund zu recherchieren.) Stölzel referiert darüber, wie sich „Friede auf Erden“ mit Jesu Wort, er komme nicht, um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert, vertrage. Derlei. Also ganz interessante Überlegungen inmitten schöner Musik. Das Programmheft schreibt dazu:

Nun, dessen ganz ungeachtet, ist Stölzel nach seinem Tode gänzlich in Vergessenheit geraten, wie Johann Sebastian Bach auch, allerdings weitaus länger bis in unsere Tage hinein. Seine Werke, so weit sie nicht verloren gegangen sind, werden erst heute wieder entdeckt und aufgeführt. Mit Erstaunen, tiefer Betroffenheit und Erschütterung nimmt ein interessiertes Publikum endlich wahr, was es bislang – und dies seit Generationen – stets unbeachtet und unbeeindruckt gelassen hatte: Gottfried Heinrich Stölzel war kein freundlicher Kleinmeister neben Bach, Händel und Telemann, sondern eine höchst eigenständige Komponistenpersönlichkeit mit einer Musiksprache voller Wirkung auf „Gemüt und Seele“ – dazu kompositorisch-handwerklich von hohem, ja außerordentlichem Niveau.
Es ist davon auszugehen, dass die Kantaten, um die es hier geht, am 25. und 26. Dezember 1736 erstmalig musiziert worden sind. Sie geben ein „Weihnachtsoratorium“ analog der Kantaten-Bestimmung in J. S. Bachs berühmtem Werk ab – allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass Stölzels Kantaten nicht im engeren Sinne die Weihnachtsgeschichte zum Inhalt haben, sondern darin das weihnachtliche Geschehen in kunstvollen Bibelwortumschreibungen, freier madrigalischer Dichtung (Rezitative und Arien) sowie Chorälen „betrachtet“ und kommentiert wird.

Ein verhältnismäßig starkes Kirchenmusikjahr für mich: Andy Lang und „Musik aus Luthers Zeiten“ in der Zachäuskirche, nun dies, und alles war sehr schön. (Wobei, Herr Lang: Trainieren Sie lieber auf eine Stimmlage [ein Register?] höher. Klänge besser.) Würde mich freuen, wenn sich das in 2018 fortsetzt.

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The Woman is Present im Theaterlabor Bielefeld.

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Selektive Wahrnehmung

Kein Wunder, daß so viel verschütt geht. Ich teile DHL mit, daß unser neuer Zusteller ständig vergißt, eine Benachrichtigungskarte zu hinterlassen, wenn er eine Sendung beim Nachbarn abgegeben hat. Ob man ihn bitte noch mal darauf hinweisen könnte. Antwort?

Wie Sie uns mitteilen, wurde Ihre Sendung entgegen Ihrem Wunsch an einen Ersatzempfänger ausgehändigt – das tut mir leid. Natürlich habe ich mich darum gekümmert und die Kollegen vor Ort informiert. Sie werden dafür sorgen, dass so etwas möglichst nicht mehr passiert.

Ähm – nein. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Mal schauen, ob ich zukünftig das Nachbarschaftsprinzip weiter nutzen kann (ob mit Benachrichtigung oder ohne) oder ob ich nun jedes Mal zur Filiale oder Packstation latschen muß…

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Nach langer Zeit wieder einmal in der DNB Leipzig gewesen. Mußte mir eine neue Karte besorgen, da mein Konto ja in der Zwischenzeit gelöscht worden war, dank neuer Bestimmungen. (Das bekommen sie hin. Die 14-Uhr-Grenze abzuschaffen oder samstags auszuheben, not so much.)
Das schöne an der DNB ist, daß man als Nutzer ohne Schnickschnack freies WiFi hat. Das bekam denn auch mein treues Laptop zu spüren. Daheim abgeschnitten von allen Neuerungen, wurde es nun beim Start von Daten überflutet. Seine hilflose Fehlermeldung („Kann nicht!“) erschien mir doch sehr menschlich. Ich schaute mal nach: Jep, letztes Update 2015. Da würde ich als Mitarbeiter auch protestieren.
Eine ganze Weile schaltete es also auf Verweigerung. Beim ersten Herunterfahren (da für mich das Scannen von über 300 Seiten anstand) gehorchte es prompt und wortlos. Ich glaube, es stand unter Schock.
Beim späteren zweiten Hoch- und wieder Herunterfahren hatte es dann wohl eine resignierende Haltung eingenommen: Was hilft’s… Und updatete erst mal eine Stunde.

Mein bewährtes Hotel am Bayrischen Platz ist inzwischen auch in der Neuzeit angekommen, denn es bietet seinen Gästen endlich WiFi. Hier sog Laptop noch mal über siebzig Updates ein.

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Das Einkaufen für Weihnachten im Schuhkarton lehrt einen ja so manche Dinge. Vorrangig: Jungs haben schlechte Karten. Die jüngeren Jahrgänge (2-4 und 5-9) lassen sich in den Billigläden im Umkreis – Woolworth, KiK, Rossmann – einigermaßen gut abdecken, aber auch schon nicht beliebig. An vernünftige Schals oder Handschuhe für Jungs aller Altersklassen zu kommen, gestaltet sich beispielsweise bei unserem KiK als schwierig. Es gibt Schlauchschals, die man mangels Alternative für die Kleinen nimmt. Als Handschuhe für die ganz Kleinen kann man die grauen mit Schleife und Glitzer durchschmuggeln. Aber das war’s an Auswahl. Richtige Schals in (hmpf) vielen verschiedenen Rosatönen, rosa Handschuhe mehrerer Größen, kein Problem. Gleichermaßen Zubehör, Spielzeug, nette Blöcke, Notizbücher… alles keine Schwierigkeit für die weibliche Front. Im Spielzeugbereich kann man auch die jüngeren Jungs abdecken. Aber außer Schreibwaren gibt’s insbesondere für die älteren Jungs (10-14) nischt.
Und ja, irgendwo gelesen über Babybekleidung und nicht geglaubt bisher: Die Trennung in Rosa und Blau ohne Alternativen existiert tatsächlich. Auch ganz generell bei Kinderkleidung.

Weihnachtswerkstatt.

(Fast) fertig zum Abtransport.

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Außerdem liegt gar keine zwingende Notwendigkeit vor, böswillige Gegner unbedingt überzeugen zu wollen! Es ist doch bekannt, daß diese nicht zu glauben bereit sein würden, auch wenn ein Engel direkt vom Himmel käme, um ihnen die Wahrheit zu verkünden. Nach dessen Weggange würden sie eben behaupten, daß es eine Massenhalluzination gewesen sei, nicht aber ein Engel, oder sonst eine Ausrede gebrauchen. Und wenn irgend etwas oder jemand gebracht wird, das oder der irdisch bleibt, also nicht wieder verschwindet oder unsichtbar wird, so gibt es wieder andere Ausflüchte, gerade weil es den an ein Jenseits nicht Glaubenwollenden wiederum zu irdisch sein würde. […]
Sei es nun zu irdisch oder unirdisch oder auch beides zusammen, etwas werden sie immer auszusetzen und zu bezweifeln haben.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Moderne Geisteswissenschaft“)

The Case for Christ (dt. Der Fall Jesus) kam früher als zunächst angekündigt – so mag man’s. Auch den Film selbst mag man; von allen christlichen Produktionen, die ich bislang gesehen habe (und es waren so einige), gefiel er tatsächlich am besten. Ausgezeichnet geschrieben, inszeniert und geschauspielert – es gibt nichts zu meckern. Sicher, einige Argumente werden nie oder zumindest nicht vertieft angebracht, aber die Stärke des Films ist eben, daß es gar nicht in erster Linie um schlagende Argumente geht. Die Suche nach ihnen macht Lees Storyline aus, aber das eigentliche Zentrum des Films ist die Beziehung zwischen Lee und Leslie, die Spannungen, die durch ihre plötzlich weit auseinanderklaffenden spirituellen Ansichten entstehen, aber auch ihre Liebe zueinander, die verzweifelt versucht, die Kluft zu überbrücken. Wunderbare schauspielerische Leistung von Mike Vogel und Erika Christensen!

Die vielleicht beste (und für einen christlichen Film beachtliche) Aussage darf am Ende Lees atheistischer Mentor Ray machen: Egal, ob man sich nun für Theismus oder Atheismus entschiede, beides erfordere einen „leap of faith“, da so oder so immer Fragen offenblieben, nie alles erklärt werden könne.
Das sehe ich als Bekennerin der Gralsbotschaft zwar etwas anders, aber es ist viel Wahres dran. Und eigentlich auch ein versöhnlicher Gedanke zwischen beiden Lagern.
Beste Figur des Films ist natürlich Lees Kollege Kenny, der als der Statler und Waldorf der Handlung Lees Werdegang kommentiert…

Ganz persönlich berührte The Case for Christ auch – meine Eltern führten so eine „spiritual mismatch“-Ehe, und es war mörderisch. Und das, obwohl ich die schlimmste Zeit, als meine Mutter zur Botschaft fand, gar nicht miterlebt habe.
Mein Vater war Zeit seines Lebens theoretischer, aber nicht praktizierender Christ: Er war getauft, und als ich klein war, betete er abends mit mir, aber ich kann mich nicht erinnern, daß er jemals in die Kirche gegangen wäre oder die Bibel gelesen hätte. Wie seine spirituelle Überzeugung aussah, weiß ich nicht; über solche inneren Dinge sprach er nie. Ähnlich wie Lee Strobel (er beschreibt das in seinem Buch Spiritual Mismatch sehr anschaulich) sah wohl auch mein Vater seine Ehe, seine Beziehung zu meiner Mutter durch ihren neuen, ihm so völlig fremden Glauben bedroht; plötzlich war alles anders. Und wie Lee Strobel reagierte auch er mit kompletter Feindseligkeit. Als er Jahre später herausfand, daß ich angefangen hatte, nach der Botschaft zu leben, führte das zu dem übelsten Krach, den ich je zwischen meinen Eltern erlebt habe – und ich habe oft die Fetzen fliegen erlebt. Wann er sich mit den Tatsachen abfand oder resignierte… keine Ahnung. Es herrschte ein stillschweigendes Übereinkommen, nicht darüber zu sprechen.

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Einige der Irrsinnigkeiten, die einem beim Versuch, einen Kredit aufzunehmen, begegnen:

– Banken setzen voraus, daß man die Kosten für Notar, Makler und Grunderwerbssteuer aus eigener Tasche bezahlen kann. In meinem Fall rund 15.000 Euro. Hat man dieses nötige Kleingeld nicht auf der hohen Kante, muß ein gesonderter Kredit über die fehlende Summe aufgenommen werden. Hoch lebe der kleine Mann.

– Derzeitiger Trend: Immobilien werden nicht reserviert, während man sich um die Finanzierung kümmert. Das heißt, zwei, fünf, zehn, fünfzig Interessenten klären zeitgleich die Finanzierung, was mit einem großen Aufwand verbunden ist, und der schnellste gewinnt.

– Warum gilt beim Kauf immer noch die Regelung, daß der Käufer den Makler bezahlen muß?

Und amüsante kleine Beobachtung beim Kreditberater: Ausgelegt war der Focus, nicht auch das Konkurrenzblatt Spiegel. Das Klientelgefälle. Als wäre jeder Hausbesitzer automatisch Investor, Kapitalist und Großverdiener. Läßt mich bei der Mieterzeitung auch jedes Mal den Kopf schütteln. Andererseits: So, wie die Konditionen aktuell festgelegt werden (s.o.), scheint’s, als könnten sich nur Leute mit großem Eigenkapital einen Kredit leisten…

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