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Posts Tagged ‘Jesus’

Als Christus zur Erde kam, um die Gottesbotschaft der Wahrheit zu verkünden, mußte er sich deshalb auch eines grobstofflichen Körpers bedienen, also des Fleisches. Darin müßte schließlich schon jeder denkende Mensch die Unabänderlichkeit der Naturgesetze erkennen, wie auch in dem durch die Kreuzigung erfolgten körperlichen Tode.
Dieses grobstoffliche Fleisch aber konnte nach diesem Tode auch keine Ausnahme bilden, sondern mußte in der grobstofflichen Welt verbleiben! Es konnte
nicht auferstehen, um in eine andere Welt einzugehen! Die feststehenden göttlichen oder natürlichen Gesetze lassen das durch ihre aus dem göttlichen Willen hervorgegangene Vollkommenheit nicht zu. […]
Ein Auferstehen zu einer anderen Welt im Fleische ist vollkommen ausgeschlossen, für die Menschen, wie auch damals für Christus!
Der irdische Leib des Erlösers ging denselben Weg, den jeder andere grobstoffliche Leib zu gehen hat, nach den Naturgesetzen des Schöpfers.
Jesus von Nazareth, der Gottessohn, ist demnach nicht fleischlich auferstanden!
Es wird nun trotz aller Logik und der gerade darin enthaltenen viel größeren Gottesverehrung noch viele geben, die in der Blindheit und Trägheit ihres falschen Glaubens so einfachen Wegen der Wahrheit nicht folgen wollen. So manche wohl auch, die aus eigener Einengung nicht folgen können. Andere wieder, die mit voller Absicht wütend dagegen zu kämpfen versuchen, aus der begründeten Angst heraus, daß damit ihr mühsam errichtetes Gebäude bequemen Glaubens zusammenbrechen muß.
Es kann ihnen nichts nützen, wenn sie sich als Grundlage nur auf die wörtlichen Überlieferungen stützen; denn auch die Jünger waren Menschen. Es ist ja nur rein menschlich, wenn die damals durch alles furchtbare Geschehen stark erregten Jünger bei der Erinnerung in ihre Schilderungen manche eigenen Gedanken mit verwoben, die durch das vorangegangene Erschauen ihnen selbst noch unerklärlicher Wunder so manches anders wiedergaben, als es in Wirklichkeit gewesen war. […]
Auch wenn ihnen die stärkste geistige Inspiration helfend zur Seite stand, so greifen trotzdem bei der Wiedergabe vorgefaßte eigene Meinungen sehr stark mit ein und trüben oft das bestgewollte und klarste Bild.
Jesus selbst hat aber keine Niederschriften vorgenommen, auf die allein man unbedingt sich streitbar stützen könnte.
Er würde nie etwas gesagt oder geschrieben haben, das sich mit den Gesetzen seines Vaters, den göttlichen Naturgesetzen oder dem schöpferischen Willen, nicht voll und ganz in Einklang stellte. Sagte er doch selbst ausdrücklich:
“Ich bin gekommen, die Gesetze Gottes zu erfüllen!“
Die Gesetze Gottes aber liegen klar in der Natur, die sich allerdings weiter erstreckt als nur auf die Grobstofflichkeit, aber doch auch in der feinstofflichen wie in der wesenhaften und geistigen Welt überall „natürlich“ bleibt. […]
Außerdem aber kann jeder Mensch darüber auch Anhaltspunkte in der Bibel finden; denn Jesus erschien vielen. Was aber geschah? Maria erkannte ihn dabei zuerst nicht, Magdalena erkannte ihn nicht sogleich, die zwei Jünger auf dem Wege nach Emmaus erkannten ihn stundenlang nicht, trotzdem er mit ihnen ging und mit ihnen sprach… Was ist daraus zu folgern?
Daß es ein anderer Körper sein mußte, den sie sahen, sonst hätten sie ihn alle sofort erkannt!

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Auferstehung des irdischen Körpers Christi“)

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Bei Christi Tod zerriß im Tempel der Vorhang, der das Allerheiligste von der Menschheit abschloß. Dieser Vorgang wird als Symbol dafür angenommen, daß mit dem Opfertod des Heilandes im gleichen Augenblick die Trennung zwischen der Menschheit und der Gottheit aufhörte, also eine unmittelbare Verbindung geschaffen wurde.
Die Deutung ist aber
falsch. Mit der Kreuzigung lehnten die Menschen den Gottessohn als den erwarteten Messias ab, wodurch die Trennung größer wurde! Der Vorhang zerriß, weil das Allerheiligste daraufhin nicht mehr notwendig war. Es wurde den Blicken und unreinen Strömungen geöffnet, da, symbolisch ausgedrückt, das Göttliche nach dieser Tat seinen Fuß nicht mehr auf die Erde setzte, womit das Allerheiligste überflüssig wurde.
Also gerade das Gegenteil der bisherigen Deutungen, in denen sich wiederum wie so oft nur eine große Überhebung des Menschengeistes zeigt.
Der Tod am Kreuze war auch nicht ein
notwendiges Opfer, sondern ein Mord, ein regelrechtes Verbrechen. Jede andere Erklärung ist eine Umschreibung, die entweder als Entschuldigung gelten soll oder aus Unwissenheit heraus erstand. Christus kam durchaus nicht auf die Erde in der Absicht, sich kreuzigen zu lassen. Darin ruht auch die Erlösung nicht! Sondern Christus wurde gekreuzigt als lästiger Wahrheitsbringer um seiner Lehre willen.
Nicht sein Kreuzestod konnte und sollte die Erlösung bringen, sondern
die Wahrheit, die er der Menschheit in seinen Worten gab!
Die Wahrheit war aber den damaligen Religionsführern unbequem, ein Ärgernis, weil sie ihren Einfluß stark erschütterte. […] Die damaligen Führer stützten sich wie auch die heutigen zwar auf alte, gute Überlieferungen, aber diese waren durch Ausübende und Erklärende zu nur starrer, leerer Form geworden, ohne noch in sich lebendig zu sein. […]
Der aber dieses notwendige Leben in das bestehende Wort bringen wollte, brachte damit selbstverständlich einen
Umsturz in der Ausübung und Erklärung, nicht in dem Worte selbst. Er befreite das Volk von der niederzwingenden Starrheit und Hohlheit, erlöste es davon, und das war denen ganz natürlich ein großes Ärgernis, die bald erkennen konnten, wie energisch damit in die Zügel ihrer falschen Führung eingegriffen wurde.
Deshalb mußte der Wahrheitsbringer und Befreier von der Last der irrtümlichen Auslegungen verdächtigt und verfolgt werden. Als es trotz aller Mühe nicht gelang, ihn lächerlich zu machen, suchte man ihn als unglaubwürdig hinzustellen. Die „irdische Vergangenheit“ als Zimmermannssohn mußte dazu dienen, ihn als „ungelehrt und deshalb minderwertig für ein Aufklären“ zu stempeln! Als einen „Laien“. […]
Auf seine Aufklärungen selbst ging vorsichtigerweise niemand von den Gegnern ein, da sie ganz richtig fühlten, daß sie bei rein
sachlicher Entgegnung unterliegen mußten. So blieben sie bei der böswilligen Verleumdung durch ihre käuflichen Organe, bis sie sich zuletzt nicht scheuten, bei einem für sie günstigen Augenblick ihn öffentlich und fälschlich anzuklagen und ans Kreuz zu bringen, um mit ihm die Gefahr für ihre Macht und ihr Ansehen zu bannen.
Dieser gewaltsame, damals durch die Römer übliche Tod war nicht als solcher die Erlösung und brachte sie auch nicht.
Er löste keine Schuld der Menschheit, befreite sie von nichts, sondern er belastete die Menschheit als ein Mord im niedrigsten Sinne nur noch mehr!
Wenn sich nun bis heute hier und da ein Kult daraus entwickelt hat, in diesem Morde eine notwendige Hauptsache des Erlösungswerkes des Gottessohnes zu sehen, so wird der Mensch damit gerade von dem Wertvollsten abgezogen, das die Erlösung einzig und allein zu bringen vermag. Es lenkt ihn ab von der
eigentlichen Mission des Heilandes, von dem, was sein Kommen aus dem Göttlichen zur Erde notwendig machte.
Das war aber nicht, um den Tod am Kreuze zu erleiden,
sondern um in den Wust der den Menschengeist herabzerrenden dogmatischen Starrheit und Hohlheit hinein die Wahrheit zu verkünden! Die Dinge zwischen Gott, der Schöpfung und den Menschen so zu schildern, wie sie wirklich sind. […]
Nur in dem Bringen dieser Wahrheit und der damit verbundenen Befreiung von Irrtümern
ruht die Erlösung einzig und allein! […]
Es ist ein großer Fehler, wenn die Menschen glauben, durch den Kreuzestod sei die Vergebung ihrer Sünden gewährleistet. Dieser Gedanke zieht den furchtbaren Schaden nach sich, daß alle die, so daran glauben, dadurch von dem wahren Wege zur Erlösung
zurückgehalten werden, der einzig und allein darin liegt, nach dem Worte des Heilandes zu leben, nach den Erläuterungen, die er als Wissender und alles Überschauender gab. Und diese Erläuterungen zeigen in praktischen Bildern die notwendige Einhaltung und Beachtung des in den Schöpfungsgesetzen liegenden göttlichen Willens, sowie deren Auswirkungen bei Einhaltung und bei Nichteinhaltung.
Sein Erlöserwerk lag in dem Bringen dieser Aufklärung, welche die Mängel und die Schäden der Religionsausübung zeigen mußte, weil sie die Wahrheit in sich trug, damit sie Licht gab in die steigende Verdunkelung des Menschengeistes.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Der Kreuzestod des Gottessohnes und das Abendmahl“)

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„Bist Du Gottes Sohn, so steige herab vom Kreuze! Hilf Dir selbst und uns!“ Höhnend schallten diese Sätze zu dem Gottessohn hinauf, als er unter brennenden Sonnenstrahlen am Kreuz litt.
Die Menschen, welche also riefen, hielten sich für ganz besonders klug. Sie höhnten, triumphierten, lachten haßerfüllt, ohne einen eigentlichen Grund dafür zu haben; denn das Leiden Christi war doch sicherlich kein Grund zu Spott und Hohn, noch weniger zum Lachen. Es würde ihnen auch vergangen sein, wenn sie nur einen Augenblick die gleichzeitigen Vorgänge im feinstofflichen und im geistigen Reiche hätten „sehen“ können; denn ihre Seelen wurden dabei schwer gebunden auf Jahrtausende. Und wenn auch grobstofflich die Strafe nicht so schnell sichtbar werden konnte, so kam sie doch in
allen weiteren Erdenleben, zu denen die frevelnden Seelen daraufhin gezwungen waren.
Die Höhnenden dünkten sich damals klug. Sie konnten aber keinen treffenderen Ausdruck als Beweis ihrer Beschränktheit abgeben als diese Worte; denn darin liegt die kindischste Anschauung, die man sich denken kann. Weit entfernt sind also Sprechende von irgendeinem Verständnisse der Schöpfung und des Gotteswillens in der Schöpfung. Wie drückend ist deshalb das traurige Bewußtsein, daß auch heute noch ein großer Teil von denen, welche überhaupt noch an Gott glauben und an die damalige Sendung seines Sohnes, mit Bestimmtheit denken, daß Jesus von Nazareth vom Kreuze hätte steigen können, wenn er es nur wollte.
Nach zweitausend Jahren noch die gleiche, schläfrige Beschränktheit, ohne Änderung zum Fortschritt! Als von Gott gekommen, mußte Christus nach naiven Anschauungen vieler Gottgläubigen unbeschränkt in seinen Handlungen auf dieser Erde sein.
Das ist Erwarten, aus der ungesündesten Naivität entsprungen, Glaube der Denkträgheit.
Mit einer Fleischwerdung wurde der Gottessohn auch „unter das Gesetz getan“, das heißt, er unterwarf sich damit den Schöpfungsgesetzen, dem unabänderlichen Willen Gottes in der Schöpfung. Da gibt es keine Änderungen, was den irdischen und erdgebundenen Körper betrifft. […]
Deshalb war er an alles mit gebunden, an das der Erdenmensch gebunden ist, und konnte auch als Gottessohn nicht von dem Kreuze steigen trotz seiner Gotteskraft und Macht, solange er im grobstofflichen Fleisch und Blute sich befand. […]
Ist ein grobstofflicher Körper an dem Kreuze festgenagelt, so vermag er ohne fremde Hilfe, ohne grobstoffliche Hilfe, auch nicht freizukommen. Das ist Gesetz nach göttlichem Schöpfungswillen, das sich nicht überbrücken läßt.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Steige herab vom Kreuze!“)

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Bei der Vollkommenheit der Schöpfung als Werk Gottes ist der Zeugungsakt unbedingt notwendig; denn die Allweisheit des Schöpfers hat in der Schöpfung von Urbeginn an alles so eingerichtet, daß nichts zu viel oder überflüssig ist. Wer einen derartigen Gedanken hegt, sagt damit gleichzeitig, daß das Werk des Schöpfers nicht vollkommen sei. Dasselbe gilt dem, der behauptet, daß die Geburt Christi ohne normale vom Schöpfer der Menschheit vorgeschriebene Zeugung vor sich ging. Es muß eine normale Zeugung durch einen Menschen von Fleisch und Blut erfolgt sein! Auch in diesem Falle.
Jeder Mensch, der sich dessen richtig bewußt ist, preist den Schöpfer und Herrn damit mehr als solche, die andere Möglichkeiten zulassen wollen. Die ersteren setzen damit ein so unerschütterliches Vertrauen in die Vollkommenheit ihres Gottes, daß nach ihrer Überzeugung in den von ihm bedingten Gesetzen eine Ausnahme oder Veränderung überhaupt nicht möglich ist. Und
das ist der größere Glaube! Außerdem spricht ja auch alles andere Geschehen unbedingt dafür. Christus wurde Erdenmensch. Mit diesem Entschluß mußte er sich auch den zur grobstofflichen Fortpflanzung von Gott gewollten Gesetzen unterwerfen, da die Vollkommenheit Gottes dies bedingt. […]
Auch könnte man begründen, daß, wenn in
diesem Sinne bei Gott kein Ding unmöglich ist, er ebensogut hätte mit einem einzigen Willensakte alle Menschen der Erde gläubig machen können! Dann brauchte er nicht seinen Sohn mit der Menschwerdung dem irdischen Ungemache und dem Kreuzestode auszusetzen. Dieses gewaltige Opfer wäre erspart geblieben.
Daß es aber
so geschah, zeugt für die Unbeugsamkeit der von Anfang an laufenden göttlichen Gesetze in der Schöpfung, in die ein gewaltsamer Eingriff zu irgendeiner Änderung durch deren Vollkommenheit nicht möglich ist.
Daraufhin könnte von blind streithafter Seite wiederum hartnäckig entgegnet werden, daß es Gottes Wille war, wie es geschah. Das ist ganz richtig gesagt, aber durchaus kein Gegenbeweis, sondern in Wirklichkeit ein
Zugeben vorstehender Begründung, wenn man die naivere Auffassung wegfallen läßt und tieferer Erklärung folgt, die alle Aussprüche geistiger Art unbedingt verlangen.
Es war Gottes Wille! Das hat aber mit einer Willkür nichts zu tun, sondern es bedeutet im Gegenteil nichts anderes, als die Bestätigung der von Gott in die Schöpfung gelegten Gesetze, die seinen Willen tragen, und die damit verbundene unbedingte Einfügung in dieselben, die eine Ausnahme oder Umgehung nicht zulassen.
Gerade in der Erfüllungsnotwendigkeit zeigt und betätigt sich ja Gottes Wille. Sonst brauchte Jesus ja gar nicht erst von einem Erdenweibe geboren zu werden, sondern hätte einfach plötzlich da sein können.
Deshalb mußte sich auch Christus zur Ausführung seiner Mission unabwendbar allen Naturgesetzen, also dem Willen seines Vaters, unterwerfen. Daß Christus dies alles tat, beweist sein ganzes Leben. Die normale Geburt, das Wachstum, der auch bei ihm eintretende Hunger und die Ermüdung, die Leiden und zuletzt der Kreuzestod. Allem, dem ein irdischer Menschenkörper unterworfen ist, war auch er unterworfen. Warum soll nun einzig und allein die Zeugung anderer Art gewesen sein, wozu absolut keine Notwendigkeit vorlag. Gerade in der Natürlichkeit wird des Heilandes Aufgabe noch größer, durchaus nicht kleiner! Ebenso ist Maria deshalb nicht weniger begnadet gewesen in ihrer hohen Berufung.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Die unbefleckte Empfängnis und Geburt des Gottessohnes“)

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Gleich vielen Giften, die bei Krankheiten nur zur Betäubung vorkommender körperlicher Schmerzen angewendet werden und damit eine scheinbare Beruhigung herbeiführen, so ähnlich ist es in geistiger Beziehung mit den Worten: „Werfet auf Ihn alle Schuld; denn Er hat uns erlöset, und durch Seine Wunden sind wir geheilet!“
Da dieses von den Gläubigen als eine der Grundsäulen der kirchlichchristlichen Lehren hingenommen wird, wirkt es unter ihnen um so verheerender. Sie bauen ihre ganze innere Einstellung darnach auf. […]
Behaglich sonnen sich Massen heute noch in dem Glauben, daß alles, was der Heiland litt und tat, für sie geschah. Sie nennen es in Trägheit ihres Denkens vermessen, frevelhaft von jedem Menschen, der wähnt, auch selbst noch etwas beitragen zu müssen, um in den Himmel eingehen zu können. In diesem Punkte verfügen viele über eine erstaunliche Demut und Bescheidenheit, die nach anderen Seiten hin vergebens bei ihnen zu suchen ist.
Nach ihrem Ermessen käme es einer Gotteslästerung gleich, auch nur ganz schwach und schüchtern dem Gedanken Raum zu geben, daß das Herabsteigen des Heilandes zur Erde und das damit aufgenommene Leiden und Sterben noch nicht genügen könnte, die Sünden aller der Menschen abzuwischen, die an seinem damaligen Erdendasein nicht mehr zweifeln. […]
Welche Herabwürdigung Gottes liegt darin. Was ist der Mensch, daß er sich erkühnt, zu erwarten, ein Gott sendet seinen eingeborenen Sohn, also ein Stück seiner eigenen, wesenlosen Lebendigkeit, damit die Menschen ihre Sündenlast auf ihn zu werfen vermögen, nur damit sie sich nicht selbst zu bemühen brauchen, ihre schmutzige Wäsche zu waschen und die sich aufgebürdete dunkle Last abzutragen.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Werfet auf Ihn alle Schuld“)

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Die Kirchen verkünden in den Worten Christi aus dem Evangelium Johannes‘:
„Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird Euch in alle Wahrheit leiten. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen um der Sünde und um der Gerechtigkeit willen! Und wird bringen das Gericht. Ich aber gehe zum Vater und Ihr werdet mich hinfort nicht sehen. Ich bin vom Vater ausgegangen und kommen in die Welt. Wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater!“
Verständnislos werden die Worte in den Kirchen vorgelesen; denn es wird von dem Gottessohne ja ganz klar gesagt, daß ein
anderer kommt als er, die Wahrheit zu verkünden und das Gericht zu bringen. […] Und doch lehrt die Kirche auch hierin falsch und gegen diese klaren Worte.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Trägheit des Geistes“)

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Die englischsprachige DVD von Risen gab es schon etwas länger, aber ich wartete die deutsche Ausgabe ab, weil a) nicht pressierend und b) leichter wieder zu verkaufen. Man muß hier pragmatisch denken.
Für mich erwies sich der Film als schwer zu beurteilen. Seine gesamte Grundlage oder vielmehr die Art, wie diese Grundlage präsentiert wird, ist für mich Fiktion, da ich nicht an die fleischliche Auferstehung Jesu glaube. An die geistige natürlich – die geschieht jedem. Nun kann ich selbstverständlich Fiktion bewerten, also was ist zu sagen? In den letzten Jahren hat sich ja durchaus die Tendenz gebildet, ethnische Gruppen in Filmen nach Möglichkeit mit Darstellern aus diesen Gruppen zu besetzen, Fehlbesetzungen früherer Jahrzehnte sei Dank. So kommen denn die Hebräer in Risen wesentlich authentischer herüber als in, sagen wir, King of Kings, obwohl sie überwiegend aus Spaniern bestehen. Tatsächlich war mein erster Gedanke bei der eingänglichen Kampfszene: „Ah, im Nahen Osten kriselt es mal wieder.“ Ich vermute stark, die Parallele ist beabsichtigt – Besatzungstruppen aus amerikanisch aussehenden Römern attackieren eine Festung aufständischer einheimischer Fanatiker. Mit unserem zeitgeschichtlichen Hintergrund versteht man die Probleme, die in der Bibel erwähnt werden, plötzlich viel besser.
Auch sonst ist Risen recht authentisch gehalten, von Architektur bis hin zu den teilweise „korrigierten“ Namen, wie Yeshua statt Jesus oder lange Strecken Simon statt später Petrus oder (im Englischen) Peter, was wiederum ein Anachronismus ist, weil aus der lateinischen Bibelübersetzung entnommen. Aber sei’s drum.
Handlungstechnisch hingegen fällt mir wenig ein. Risen ist im Grunde die Geschichte eines Skeptikers, der zum Gläubigen wird. Allerdings ist dieser Bekehrung keine Ewigkeitsaussage zuzumessen, wie ich finde, denn sowohl Flavius als auch die Jünger scheinen nur bei der Stange zu bleiben, weil sie handfeste Beweise präsentiert bekommen: Wunderheilungen und ein fleischlicher Körper, der von den Toten aufersteht. Vielleicht ist es das, was in einer Kritik mit der fehlenden konkreten Aussage gemeint war?

Vor vielen Jahren sah ich Das Fräulein von Scuderi und war von der Verfilmung fasziniert. Die Vorankündigung der DVD freute mich entsprechend, aber weil die Filmjuwelen ja meist etwas länger mit ihren Veröffentlichungen brauchen, verlor ich sie irgendwann aus den Augen, bis ich dank Kaufempfehlungen wieder darauf gestoßen wurde. Ich war neugierig, wie ich den Film heute beurteilen würde.
Im Nachhinein ist er natürlich nicht so großartig, wie ich ihn in jungen Jahren fand. Aber er gehört zu dem Besten, was die DEFA auf den Markt brachte, und daher überrascht es mich irgendwie nicht, daß die DVD in der Filmjuwelen-Reihe und nicht beim DEFA-Stiftung-Vertrieb Icestorm erschienen ist. Vielleicht zynisch, aber so ist es nun mal. Das Fräulein von Scuderi ist definitiv kein typischer DEFA-Film, selbst als Co-Produktion. Angesiedelt im Frankreich des Sonnenkönigs, fehlen die klassischen Attacken gegen Adel und Bürgertum, und sogar die Kirche kommt gut weg. Sicher, Goldschmiedgeselle Olivier kann im weitesten Sinne als Held der Arbeiterklasse interpretiert werden, aber der Schwerpunkt der Geschichte liegt mehr auf Anstand und Redlichkeit versus Unmoral und Gier statt auf Klassenkampf. Ich meine, Ludwig XIV. ist eine positive Figur, die staatsüberwachende Geheimpolizei dagegen die Antagonistin! Willy A. Kleinau gibt einen wundervollen Cardillac, und Henny Porten glänzt in der Titelrolle.

A propos Geheimpolizei, gelesen: The Burglary. Ich war durch den Retro Report auf die Geschichte gekommen und hatte dort erfahren, daß es einen Dokumentarfilm sowie ein parallel erschienenes Buch (aber von verschiedenen Machern) dazu gibt. Autorin Betty Medsger, die damals die einzige Journalistin war, die die anonym erhaltenen Dokumente veröffentlichte, erfuhr Jahrzehnte später eher versehentlich, daß zwei ihrer Bekannten zu den Tätern gehörten. Vom heutigen Standpunkt aus genügte natürlich nicht einfach die Geschichte des nicht welt-, aber doch USA-verändernden Einbruchs, sondern es gehört viel Hintergrundwissen dazu. Hoovers FBI ist noch irgendwo ein Begriff, aber wer sich nie damit befaßt hat, versteht nicht den Zeitgeist, der untrennbar mit den Geschehnissen verbunden ist. Leider, so fand ich, übertreibt Medsger bei ihrer Beschreibung ein bißchen. Sie schreibt kapitelweise über Hoover, die Geschichte des FBI, Nixon, Camden, und irgendwo dazwischen findet man den Einbruch und seine handelnden Personen. Es las sich teilweise ein bißchen, als müßte einfach eine bestimmte Seitenzahl erreicht werden. Natürlich folgt zum Ende hin ein Vergleich mit Snowden. Als Europäerin, die immer skeptisch ist, ob die ollen US-Amerikaner die Vorgänge hier drüben jemals zur Kenntnis nehmen, freute mich, daß Medsger insbesondere den NSA-Protest in Deutschland erwähnt und ihn dahingehend analysiert, daß zwei Regime mit totaler Überwachung ihrer Bürger noch in lebender Erinnerung seien. Ob ich dem zustimmen kann, weiß ich nicht so recht.

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Der große Rest der Menschheit aber hat nicht Zeit für „Insichlauschen“. Es sind anscheinend sehr geplagte Erdenmenschen, genug mit Arbeit überhäuft, um die Erfüllung der irdischen Wünsche zu erhalten, Notwendigkeiten eines jeden Tages, schließlich aber auch darüber weit hinausgehende Dinge. Sie merken nicht, daß sich mit der Erfüllung auch die Wünsche steigern, womit ein Endziel nie sich zeigt, der Strebende somit auch nie zur Ruhe kommen kann, nie Zeit findet zu innerem Erwachen! Ganz ohne hohes Ziel für die Ewigkeit läßt er sich durch sein Erdendasein hetzen, versklavt dem irdischen Begehren.
Von diesem Tun ermattet, muß er schließlich auch den Körper pflegen, durch Ruhen, Abwechslung, Zerstreuung. So bleibt ihm selbstverständlich keine Zeit […] zu Geistigem! […]
Sie haben niemals
ernsthaft etwas anderes gewünscht. Immer schufen sie dagegen Hindernisse aller Arten. Leichtsinnig wurde es an fünfte, sechste Stelle fortgeschoben, zu der man erst in arger Not oder beim Sterben kommt. […]
Und gab sich doch einmal
deutlich erkennbar die Gelegenheit, sich damit ernsthaft zu befassen, erstanden sofort neue Extrawünsche, die weiter nichts als Ausreden bedeuten, wie: „Ich will vorher erst noch dies und jenes tun, dann bin ich gern bereit dazu.“ Genau wie Christus einst schon sagte!

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Ein notwendiges Wort“)

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Der in der Bibel geschilderte Vorgang der Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger des Gottessohnes ist vielen Menschen noch ein unerklärliches Geschehen und wird vielfach als außergewöhnlich, nur dies eine Mal vorkommend, und demnach als willkürlich, betrachtet.
In dieser irrtümlichen Betrachtung liegt aber auch gerade die Ursache des anscheinend „Unerklärlichen“.
Der Vorgang war nicht einzelnstehend, nicht für die Jünger besonders herbeigeführt, sondern er war ein schon seit Bestehen der Schöpfung sich regelmäßig wiederholendes Geschehen! Mit
der Erkenntnis wird es auch sofort das Unerklärliche verlieren und für die ernsthaft suchenden Leser der Gralsbotschaft verständlich werden, ohne dabei an Größe einzubüßen, sondern im Gegenteil viel eher noch gewaltiger werden.
Wer meine Gralsbotschaft aufmerksam studierte, kann auch die Lösung hierfür darin schon gefunden haben; denn er las auch die Erklärung „Der Heilige Gral“. Darin erwähnte ich die sich alljährlich
regelmäßig wiederholende Krafterneuerung für die gesamte Schöpfung. Es ist der Augenblick, in dem in den Heiligen Gral neue göttliche Kraft strömt zur Erhaltung der Schöpfung!
Damit erscheint für Augenblicke über dem Grale die „Heilige Taube“, welche die geistig sichtbare Form der Gegenwart des Heiligen Geistes ist, die zu der „Form“ des Heiligen Geistes unmittelbar gehört, also einen Teil seiner „Form“ bildet.
Wie das Kreuz die geistig sichtbare Form der göttlichen Wahrheit ist, so ist die „Taube“ die sichtbare Form des Heiligen Geistes. Sie
ist die Form tatsächlich, wird nicht nur als Form gedacht!
Diese Krafterneuerung durch den Heiligen Geist, also den lebendigen Gotteswillen, der die Kraft ist, erfolgt jedes Jahr zu einer ganz bestimmten Zeit in dem Allerheiligsten der höchsten Burg oder des Tempels, der den Heiligen Gral birgt, dem einzigen Verbindungspunkt der Schöpfung mit dem Schöpfer, und deshalb auch die
Gralsburg genannt.
Die Erneuerung kann auch mit Kraftausgießung bezeichnet werden, also Ausgießung des Heiligen Geistes, oder noch deutlicher, Kraftausgießung
durch den Heiligen Geist; denn der Heilige Geist wird nicht etwa ausgegossen, sondern er gießt Kraft aus!
Da nun die Jünger an diesem Tage versammelt waren im Gedenken an ihren aufgestiegenen Herrn, welcher versprochen hatte, den Geist zu senden, also die lebendige Kraft, so war in diesem Gedenken ein Ankergrund
dazu gegeben, bei dem zu dieser Zeit im Urgeistigen erfolgenden Vorgange in gewissem und entsprechendem Grade unmittelbar bis auf die in Andacht darauf eingestellten versammelten Jünger auf Erden herabzuwirken! Namentlich da der Weg zu diesen Jüngern durch das Erdensein des Gottessohnes ermöglicht und geebnet war.
Und aus
diesem Grunde geschah das Wunderbare, sonst auf Erden nicht möglich Gewesene, dessen Erleben in der Bibel wiedergegeben ist. Das Erleben konnten die Evangelisten schildern, nicht aber den eigentlichen Vorgang, den sie selbst nicht kannten.
Das Pfingstfest nun gilt den Christen als Erinnerung an diesem Vorgang, ohne daß sie eine Ahnung davon haben, daß tatsächlich in dieser ungefähren Zeit jedesmal der Tag der Heiligen Taube in der Gralsburg ist, das heißt, der Tag der Krafterneuerung für die Schöpfung durch den Heiligen Geist! Natürlich nicht immer genau an dem auf Erden dafür errechneten Pfingstfeiertage, wohl aber zu dessen ungefährer Zeit.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Ausgießung des Heiligen Geistes“)

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