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Archive for the ‘(Neben-)Beruf’ Category

Daß die DNB in vielem eigentümlich ist, berichtete ich über die Jahre ja schon. Neuester Trick: Ich erhielt eine E-Mail, mein Konto sei wegen Nichtnutzung über sechs Monate (eigentlich länger, aber das scheint eine neue Regelung zu sein) gelöscht worden. Vermeidung von Datenmüll, Datenschutz und all das werden als Gründe angegeben. Ich glaube, das ist weltweit einzigartig. Sechs Monate? Wie immer ist die DNB meilenweit vom realen Leben entfernt. Wäre zumindest eine vorherige Warn-Mail zu viel verlangt gewesen?
Zu dumm, daß ich eigentlich in näherer Zukunft mal wieder hin wollte und dafür zum Vorbestellen mein Konto brauche…

Bei meinem eBay-Fall ist auch noch kein Ende abzusehen. Seit eineinhalb Wochen versuche ich meinem Kunden sein Geld zurückzuerstatten, aber keine Chance. Folge ich dem Prozedere auf eBay, erhalte ich am Ende eine Fehlermeldung, ich möge mich an PayPal wenden (weil darüber die Zahlung erfolgte). Logge ich mich im PayPal-Konto ein, ist die Zahlung blockiert, und ich werde an eBay verwiesen (weil der Fall über eBay eröffnet wurde). Der eBay-Kundenservice, an den ich mich Montag wandte, läßt auch nichts von sich hören.

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Es ist doch erstaunlich – ich glaube, so allmählich alle Probleme mitgemacht zu haben, die DHL/Deutsche Post bieten können, und jedesmal findet sich doch noch ein neues. So geschehen jetzt wieder. An einem verregneten Tag Ende Juli brachte ich ein Päckchen in die hiesige Filiale, zahlte brav das Porto… und dann wurde es interessant. Zwei Wochen später kontaktierte mich der Empfänger, wo denn die Sendung bleibe. Ich sah sofort rot, denn: Päckchen, also unversichert und nicht verfolgbar, ergo ein leichtes Spiel für die Art von Kunden, die sowohl Waren als auch Geld haben wollen – dieser wäre nicht der erste gewesen. Ich schwor auf der Stelle jedem Versand ohne Sendungsnummer ab, stellte aber der Ordnung halber einen Nachforschungsauftrag.

Stellte sich heraus, daß ich den armen Kunden grundlos beschuldigt hatte. Am Samstag stand der DHL-Zusteller bei mir auf der Matte. Es sei eine Sendung für mich zurückgekommen… So weit, so gut; aber man wollte 18 Euro von mir haben. Das Paket sei unfrei verschickt worden, an die Packstation (Empfängeradresse) könne man das nicht liefern. Wieso unfrei? Von einer Marke war auf dem Adreßaufkleber keine Spur. Meine Theorie ist, daß entweder dadurch, daß der Aufkleber durch den Regen feucht war, sich die Briefmarke gelöst hatte (ja, unsere Filiale arbeitet noch mit Briefmarken) oder aber daß die Mitarbeiterin schlichtweg vergessen hatte, eine Marke aufzukleben. Ergo dachte man am Zielort, die Sendung sei unfrei verschickt worden.

Ich hatte solche Fälle schon bei Briefen/Büchersendungen; da immerhin kamen die Sendungen innerhalb von 2, 3 Tagen zurück, nicht nach über zwei Wochen. Und sie kosteten keine 18 Euro. Beim Warenwert von einem stolzen Euro fand ich das Verhältnis schlichtweg bizarr. Der Zusteller, ein regulärer, den ich seit Jahren kenne und mit dem man solche Dinge auch mal ausdiskutieren kann, gab mir recht, konnte aber trotzdem nicht viel helfen. Denn: Die Sendung war in Abwesenheit einer Frankierung als Paket deklariert worden und hatte somit eine Systemnummer. Also keine Chance, sie mal eben vor meiner Tür „verschwinden“ zu lassen. Angesichts der Tatsache, was mir schon alles bei DHL/Post verschwunden ist, ein Hohn.

Nach einiger Diskussion verweigerte ich also die Annahme. Wie ich lernte, gibt’s nun zwei Möglichkeiten: Entweder es wird eine neue Zustellung versucht (wobei ich bezweifle, daß das Unfrei-Porto damit verschwindet) oder die Sendung landet bei der Ermittlungsstelle in Wiesbaden (wo vermutlich mein Nachforschungsauftrag liegt, das ist witzig). Am Ende wird der Inhalt versteigert oder entsorgt. Dem Käufer muß ich selbstverständlich den Kaufpreis erstatten. Das war eine einfache Rechnung: 5,80 Euro plus Verkaufsgebühren plus PayPal-Gebühren Miese oder 18 Euro plus nochmalige Portogebühren Miese. Verlustminimierung.

Und somit hat von allen beteiligten Parteien keine etwas davon.

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Ist es bereits jemand anderem aufgefallen, daß Amazon Marketplace derzeit von Horden von neuen Verkäufern aus Frankreich heimgesucht wird? Zumindest im Bereich DVDs. Diese Anbieter, die mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ein einziger sind, unterbieten die übrigen Verkäufer recht ordentlich – aber das ist halt, was Importhändler tun. (Wenn sie nicht bei schwer beschaffbaren Artikeln Phantasiepreise verlangen.) Ich stelle allerdings noch keine Erfolgsquote fest. Billiger als andere mag schön sein, aber ohne Bewertungen und als neuer Verkäufer gekennzeichnet… hm. Zumindest ein Kunde entschied sich für mein Angebot, das preislich höher lag, statt für das Experiment.
Ich möchte hier auch keinerlei betrügerische Absichten unterstellen. Aber die verschiedenen Namen machen mich stutzig. Wäre es ein reeller Anbieter, müßte er doch sicherlich nicht auf diverse Konten ausweichen?

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Daß man von kostenlosen Mailprovidern ständig aufgefordert wird, noch eine weitere E-Mail-Adresse und noch ein paar Telefonnummern zu hinterlegen, damit das Konto wirklich richtig gut geschützt ist, kennt man ja. Daß Amazon nun mitzieht, dürfte nach kurzem Überlegen eigentlich nicht überraschen. Aber ärgerlich ist es doch.
Schnabelines Fall: Ich bin seit Jahren privater Verkäufer auf Amazon. Mit Ende dieses Monats nun muß man sein Verkäuferkonto auf die 2-Schritt-Verifizierung umgestellt haben, sonst war’s das. Diese Verifizierung geht über eine PIN, die man sich entweder als SMS schicken lassen kann oder über eine App laufen läßt. Ich besitze nun aber kein Mobiltelefon, weder ein schlaues noch ein dummes. Auf meine desbezügliche Nachfrage kam die freundliche Auskunft, ich könnte mir die PIN auch über Sprachnachricht an ein Festnetztelefon schicken lassen. Und theoretisch ist das tatsächlich möglich. In der Praxis sieht es so aus, daß die lange PIN in einem Affenzahn und auf englisch heruntergerattert wird… und nicht, wohlgemerkt, Zahl für Zahl, sondern soundsovielhundertsoundsovieltausendxx. Ich konnte gerade mal die ersten drei Zahlen mitschreiben. Jeder Versuch einer Wiederholung erstellt sofort eine neue PIN, die genausowenig mitschreibbar ist. Und dann braucht’s noch die Anmeldung eines Zweitgerätes für mehr Sicherheit.

Die größte Ironie an der Sache ist, soweit ich’s in entsprechenden Foren gelesen habe, daß die meisten Verkäufer nach dem ganzen Trara als erstes die Funktion „Verifizierung für dieses Gerät deaktivieren“ wählen, weil sie keine Lust haben, ständig neue PINs anzufordern und einzugeben. Die ganze Aktion ist also völlig für die Katz, außer vielleicht, daß Amazon sich im Krisenfall hinstellen und sagen kann: „An uns lag es nicht.“

Sicher: Ich kann, da ich muß, auf mein Verkäuferkonto verzichten. Nicht, daß ich einsehe, warum ich es sollte. Amazon hat schon quasi sämtliche meiner Daten, und warum noch mehr Daten mehr Sicherheit versprechen sollen – ich glaube, auf die Tour fällt sowieso niemand herein. Aber ich kann darauf verzichten. Der Punkt ist, damit wird es nicht aufhören. In Sachen Verkäuferkonto wird eine neue PIN für jede neue Aktion irgendwann zur Pflicht werden. Das Käuferkonto wird über kurz oder lang eine PIN benötigen, zu unserem eigenen Schutz natürlich. (Die freiwillige Möglichkeit besteht bereits.) Und dann später ebenfalls für jedes Einloggen, für jeden Kauf verpflichtend eine neue, damit die Datenabgreifer am anderen Ende immer wissen, ob die Daten noch aktuell sind.
Der Einsatz von e-TINs für mehr Sicherheit ist doch bereits so grandios bei den Packstationen gescheitert. Mehr Sicherheit durch mehr hinterlegte Daten? Ich sehe es noch nicht. Mehr Sicherheit durch bessere Abwehr beim Anbieter, wäre ja meine These, aber was verstehe ich schon. De facto werden unsere Konten nicht geschützter sein als mit einem einfachen Password; die einzigen, die profitieren, sind die Datenkraken.

Also: Noch etwas über eine Woche, dann macht mein Verkäuferkonto dicht. Gut, daß es noch so einige Alternativen gibt.

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Die Entdeckungen reißen nicht ab. Nachdem ich die Tage ja erst die Verlinkung zum Berlin-Tempelhof-Eintrag auf Wikipedia entdeckt hatte, erfuhr ich nun (vielen Dank, Frau K.!), daß mein Rübezahl-Artikel ebenfalls seinen Weg auf Wikipedia gefunden hat: https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCbezahl_%E2%80%93_der_Herr_der_Berge

Ich hatte mich schon gewundert, woher die gestiegenen Zugriffszahlen stammten…

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Das ist etwas, das mich auch reizen würde – das Recherchieren und Zusammenstellen, meine ich, nicht der Gang: Dundee Women’s Trail und das Vorgängerprojekt.

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Oder: Was eine Google-Suche so alles enthüllt.

Wikipedias Quellen-Richtlinien leuchten mir nicht ganz ein. Stellte nun fest, daß meine englische Artikelserie zu Marta im Berlin-Tempelhof-Eintrag zitiert wurde (nebenbei komplett falsch*) und das offenbar den Regeln entspricht. Meine Biographie als solche, von der die Blogserie ja nur eine übersetzte Kurzfassung ist, würde den Regeln allerdings nicht entsprechen, weil sie eine On-demand-Veröffentlichung ist. Hm.

Oh, und übrigens ist die Serie auf DVD erhältlich und diente als Grundlage für den Film A Woman in Berlin. Ich sollte dringend meine Tantiemen einfordern.


* Marta war keine „Tochter“ Tempelhofs, sondern lebte nur einige Jahre dort, sie wohnte in verschiedenen Häusern der Richthofen-Straße, und die Nr. 13 war niemals vorher die Nr. 31. Das Haus Richthofen-Straße 31 wurde zerbombt. Daraufhin zog Marta vorübergehend in die Nr. 13.

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Die Brexit-Befürworter haben ein Klima von Wut und Angst geschaffen. Sie müssen einen Teil der Verantwortung dafür übernehmen, dass ein Verrückter die proeuropäische Labour-Abgeordnete und langjährige Oxfam-Mitarbeiterin Jo Cox ermordete.
(Hans Dembowski: Schlechte Nachricht aus London)

Nach einigem Lesen in Ellen Moodys privatem Blog kam mir plötzlich der Gedanke um Völkerkarma. Heute nicht mehr unbedingt bekannt außer bei Leuten, die sich mit der Zeit beschäftigen (so eben auch yours truly), aber ein heißes Thema nach Ende des Zweiten Weltkriegs war, in erster Linie gepusht von den USA, die Kollektivschuldfrage. Soll heißen: Das deutsche Volk als solches trage die Schuld an den Verbrechen des Nazi-Regimes. Die Begründungen dafür muten naiv an, aus der unerschütterlichen Sicherheit eines rechtsstaatlichen, demokratischen Systems heraus geboren. The Land of the Free statt Old Europe. Und natürlich ist die Schuldfrage, die letztlich mit der Geschichte der Demokratie in Deutschland zusammenhängt, ein weites Feld, über das sich trefflich diskutieren und streiten läßt. Mein Punkt hier ist ein spiritueller. Ellen Moody und Caitlin Kiernan und viele andere beobachten mit Sorge die Entwicklung in ihrem Land. Es wird viel Unheil prophezeit, das eintreten mag oder auch nicht. Die interessante Frage ist: Sollte besagtes Unheil eintreten, vielleicht gar auf internationaler Ebene – oder ganz breit gefächert könnte man auf das bereits angerichtete Unheil eingehen, das die USA seit Jahrzehnten in aller Welt anrichten – würde das US-amerikanische Volk seine eigene Geschichte darin wiedererkennen? Trägt nach der gleichen Logik, die seitens der USA damals auf Deutschland angewandt wurde, nicht auch das amerikanische Volk als solches die Schuld an den Verbrechen seiner Führung?
Früher oder später holen einen diese Dinge immer wieder ein.

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Jep, Udo sang über Politik, aber irgendwie trifft’s auch immer noch auf die Post zu. Neueste Erfahrung in meinem leider sehr reichen Repertoir: Freitag warf ich zwei Sendungen in den Briefkasten, der gleich um die Ecke steht. Erst zu spät stellte ich fest, daß der Zettel mit den Leerzeiten umgedreht worden war, ergo – keine Anzeige. Natürlich hatte ich sofort diverse Szenarien im Kopf. Hat das so seine Richtigkeit? Wurde der Kasten stillgelegt, ohne die geschätzten Kunden zu informieren? Wird er abgebaut und wenn ja, wann? Sollen die Sendungen bis dahin versauern? Was ist mit meinen Kunden?

Nachdem ich zuerst gedachte, die Sache auf sich beruhen zu lassen und das Beste zu hoffen, sprach meine Erfahrung leider dagegen. Ich rief also den Kundenservice an. Den, den ich schon einmal aufgefordert hatte einzustellen. Leider hört niemand auf mich, denn: Die erste Mitarbeiterin meldete einen Systemabsturz. Ob ich bitte die Nummer noch einmal wählen und dann bei einer Kollegin landen könnte? Gemacht. Nein, vermeldete diese, sie könnten online nicht sehen, welche Briefkästen es gäbe. Online? Bedeutete das, im Kundenservice schaut man einfach nur auf der Website der Deutschen Post nach? Danke, das kann ich auch selbst. Aber ich könne eine E-Mail an die allgemeine Adresse schreiben, so und so. Okay…

Da stiefelte ich doch lieber zur nahen Filiale, vor der der nächste Briefkasten steht. Sieht man dort den Abholer? Nein, leider nicht. Hm. Aber wenn der Briefkasten noch stünde, würde er auch geleert, sonst hätte man ihn ja abgebaut. Vom logischen Standpunkt keine Frage. Leider habe ich über die Jahre zu viele Erfahrungen mit der Post und DHL gesammelt, um an Logik zu glauben. Nun gut. Wollte mich bis Montag geschlagen geben, aber Samstag früh kam mir der Gedanke, den Abholer beim Filialbriefkasten zur Mittagsleerung abzufangen. Während ich also vor Ort wartete, las ich mir den dortigen Zettel einmal gründlich durch. (Zuständig ist das BZ 30, Ludwig-Erhardt-Straße 39 in Pattensen – gut zu wissen für die Zukunft.) Als Servicehotline für die Briefkastenleerung war übrigens die Nummer angegeben, die ich tags zuvor schon bemüht hatte. Die, die einem keine Auskunft geben kann, weil: online.

Wider alle Erwartung (hatte bis dahin immer gedacht, die Leerzeiten seien ein Circa-Wert) tauchte Schlag halb eins der Abholer auf. Wie bereits befürchtet – die Post und DHL beschäftigen viele Syrer als Zusteller – kam ich mit Deutsch allerdings nicht weit. Ob Englisch besser sei? Ja, bitte. So ganz schien ich allerdings mein Problem trotzdem nicht an den Mann bringen zu können. Die Abholzeiten seien die gleichen wie die hier angezeigten. Wir sprächen über den gleichen Kasten, den die Straße runter beim Torbogen? Fahre er dort als nächstes hin? Ja. Wunderbar! Ich im Eilschritt zurück, sah ihn in der Ferne dann mit gefüllter Kiste vom Kasten zurück zum Auto eilen. Erleichterung breitete sich aus!
Beim Kasten angekommen, sah ich ein verdächtig aussehendes Stück Papier in Plastik auf dem Boden liegen. Jep, der Zettel mit den Leerzeiten, bis dahin definitiv nicht vorhanden gewesen. Anscheinend hatte man mich doch besser verstanden als gedacht. Dummerweise ist es offenbar nicht so einfach, das Ding anzubringen. Nachdem ich von außen kein Glück hatte, legte ich es notgedrungen auf den Kasten, von wo es vermutlich sonstwohin weht.

Übrigens machen sich andere Postkunden offenbar weit weniger Gedanken um solche Dinge als ich. Während ich noch am Basteln war, warf schon die nächste einen Brief ein. Optimistischer oder unerfahrener? Auf jeden Fall beneidete ich sie ein bißchen.

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https://clarissaschnabel.wordpress.com/
Unter anderem eine spannende neue Übersetzung von Eine Frau in Berlin. Ich finde die Ausgabe hochpolitisch…

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