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Posts Tagged ‘Feminismus’

Eigentlich suchte ich bei Caitlín R. Kiernan etwas ganz anderes, aber diese beiden Blogeinträge lege ich meinen Lesern gern ans Herz:

https://greygirlbeast.livejournal.com/1084774.html, über die USA in The Newsroom

und

https://greygirlbeast.livejournal.com/1120228.html, letzter Abschnitt, über Feminismus. Ich zitiere mal das unglaubliche Zitat:

The latter is the feminism of “social justice,” summed up by video game critic Anita Sarkeesian (a friend of Whedon’s, ironically enough) when she tweeted recently, “Feminism is about the collective liberation of women as a social class. Feminism is not about personal choice.”

A feminism that isn’t about personal choice is a perverse thing indeed.

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Bitter

Gerade bei einer Recherche zu einem ganz anderen Thema in den Innsbrucker Nachrichten vom 25.3.1936 entdeckt:

Aus Ankara wird gemeldet: Das türkische Justizministerium hat dreißig Frauen zu Richtern an verschiedenen türkischen Gerichten ernannt. Sämtliche sind Absolventen der juristischen Fakultät von Istanbul.

Heute kehrt man zu traditionellen Werten zurück, nun ja.

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Supergirl Season 2 krankt ein bißchen an zu viel Beziehungsdrama, hat aber definitiv ihre Momente. Neues Chef-Ekel Snapper dürfte sicherlich der Knüller unter den neuen Charakteren sein, wobei auch die kleinen Alien-Rollen wie der ständig in Schwierigkeiten steckende Brian oder „Fish Head“ Kevin, Supergirls Entsprechung von Morn, sehr gefielen. Wie schon in Staffel 1 ist besonders die Metaebene schön, gerade die zahlreichen Anklänge an die jüdischen Wurzeln des dynamischen Erfinderduos Shuster und Siegel. Unschwer zu übersehen ist das aktuelle Zeitgeschehen: Die Verantwortung der Presse, wahrheitsgemäß, unparteiisch und doppelt überprüft zu berichten („The rules are there for a reason“, wie Snapper der bestürzten Kara erläutert), selbst wenn die Realität darin schon immer dem Ideal hinterherhinkte; Flüchtlingspolitik und Fremdenfurcht; und natürlich „Make Daxam great again“. Außerdem ist die Staffel eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort, das in einer Folge die Lösung des Problems birgt, und daß man aus Büchern mehr lernen kann als von YouTube… nun ja!
Nett auch, Kevin Sorbo wiederzusehen, der sonst sein Dasein auf PureFlix fristet. Und nachdem vermutlich während Staffel 1 so viel gemeckert wurde, daß Superman nie auftritt (wobei ich den running gag schon sehr lustig fand), startet Staffel 2 gleich mit einer Doppelfolge Doppelpower aus dem Hause El und endet auch damit. (Yess – Frauenpower! Supergirl gewinnt den Zweikampf der Giganten.)

Während es für eine, sagen wir mal, Frauenserie zwar irgendwie paßt, kann ich mir die Anmerkung nicht verkneifen, daß Hollywood wie immer den sicheren Weg in Sachen Sexualität geht. Ich meine, hey, wir haben homosexuelle Charaktere, wie fortschrittlich von uns! Aber blickt man zurück auf Homosexualität in Serien, finde ich in erster Linie die lesbische Variante. Buffy hatte sie. Jessica Jones hatte sie. Supergirl hat sie. Liste beliebig verlängerbar. An die schwule Variante wagen sich die wenigsten heran – Game of Thrones, okay, aber das ist sicherlich nicht, was ich unter gut funktionierender homosexueller Beziehung zwischen Helden der Handlung verstehen würde. Outlander zähle ich gar nicht erst mit, denn Jack Randall ist erstens bisexuell und zweitens ein Sadist, und ich wette, daß wir von John Grey, meinem schwulen Helden ersten Ranges, und seinen Beziehungen nicht viel mitbekommen, es sei denn, er erhielte seine eigene Serie. Male/male ist immer noch ein schwieriges Thema, während female/female als sicher und harmlos durchgeht. Von einer Gleichberechtigung sind wir hier auf so vielen Ebenen weit entfernt.

Absolut nicht sicher und harmlos ist dagegen RuPaul’s Drag Race, eine Serie, die ich wie so vieles durch Caitlín R. Kiernan entdeckte. Reality TV nach altbekanntem Muster (ich frage mich wirklich, warum jeder meint, daß das Standardregelbuch die einzig gültige Autorität ist), aber mit Drag Queens. Großartig. Wäre noch besser, wäre sie nicht so abgekartet. Aber das ist ein Problem des Genres.

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Nachdem ich von Wonder Woman so, nun ja, super-enttäuscht worden war, gab mir die erste Staffel von Supergirl den Glauben an weibliche Superhelden zurück. Obwohl längst nicht so finster und „noir“ wie Jessica Jones, teilt Supergirl die guten Qualitäten dieser Serie, namentlich eben, daß sie den Frauen ihrer Handlung eine Stimme verleiht, sie Frauen sein läßt.
Entsprechend werden Sexismus und Feminismus von verschiedenen Perspektiven betrachtet (es ist großartig, die beiden „Schulen“ des Feminismus‘ wiederzufinden), während die zahlreichen starken Frauen auf beiden Seiten der Gut-Böse-Skala zeigen, was Stärke ist – nämlich nicht nur, den Bösewicht/die Bösewichtin der Woche oder wahlweise die Heldin in den Hintern zu treten. Obwohl auch das in spektakulärer Weise geschieht.
Und das Tollste? Supergirl darf Strumpfhosen tragen statt halbnackt herumfliegen zu müssen! Eine kleine, aber feine Absage dem Sexismus. (Man denke an Jodi Picoults Überlegungen zu Wonder Womans Kostüm.)

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Nicht unpraktisch bei meinen sexlustigen Nachbarn auf der anderen Seite der Wohnzimmerwand war die Anschaffung der Fifty Shades Darker-DVD. Home cinema rules!
Der Film ist so lala – es fehlen die Farbstimmungen des ersten Teils (nicht unähnlich dem ersten und zweiten Twilight-Film); sehr amüsant hingegen das Nachholen einiger der klassischen Szenen des ersten Buches, die in dessen Filmadaption nicht gezeigt wurden. Ich sage nur: Liebeskugeln! Und ich bezweifle, daß ich jemals wieder dieses Wort hören kann, ohne an die vollkommen bizarre Unterhaltung zu denken, die ich mit meiner Mutter über das Thema hatte. Das trägt nun nicht gerade zum Erzählfluß bei, aber selbiger fehlte mir auch in der Romanvorlage, von daher… Dennoch werden selbst die wenigen dramatischen Szenen, die das Buch zu bieten hat, gnadenlos heruntergespielt. Es plätschert alles so vor sich hin. Schade, denn der Film hat auch einige eigentlich sehr amüsante Szenen – mehr davon wäre die Lösung!
Was ist auf der Plusseite zu verzeichnen? Dakota Johnson ist schön wie nie und rechtfertigt allein das Ansehen. (Jamie Dornan hingegen hat sich in den Jahren seit Teil 1 nicht ganz so gut gehalten.) Danny Elfman setzt seine gelungene Arbeit fort; überhaupt ist der Soundtrack wieder ausgezeichnet.

Teil 3 folgt wie immer am Valentinstag (2018), und a propos hier noch der Link zum entrüsteten Artikel im PureFlix-Blog: https://insider.pureflix.com/news/old-fashioned-a-christian-alternative-to-50-shades-darker

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Das ist etwas, das mich auch reizen würde – das Recherchieren und Zusammenstellen, meine ich, nicht der Gang: Dundee Women’s Trail und das Vorgängerprojekt.

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Eine Freundin bewarb sich auf eine Projektstelle, die in Zusammenhang mit ihrem Hauptjob steht, erhielt jedoch eine Absage. Das ist ja nun an sich nichts Ungewöhnliches. Es kann nur einen geben und all das. Nicht amüsiert war sie allerdings, als sie unter der Hand den Grund für die Absage erfuhr. Einer ihrer Kollegen nämlich kennt einen der Personalverantwortlichen, und im Gespräch zwischen ihnen wurde erwähnt, daß, stimmt, die Kollegin habe sich ja beworben…
„Sie konnten wir ja nicht nehmen“, gestand der Zuständige.
Warum? wunderte sich der Kollege.
„In dem Alter – sie will doch bestimmt Kinder haben.“
„Das glaube ich eher nicht“, kommentierte der Kollege und hat damit völlig recht.
Ich möchte erwähnen: Besagte Freundin ist 38. Anscheinend ist das heutzutage ein gefährliches Alter. Wahrscheinlich hätten junge Frauen inzwischen bessere Chancen, weil sie als noch nicht familiengründefreudig eingeschätzt werden. Stellt sich jetzt die Frage: Sind Frauen von, sagen wir, 28-40 Jahren, also im besten Berufsalter, plötzlich eine Risikogruppe bei Auswahlverfahren? Und obwohl ich nicht allen Entscheidern eine solch pauschalisierende Vorurteilshaltung vorwerfen möchte wie in diesem Fall, denn es stecken sicherlich Erfahrungswerte dahinter, finde ich diese Schere im Kopf schon bedenklich. Von Diskriminierung will ich gar nicht erst anfangen. („Wenn eine Frau keine Lust mehr auf ihren Job hat, legt sie sich ein Kind zu“, um einen Bekannten – übrigens aus der gleichen Institution, hmm – zu zitieren. Das ist vermutlich halb wahr und halb eine Frechheit.)

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