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Posts Tagged ‘Marta Dietschy-Hillers’

Ohne Witz, ich überlegte lange Zeit, ob ich nicht dieses Begleitbuch schreiben sollte. Die Recherche war interessanter als die fertige Biographie.

And, as I said on Facebook yesterday, I spent much of the afternoon reading rejection letters for Silk, from pretty much every publisher who was publishing in 1996. I saved them all. Twenty-one years later, they’re all pretty funny. Some will be printed, in facsimile, in the Centipede Press edition.

schrieb Caitlín R. Kiernan in ihrem Blog. Mir gefällt die Idee. Wäre definitiv auch etwas für mein Making of: Absageschreiben. Ich habe sie ebenfalls aufbewahrt, die Standardbriefe und die originelleren Ablehnungen. Vielleicht auch etwas für den Wikipedia-Troll, der ja den Wert meiner Arbeit anzweifelt, weil sich kein Verleger fand. Ironischerweise wurde das Manuskript üblicherweise abgelehnt, weil es dem Lektor zu wissenschaftlich erschien…

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Beim Querklicken auf Amazon entdeckt: Diese Rezension samt dazugehöriger Kommentare. Sie sind leider nicht ganz chronologisch, und die von Amazon angegebene Zeit scheint mir auch irgendwie merkwürdig.
https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R3BABN8HE90OA2/ref=cm_cr_getr_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=B00S5VYVNI

Kommentator Rupi jedenfalls ist ein Quellenkritiker nach meinem Herzen. Genau so sieht es nämlich oft aus, wenn man mal anfängt zu prüfen. Leider bezeugt die Erfahrung, daß, wenn die Wahl zwischen Wahrheit und Mythos/interessanter Geschichte/gut anzubringenden Gerüchten besteht, immer letzteres gewinnt. Marta ist nur ein Fall von vielen.

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Ich bin immer noch beeindruckt von der großen und positiven Rezeption von Eine Frau in Berlin in arabischer Übersetzung. (Ich vermeldete deren Veröffentlichung bereits im Autorenblog.) Diese Übersetzung soll wohl auch sehr gut gelungen sein; viele Rezensenten loben die Arbeit. Aber auch inhaltlich scheint das Buch Männer wie Frauen gleichermaßen anzusprechen.

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Oder: Was eine Google-Suche so alles enthüllt.

Wikipedias Quellen-Richtlinien leuchten mir nicht ganz ein. Stellte nun fest, daß meine englische Artikelserie zu Marta im Berlin-Tempelhof-Eintrag zitiert wurde (nebenbei komplett falsch*) und das offenbar den Regeln entspricht. Meine Biographie als solche, von der die Blogserie ja nur eine übersetzte Kurzfassung ist, würde den Regeln allerdings nicht entsprechen, weil sie eine On-demand-Veröffentlichung ist. Hm.

Oh, und übrigens ist die Serie auf DVD erhältlich und diente als Grundlage für den Film A Woman in Berlin. Ich sollte dringend meine Tantiemen einfordern.


* Marta war keine „Tochter“ Tempelhofs, sondern lebte nur einige Jahre dort, sie wohnte in verschiedenen Häusern der Richthofen-Straße, und die Nr. 13 war niemals vorher die Nr. 31. Das Haus Richthofen-Straße 31 wurde zerbombt. Daraufhin zog Marta vorübergehend in die Nr. 13.

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Heute jährt sich Martas Todestag zum 15. Mal. Also noch gar nicht so oft, das muß zumindest ich mir immer wieder vor Augen halten. Ich hätte sie theoretisch bequem kennenlernen und interviewen können, aber es war ja gerade ihr Tod, der eine Neuveröffentlichung ihres Buches überhaupt erst ermöglichte, und nur dadurch wurde ihre Identität enthüllt. Ich weiß nicht, ob ich wünschen sollte, sie hätte den Erfolg ihres Buches noch erlebt. Einerseits natürlich – jede Schriftstellerin freut sich doch über Anerkennung. Andererseits hätte sie dann ebenso die ganze Schlammschlacht um ihr Buch miterlebt, und ob das den Erfolg wert gewesen wäre?

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Was ich mir wünschte, ist, daß die Leser eine ganz universelle Lehre aus Martas Buch zögen. Ich schaue mir Fotos aus ihren letzten Jahren an und sehe eine völlig durchschnittliche Seniorin. Aber aus ihren Schriften und Briefe habe ich eine Ahnung davon, welche Fülle von Erlebnissen in dieser unscheinbaren Erscheinung steckt, welche Persönlichkeit, welcher Biß und Humor, welches Interesse für das Leben. Ich wünschte, Leute könnten das in den Personen rings um sie auch erkennen, in alten Damen mit violetten Haaren und alten Herren mit Rollatoren. Der Mensch verändert sich im Leben gar nicht so sehr, finde ich. Er sammelt Erfahrungen und verbeißt sich vielleicht in Ansichten, aber:

Auch Du, o Mensch, bist immer nur derselbe, ob Du nun jung erscheinst oder als Greis! Du bleibst der, der Du bist! Hast Du das nicht schon selbst gefühlt? Merkst Du nicht deutlich einen Unterschied zwischen der Form und Deinem „Ich“?
(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Erwachet!“)

Mit einem Portrait aus ihrer Krefelder Jugendzeit.

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„In den 1950er Jahren gab sie ihre journalistische Tätigkeit auf“ (Wikipedia)? I beg to differ. Sie lebte nicht mehr von ihrer journalistischen Berufstätigkeit, ja, aber sie veröffentlichte weiterhin so allerlei.

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