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Posts Tagged ‘Fifty Shades of Grey’

Nicht unpraktisch bei meinen sexlustigen Nachbarn auf der anderen Seite der Wohnzimmerwand war die Anschaffung der Fifty Shades Darker-DVD. Home cinema rules!
Der Film ist so lala – es fehlen die Farbstimmungen des ersten Teils (nicht unähnlich dem ersten und zweiten Twilight-Film); sehr amüsant hingegen das Nachholen einiger der klassischen Szenen des ersten Buches, die in dessen Filmadaption nicht gezeigt wurden. Ich sage nur: Liebeskugeln! Und ich bezweifle, daß ich jemals wieder dieses Wort hören kann, ohne an die vollkommen bizarre Unterhaltung zu denken, die ich mit meiner Mutter über das Thema hatte. Das trägt nun nicht gerade zum Erzählfluß bei, aber selbiger fehlte mir auch in der Romanvorlage, von daher… Dennoch werden selbst die wenigen dramatischen Szenen, die das Buch zu bieten hat, gnadenlos heruntergespielt. Es plätschert alles so vor sich hin. Schade, denn der Film hat auch einige eigentlich sehr amüsante Szenen – mehr davon wäre die Lösung!
Was ist auf der Plusseite zu verzeichnen? Dakota Johnson ist schön wie nie und rechtfertigt allein das Ansehen. (Jamie Dornan hingegen hat sich in den Jahren seit Teil 1 nicht ganz so gut gehalten.) Danny Elfman setzt seine gelungene Arbeit fort; überhaupt ist der Soundtrack wieder ausgezeichnet.

Teil 3 folgt wie immer am Valentinstag (2018), und a propos hier noch der Link zum entrüsteten Artikel im PureFlix-Blog: https://insider.pureflix.com/news/old-fashioned-a-christian-alternative-to-50-shades-darker

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Grey

Mit einiger Verspätung las ich nun Grey. Ich hatte mich lange Zeit dagegen gesträubt – und der Grund dafür entsprach den Tatsachen, wie sich jetzt erwies.
Handlungstechnisch habe ich an Fifty Shades of Grey nichts auszusetzen; Twilight meets Mills & Boon eben. Ich kann sowohl der „Huch, Skandal!“- als auch der „Häusliche Gewalt!“-Front versichern: Es ist eine Liebesgeschichte, ja, wirklich, und Ana ist eine unerwartet starke Heldin, Christian ein überraschend verletzlicher Held. Stilistisch hingegen… na, sagen wir, der oft bemühte Thomas Hardy konnte es besser. Doch trotz dieses Mankos besitzt Fifty Shades immerhin ein gewisses Leben, einen Fluß. Grey scheitert wie befürchtet daran, dies nicht aufbauen zu können. Da ja die gleiche Geschichte erzählt wird, arbeitete E. L. James mit dem bestehenden Text, löschte Anas interne Passagen und fügte Christians ein. Also in erster Linie ein editorialer Vorgang, kein kreativer, und genauso liest sich das Endprodukt. Es ist leblos, gebunden. Entsprechend lesen sich die „neuen“ Passagen, also alles, was außerhalb von Fifty Shades stattfindet, sofort wesentlich frischer, lebendiger – hier ist der kreative Prozeß wieder vorhanden. Gerade die letzten 45 Seiten sind ausgesprochen gelungen.
Ich zog insbesondere viel Unterhaltung aus der deutlich erkennbaren Inspiration der Filmadaption. E. L. James korrigiert in Grey ein paar Dinge, die im Film nicht ganz richtig dargestellt wurden (über den dezenten Bürotreffen-Seitenhieb mußte ich lachen), greift aber auch Szenen auf, die ihr offensichtlich gefielen. Namentlich Christians Jogging durch Seattle sowie das komplette erweiterte Ende, das auf der DVD vorhanden ist.

Mal schauen, inwieweit Darker und Freed von den jetzt in Arbeit befindlichen Folgefilmen profitieren. Schlechter werden können sie nicht. Übrigens fand ich die Meldung, daß Kim Basinger Elena spielen wird, durchaus angemessen…

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– Auch im Bundesarchiv geschehen merkwürdige Dinge. Meine bestellte Akte verschwand zwischen Ausheben und Bereitstellung spurlos.

– Too much information: Eine Dame ersuchte Anfang der 30er Beitragsermäßigung. Ihre Erklärung, warum, war etwas ausführlicher.

Im Unverstande legte ich mir vor 12 Jahren schwere Eheketten auf, die manchmal sehr schmerzen. Die Unstimmigkeiten der letzten Zeit werden hauptsächlich durch die modernen Ansichten der jüngsten, nunmehr 24jährigen Tochter, von den 8 Kindern meines Mannes verursacht. Die letzte Verdriesslichkeit veranlasste mich nun, (meinen Manne hat voriges Jahr im April ein Schlag gestreift, und um ihn vor Aufregung zu bewahren nahm ich alles Unangenehme schweigend hin.) im Einverständnisse mit meinen Manne frühmorgens die Wohnung zu verlassen u. erst abends wieder zurück zu kehren. (sic)

Es folgt die einzig wesentliche Erläuterung, nämlich, daß ihr zu wenig Geld zur Verfügung steht, um den vollen Beitrag zu zahlen. Vermutlich mußte sie einfach mal jemandem ihr Herz ausschütten.

– Ich hätte es für ein Klischee oder eine Trendjournal-Behauptung gehalten, hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen: Die Pärchen, die im Berliner Fun Factory-Laden stöberten, waren ausnahmslos an Grey-typischen Sachen interessiert – Masken, Handschellen, Aua-Instrumente…
Und juchhu, ich besitze jetzt eine Fun-Factory-Tüte! (Orion oder Beate Uhse versteckt man; FF ist stylisch und man als Kunde somit cool.) Nur den Kombi-Ladestecker muß ich online ordern; irgendwie gab’s da Kommunikationsschwierigkeiten. Je nun, ich habe eh noch zwei Gutscheine bis Ende des Jahres zu verbraten.

– Warum sind die Sachen in Second-Hand-Läden meist in Größe 40 aufwärts?

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Ich gebe gern zu, dieses Stück ist sowohl Resteverwertung als auch Lückenfüller – und ein bißchen Spaß.
In einem früheren Eintrag zitierte ich bereits Lauri Robinson in Sachen romantic novel als stress relief. Mir ging’s seinerzeit genauso – wer sich mit Recherchen meiner Art befaßt, braucht irgendwann ein Stück heile Welt oder dreht durch. So lernte ich eben Mills & Boon kennen (die sogar in meinem Oxford Advanced Learners‘ Dictionary zu finden sind – wow) und damit eine Menge Klischees in Sachen Romanzen-Helden und -Heldinnen. Etwas, auf das ich dabei noch nicht eingegangen bin, soll das Thema dieses Eintrags sein, nämlich: Wie steht der Markt eigentlich für rothaarige Helden?
Ich schrieb bereits über die statistisch unmögliche Anhäufung von rothaarigen Heldinnen in romantic novels. Helden wiederum sind in der Überzahl dunkelhaarig. Es gibt durchaus einen guten Prozentsatz an blonden Helden, und insbesondere in Highlander-Romanen trifft man auch mal rothaarige Helden an – aber selten!
Also schauen wir uns das Phänomen einmal genauer an. Der berühmteste Rotschopf des erweiterten Genres ist zweifellos Christian Grey. Davon inspiriert wurde Jane O’Reilly besonders in ihren zwei lose miteinander verbundenen Novellen Guilty Pleasure und The Pleasure Principle, und entsprechend ist einer ihrer Helden, Ethan Hall, ebenfalls rothaarig. Historisch korrekt ging Diane Haeger in ihrem Roman My Dearest Cecelia vor, denn ihr Held William Tecumseh Sherman hatte nachgewiesenermaßen rote Haare. Worauf wiederum Pamela Browning in Down Home Dixie aufbaute, indem sie ihrem Helden und des Generals fiktivem Nachfahren Kyle Sherman rötliche Haare verpaßte.

Und das, wie ich erschüttert zugeben muß, ist so ziemlich meine Ausbeute. Liebe Autorinnen: Es ist noch eine Menge Platz auf dem Markt für Abwechslung. Also verabschieden Sie sich von der stereotypen rothaarigen, grünäugigen Heldin und fördern Sie ein bißchen die Gleichheit der Geschlechter im romantischen Sektor!

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